The Change
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3,2
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Deubensklave
Deubensklave

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3,0
Veröffentlicht am 27. Oktober 2025
Mir zu verwirrend in der Sneak, war am Anfang sehr schleppend, aber wurde immer besser und interessanter.. Aber durch andere Kinogäste konnte man sich nicht richtig konzentrieren, daher muss irgendwann ein Rewatch her.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 580 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 3. November 2025
In den USA passiert im Film ein politischer Umsturz und wir erleben diesen ausschließlich durch mehrere Familienfeiern in einer Großfamilie. Dadurch hat man nur Andeutungen, aber kein wirkliches Bild von den Dingen, die da vorgehen. Stattdessen hat man zwei Stunden lang politische Diskussionen, eine unangenehme Stimmung und bittere Dramen. Darstellerisch ist das Ding top, inhaltlich sicherlich ein paar Diskussionen wert.

Fazit: Der Film zeigt nicht die Dimensionen der Dinge, die drumherum passieren.
Rob T.
Rob T.

7 Follower 350 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 11. November 2025
Ellen (Diane Lane) und ihr Mann Paul Taylor (Kyle Chandler) feiern ihren 25. Hochzeitstag, ganz groß in Familie. Das Paar hat einen Sohn und drei Töchter, eine davon lebt noch zu Hause.
Auf der Feier stellt Sohn Josh (Dylan O'Brien) seine neue Freundin Liz (Phoebe Dynevor) vor. Ellen reagiert verhalten auf sie, und tatsächlich ist es so, dass sie sie kennt. Ellen ist Uni-Professorin und Liz war ihre Studentin. Die sorgte vor einigen Jahren für Aufsehen, weil sie einen hochprovokanten Aufsatz geschrieben hat, der die Demokratie in Frage gestellt hat.
Liz bringt wenig später ein Buch heraus: "The Change", ihre Vision von einem Systemwechsel im Land.
Und tatsächlich schließen sich immer mehr Menschen der Bewegung an. In der Nachbarschaft wehen immer mehr Flaggen von "The Change", und Andersdenkende werden ausgegrenzt.

Es ist schwierig, die Handlung von "The Change" kompakt zusammenzufassen. Klar ist aber, dass dieser Film ganz klar zeigt, was im Fall einer Autokratie, womöglich des Faschismus, nach und nach in der Gesellschaft passiert.
Ansätze davon erleben wir in den USA, und auch in Deutschland sind schon jetzt Dinge zu beobachten, die wir in diesem Film im Brennglas erleben.
Die gesellschaftliche Situation zeigt Regisseur Jan Komasa anhand einer Familie, der Taylors.
Jeder in der Familie spiegelt Teile der Gesellschaft wider. Der Vater will neutral sein, am liebsten gar nicht über Politik reden. Der Sohn radikalisiert sich an der Seite seiner Frau immer mehr, spricht irgendwann nur noch von oben herab mit den Menschen, will provozieren und demütigen. Die jüngste Tochter ist die ängstliche, die alles beobachtet und erst mal keine Meinung hat. Sie lässt sich von ihrem Freund im Denken und Handeln beeinflussen und rutscht irgendwann, als sich die politische Lage zuspitzt, ins gegnerische Lager. Die zweite Tochter ist ein wenig wie die Mittelschicht, die alles beobachtet und durchaus auch mal sagt, was ihr nicht passt. Ihr Mann aber sorgt für den Riss. Und die dritte Tochter ist von Anfang an im Widerstand, anfangs auf der Comedybühne, bis sie dort von Teilen des Publikums verprügelt wird.
Die Mutter, die Professorin, sieht sich auf der guten Seite, und sie ist es wohl auch. Aber statt zu diskutieren, cancelt sie, zeigt sie ihre Skepsis. Diskussionen mit Argumenten stellt sie sich nicht wirklich, wie es überhaupt keine wirklichen tiefgehenden Diskussionen gibt - und irgendwann gibt es nichts mehr zu diskutieren. Weil "The Change" andere Meinung als ihre nicht mehr akzeptiert.
Genau das ist ein Brennglas in die Gesellschaft, denn so schleicht sich die Autokratie und der Faschismus ein. Durch Provokationen, Linienüberschreitungen, und irgendwann sind Kipppunkte erreicht.
Das alles ist in "The Change" absolut auf den Punkt dargestellt, die Angst, die Wut und die gleichzeitige Sprachlosigkeit, es ist geradezu gespenstisch, wie er gesellschaftliche Lage auseinandernimmt.
Dabei springen wir im Film von Jahr zu Jahr, vom 25. bis zum 30. Hochzeitstag, an dem alles anders sein wird.
So großartig dieser Film ist, so niederschmetternd und besorgniserregend ist er auch.
Oliver Oertel
Oliver Oertel

