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Lemmiblog
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3,0
Veröffentlicht am 26. März 2026
LEG DICH NIE MIT EINER BALLERINA AN
Fünf Ballerinas wollen eigentlich nur in Budapest auftreten. Dann geht der Bus kaputt, es schüttet wie aus Eimern und sie landen in einem Gasthaus irgendwo in der Wallachei und nach ungefähr fünf Minuten ist klar, hier will man nicht mal in Regenjacke bleiben, geschweige denn im Tütü.
Pretty Lethal – Schön tödlich geht ca. 90 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Action-Thriller, der sich beim klassischen Rape & Revenge-Schema bedient, nur eben mit Ballerinas. Also statt „renn weg“ gibt’s hier eher Pirouette, Kick, Schädelbruch. Natürlich ist das kompletter Quatsch, aber immerhin weiß der Film das auch und genau deswegen funktioniert er stellenweise erstaunlich gut. Die Kampfszenen sind überraschend stark. Das wirkt teilweise wirklich so, als würde Van Damme im Tütü durch die Gegend wirbeln und mit Spagat-Kicks Leute aus dem Leben treten. Komplett drüber, aber unterhaltsam. Die Figuren? Klischee-Bingo. Jede Ballerina hat genau eine Eigenschaft, die Taffe, die Zicke, die Taube. Zu dem spielt man damit wo eine Ballerina überall reinpasst. Die Gegenseite macht’s nicht besser, Balkanakzent, böse Blicke und fertig. Uma Thurman gibt die gefallene Ballerina mit Rache-Vibes, dazu noch ein verzogener Bengel, der ohne Papa wahrscheinlich nicht mal seine Schuhe zubekommt. Das Finale dreht leider zu sehr ab. Explosionen ohne Schäden und natürlich die finale Aufführung, das ist dann auch mir zu unlogisch. Unterm Strich ein kurzweiliger Trashfilm, der genau weiß, wie albern er ist. Unrealistisch, überzogen und voller Klischees, aber mit genug Selbstironie, damit man nicht komplett abschaltet. Die Dialoge sind teilweise so dumm, dass sie schon wieder Spaß machen.
6/10 Punkten. Wie foltert man eine Ballerina, die sich ihre Zehennägel selbst rausreißt? Gar nicht. Du hoffst einfach, dass sie dich nicht vorher findet.
"Pretty Lethal" ist ein alberner, aber unterhaltsamer, ballet zentrierter Actionfilm, der sich seiner eigenen Absurdität bewusst genug ist, um sich auf die Bereitstellung einer lustigen Kampfchoreografie über die notwendigere Handlungs- und Charakterentwicklung zu konzentrieren. Die restliche Szenerie wirkt ablenkend, angetrieben von einigen Auftritten einer interessanten jungen Besetzung in einem blutdurchnässten Thriller, der kurz davor steht loszulassen, sich aber nie dazu verpflichtet, diese zu tun. Der Film bietet eine solide zuverlässige Unterhaltung mit einigen Highlights, die das Potenzial ausschöpfen, wenn es dann dazu kommt, panische Szenen für die Hauptfiguren zu schaffen.
Ein richtig spaßiger Actionfilm den man genauso ernst nehmen muss wie Kill Bill 1. Es wird auch etliches an Blut vergossen. Einfach ein Film zum Spaß haben.