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Duffy B
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2,0
Veröffentlicht am 9. Februar 2025
Der Anfang verspricht viel, aber nach der Hälfte wird es meiner Meinung etwas undurchsichtig. Da bleiben viele Fragen am Ende des Streifens offen. Schade. Schauspielerliche Leistung Top. Grant und Tatcher sind super.
Hugh Grant ist eine Granate. In Heretic trägt er den gesamten Film auf seinen breiten Schultern, was die schauspielerische Leistung der beiden bemitleidenswerten Schwestern Barnes (Sophie Thatcher) und Paxton (Chloe East) nicht schmälern soll.
Ein bisschen -manchmal platter und vorhersehbarer- Horror, eine Prise dezente, rabenschwarze Komödie. Richtig in Fahrt kommt der Film, wenn er zum Psychothriller mutiert und die durchaus raumgreifenden philosophischen Diskurse über Glauben und Unglauben so geschickt mit den "Besonderheiten" von Haus und Gastgeber verwoben werden, ohne dass sie den Erzählfluss erlahmen lassen. Das ist handwerklich brillant, in der Aussage jedoch gelegentlich etwas banal.
Was wir uns gewünscht hätten, wäre ein bisschen mehr Mut gewesen, bei den "Schockmomenten" nicht auf tausend mal filmisch genutzte Elemente zurückzugreifen und die notwendige philosophische Radikalität, damit der Kinogänger nicht nur seine Freude an der Dekonstruktion der Gewissheiten der Schwestern hat, sondern vielleicht auch die eine oder andere eigene Überzeugung in den Untiefen seiner Popcorntüte verliert.
Fazit: Ein intelligentes, unterhaltsames Kammerspiel (mit vielen Kammern :)).
Ich habe heute einen besonderen Film angeschaut. Huge Grand in Heritage. Schau ihn dir an! Und sag mir wie er euch gefallen hat. Viele Grüße, Christian
Solides Horror-Kino, mit einem sehr netten Anfang, der auch auf etwas Humor und Selbstironie hinweist. Leider kommt diese Facette im Laufe der Ereignisse nicht weiter zum Tragen und je tiefer man ins Haus von Mr Reed hinabsteigt, desto dürftiger wird die Geschichte. Schade, daher nur ein schwaches sehenswert, langweilig wird es nie, bleibt aber alles im üblichen Horror-Rahmen.
"Heretic" von Scott Beck und Bryan Woods wirkte vom Trailer her wie ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel mit klaustrophobischem Setting - und Hugh Grant als Bösewicht klang ebenfalls vielversprechend. Herausgekommen ist aber ein völlig verkopfter theologisch-philosophischer Essay, in dem Hugh Grant als Mr. Reed endlose Vorträge hält und sich gern selbst reden hört. Die beiden Mormoninnen Schwester Paxton und Schwester Barnes sind ihm zwar intellektuell gewachsen, dennoch wird zu schnell klar, dass sie sich in einer ausweglosen Situation befinden. Der Film verliert sich dann in den verquasten Überlegungen von Mr. Reed und es ist, als wäre man in einer Theologie- oder Philosophie-Vorlesung gelandet, die von einem selbstverliebten und nicht sonderlich unterhaltsamen Professor gehalten wird, der sich für Gottes Geschenk ans Universum hält, aber gar nicht so viel schlauer als seine Studierenden ist.
Mag sein, dass man als Studierende*r aus diesem Film interessante Aspekte für eine Seminararbeit ziehen könnte. Das Ende lässt durchaus Raum zur Interpretation, was in der erzählten Welt real geschehen ist, und was nur eingebildet war. Aber mein Studium ist 13 Jahre her und heutzutage gehe ich ins Kino, um unterhalten, um in eine Geschichte hineingesogen zu werden, um mit den Figuren mitzufiebern. Das bleibt hier auf der Strecke.
Fazit: Schade, daraus hätte man viel mehr machen können. Leider haben sich die Filmemacher viel zu sehr in ihre Idee verliebt und haben sich in der Theorie verloren, anstatt eine gute Geschichte zu erzählen.
Das nenne ich mal ein nahezu perfektes Horrormeisterwerk. Mir hat zwar noch bisschen der Schuss der Psychose gefehlt, aber das sind nur die Kleinigkeiten. Neben der gelungen Handlung bietet der Film einen gelungen Horrorfaktor und Psychofaktor, welcher den Zuschauern mit fiebern lässt. Die Besetzung passt perfekt. Im Gesamtpacket schneidet der Film für mich hervorragend ab und war nahezu perfekt.