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5,0
Veröffentlicht am 3. November 2025
Wow - gerade in der Sneak gesehen ... und ein wirklich dystopischer Film, der vielschichtigen Interpretationsspielraum lässt - und das ungute Gefühl, er beschreibt die aktuellen Gesellschaftstendenzen zwar in der ersten Ebene ziemlich vage, aber darunter viel präziser als einem lieb zu sein scheint.

Ich persönlich warne ja davor, diesen sehr intelligent designten Film einfach als "die gute College-Professorin" gegen die "böse faschistoide Studentin" abzutun - da ist viel mehr Projektionsfläche drin, um sich an die jeweils eigene Nase zu fassen - und zwar von beiden "vermeintlichen" Seiten.

Sich zum Beispiel die Frage zu stellen, wieso eine angeblich so liberale College-Professorin es nicht schafft, mit guten Argumenten ihre Studentin zu überzeugen, warum die liberale Welt besser als "The Change" ist - sondern sie stattdessen von der Uni schmeißen lässt - natürlich ganz ohne Einsicht, dass bereits DAS autoritäres Handeln ist.

Oder wieso es die Familie eigentlich an keiner Stelle schafft, tatsächlich mal über Inhalte zu reden - und das erst recht nicht in einer Art und Weise, die die Beteiligten nicht schon von vornherein wegen ihrer jeweiligen Ideologie diskreditiert - um gemeinsam vielleicht zu etwas besserem zu kommen, was vermeintlich beide Seite zu bieten haben oder was - auch gutes - sie ggf. erreichen wollen.

Insofern fasst in meiner Quintessenz der Film den aktuellen Zeitgeist ziemlich gut zusammen - beide Seiten bleiben aus vermeintlich guten Motiven in ihrer Ideologie verhaftet, diese sachlich mal auseinander zu nehmen und im Sinne der Aufklärung über Argumente zu streiten wird bewusst vermieden, um den Schein des Familienfriedens zu wahren - und alle treiben sich gegenseitig nur weiter in die allgegenwärtige Spaltung. Und wenn man mal genau hinhört, geht es - wie so oft gar nicht wirklich um "warum ist das eine gut oder das andere böse" - sondern man muss sich eingestehen, dass jede Szene von jeder Seite "gut gemeint" sein könnte, weil - vermutlich mit voller Absicht - die tatsächliche Intention der Handelnden im Dunkeln bleibt und nie wirklich aufgelöst wird.

Man kann nur hoffen, dass ein guter Gesellschaftskunde-Lehrer den Film mal im Unterricht zeigt - und das alles mit seinen Schülern - und zwar von beiden Seiten - auseinander nimmt.

