“Kein Tier. So Wild. " hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind, den Film im Kino sehen dürfen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen selbst in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person oder eines Vormunds den Film laut FSK nicht im Kino sehen.
"Kein Tier. So Wild." hat als zeitgenössische Geschichte über Bandenkriminalität in Berlin-Neukölln eine ungewöhnliche Buchvorlage. Die Story um die Clan-Chefin Rashida York (Kenda Hmeidan) basiert nämlich auf dem 1597 erschienen Stück "Richard III." von William Shakespeare. Die Adaption verwendet aber nur Motive des Stücks, ist also relativ lose gestaltet und verlegt den Handlungsschauplatz von England im späten 15. Jhd. ins heutige Berlin. Der für Araber eher ungewöhnliche Nachname der Hauptfigur ist übrigens auch eine Anspielung an die englischen Nachnamen der Figuren in Shakespeares Stück.
"Kein Tier. So Wild"-Filmemacher Burhan Qurbani erzählt nicht zum ersten Mal eine Geschichte aus der Perspektive von Migranten in Deutschland. Qurbani, übrigens der Sohn afghanischer Flüchtlinge, widmete bereits sein filmisches Gesamtwerk dem Thema: "Shahada" (2010) beleuchtete das Aufeinandertreffen des islamischen Glaubens von Jugendlichen mit der Lebensrealität in Deutschland, "Wir sind jung. Wir sind stark." porträtierte die rechtsextremen Ausschreitungen in Rostock 1992 und "Berlin Alexanderplatz" (2020) verlegte - wie auch "Kein Tier. So Wild." die Handlung eines Literaturklassikers ins migrantische Milieu von afrikanischen Flüchtlingen.