Und . in meinen Augen ist die "offizielle" Kritik ja genau in DIE wesentliche Falle getappt, die dieser Film ganz bewusst aufmacht. DAS sollte definitiv zu denken geben.
Orki72
Orki72

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3,0
Veröffentlicht am 4. November 2025
„Anniversary“ oder „The Change“ wie der Film hier in Deutschland genannt wird, verheißt einen aktuellen Blick auf das gegenwärtig existierende Amerika, dass nicht mehr so ganz wie eine Vereinigung von Staaten wirkt.
Mama Ellen und Papa Paul Taylor sind seit 25 Jahren glücklich verheiratet und haben drei erwachsene und ein Teenager-Kind. Die Familie scheint die Bilderbuch-Familie schlechthin zu sein. Sie ist eine erfolgreiche Professorin, er ein erfolgreicher Koch. Sie haben eine Anwältin, eine Freigeist-Künstlerin und eine Studentin als Töchter – und einen Sohn, der als gescheiterter Autor das „schwarze Schaf“ der Familie ist und mit Liz, einer ehemaligen Studentin seiner Mutter, als Freundin zur Familienparty kommt.
spoiler: Liz hatte vor acht Jahren einen Disput mit Professorin Ellen und wurde aufgrund ihrer undemokratischen Tendenzen von der Universität exmatrikuliert. Ihre Rückkehr ins Haus Taylor als Freundin sorgt für Unbehagen bei der liberalen Mutter des Hauses. Am Ende präsentiert sie ihr Manifest „The Change“ als Geschenk. Mit einem anscheinend milliardenschweren Unternehmen im Rücken soll es für einen politischen Kurswechsel sorgen – hin zu einer autokratischen Diktatur, in der es nur noch eine Meinung gibt, die den Familienzusammenhalt langsam von innen zersetzt wie ein immer größer werdendes Krebsgeschwür. Die schauspielerischen Leistungen sind erstklassig. Viele der Gespräche und gesellschaftlichen Entwicklungen weisen eine verstörende Parallele zur Gegenwart auf, in der sich liberale Demokraten und die MAGA-Bewegung, die am liebsten heute noch die amerikanische Verfassung mit all ihren Freiheiten abschaffen würde, gegenüberstehen. Die Erzählweise mit den Zeitsprüngen erweist sich jedoch als dramaturgische Schwäche des Films. Es gibt keine Helden im Film – es sollen wohl auch keine geben – und diese Darstellung sorgt dafür, dass die einzelnen Familienmitglieder eher wie Versuchsobjekte im filmischen Reagenzglas wirken. Eine emotionale Bindung zu den Figuren baut man als Zuschauer nur in einigen Szenen auf. Einer der stärksten Momente ist das Gespräch des sichtlich aufgewühlten Vaters Paul mit seinem Sohn Josh, der inzwischen voll und ganz von sich und der Bewegung überzeugt ist, über die finanziellen Schwierigkeiten der Elternteile. Ansonsten bleibt die Entwicklung der Welt da draußen bruchstückhaft, man erlebt sie oft nur am Rande, beispielsweise durch Berichte im Fernsehen, Einblendungen der Change-Werbefilme oder den Farbanschlag auf das Haus. Innerhalb von fünf Jahren verwandelt sich das Taylor-Haus von einem Ort der Liebe und des Friedens zu einem Ort des Hasses und des Misstrauens.

„Anniversary“ hätte als Fernsehserie sicherlich mehr Sinn ergeben, da man die Charakterzeichnung dann besser hätte vertiefen können. Auch die Beweggründe mancher Entscheidungen der einzelnen Kinder der Familie Taylor hätte man besser darstellen können. So ist der Film zwar eine realitätsnahe, düstere Zeichnung einer nicht allzu fernen Zukunft der USA, allerdings bleiben zu viele Fragen unbeantwortet. Vielleicht wäre eine Familie mit zwei statt vier Kindern und weniger Nebenkriegsschauplätzen besser gewesen, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu bündeln.
SFP 1980
SFP 1980

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2,0
Veröffentlicht am 11. November 2025
Der dramatische Bogen wurde deutlich überspannt, dass es ab einem gewissen Punkt surreal u nicht mehr sehenswürdig wurde
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