Der Film ist absolut nicht zu empfehlen! Würde ihn um kein Geld der Welt wieder schauen! Bin ehrliche der schlechteste Film den ich je gesehen habe. Story hatte Potential Aber wurde durch komplett unsinnige Handlungen der Schauspieler für mich komplett untragbar zu schauen. (jetzt wegschauen wenn noch nicht gesehen!) Wenn ich einen Stromausfall habe ist das erste was passiert Handy Licht an, WARUM laufen sie am Anfang im dunklen im Wohnzimmer und Gang Richtung Bibliothek? WARUM gehen sie durch die Türen statt zu sagen "bitte öffnen Sie die Türen und gehen sie vor"? Hätte noch vieles zusagen aber ehrlich der Film ist mir noch nicht wert. Wie gesagt der schlechteste was ich je geschaut habe
Sie gehen von Haus zu Haus, um die Menschen von ihrem Glauben zu überzeugen. Sie haben dafür einen Tagesplan, der abzuarbeiten gilt. Nun stehen Schwester Paxton (Chloe East) und Schwester Barnes (Sophie Thatcher) vor der Tür von Mr. Reeds (Hugh Grant). Tatsächlich kommen sie in ein lockeres Gespräch, und weil es fürchterlich regnet, bittet er die beiden jungen Frauen rein. Aber etwas ist merkwürdig, das spüren Paxton und Barnes recht schnell. Reeds Frau lässt sich einfach nicht blicken, und irgendwie haben sie das Gefühl, dass sie aus dem Haus so schnell nicht mehr raus kommen. Damit sollen sie Recht behalten...
Dass Hugh Grant mal einen Bösewicht spielt, das kommt auch nicht alle Tage vor. In dem Thriller "Heretic" (Der Ketzer) kann man das aber beobachten. Wobei das Böse hier sehr schleichend kommt, und das macht das Ganze so reizvoll. Mr. Reed beginnt, die beiden Frauen hinzuhalten, er lockt sie ins Innere des Hauses, und das Böse nimmt seinen Lauf. Zwar ist es spannend, den Gesprächen zu lauschen, den mehr und mehr zweifelnden Überlegungen von Mr. Reed - dennoch ist der Film zwischendurch etwas in die Länge gezogen, und auch das letzte Drittel hätte gern ein bisschen gerafft werden können. Nicht der ganz große Wurf, aber allein schon wegen Hugh Grant lohnt sich's durchaus.
Zwei Mormonenschwestern (Sophie Thatcher, Chloe East) erreichen im herannahenden Schneegestöber das einzelnstehende Haus von Mr. Reed (Hugh Grant), der um religiöse Unterrichtung gebeten hat. Tatsächlich hat er etwas anderes mit den jungen Frauen vor.
Ein Haus ohne nahe Nachbarn, dafür reichlich düstere Treppen und sichtbare/versteckte/verschlossene/offene Türen im Interieur, ist als Schauplatz eines perfiden Spiels nicht gerade eine neue Kreation im Genre. Auf den Inhalt kommt es an. Die Regisseure Scott Becks und Bryan Woods konnten als bösen Bewohner Hugh Grant engagieren, der seinen Charme, für den er bekannt ist, präsent hält, um Mr. Reed etwas bieder Höfliches wie Arglistiges zu verleihen. Das schummrige Setting schafft zunächst eine gemütliche Atmosphäre, die jedoch recht früh ins notwendige Unheimliche wechselt, während die Schwestern bereits in der Falle sitzen. Das in Maßen fließende Blut ist wegen der herrschenden Dunkelheit kaum zu erkennen, aber der Horrorfan darf sich an der einen oder anderen Ekligkeit erfreuen. Die ausgezeichnete Arbeit von Kameramann Chung-Hoon Chung („Old Boy“, „Stoker“, „Die Taschendiebin“, „Last Night in Soho“), der im vorliegenden Film in ansehnlichen Bildern die Figuren umkreist, rundet das Visuelle ab.
Die Inszenierung, die als Kammerspiel nur einen kleinen Cast benötigt, ist letztendlich wegen des überraschungsreich irrwitzigen Plots gelungen. Da der Verlauf des Schicksals nie wirklich vorauszusehen ist, jedoch der Angstlevel der Mormoninnen steigt, ist in „Heretic“ für Langeweile kein Platz.
Die Verhaltensmuster der Besucherinnen sind leider deutlich zu einfach gestrickt, eine handelt entschlossener, die andere verzagter, während das amüsierte Publikum der nur ungefähr nachvollziehbaren Argumentationslinie des skurrilen Mr. Reed zur Religionslehre gerne folgen darf; echte Atheisten werden eventuell verärgert sein. Inklusive der mit speziellem Humor umschmeichelten Logiklöcher wird der Funfaktor entweder erhöht oder das Fass der Absurdität zum Überlaufen gebracht.
„Heretic“ mag fraglich, gar entbehrlich sein, macht jedoch dank des gewinnenden Spiels von Hugh Grant und wegen des nie ernstzunehmenden Inhalts erschreckend viel Spaß.
Hugh Grant und die Gebetschwestern in einem genialen Religions-Horrorfilm
Ich hatte vorher schon gelesen, dass der Film 90% auf Rotten Tomatoes hat, aber war dennoch skeptisch.
Völlig zu unrecht, denn der Film ist einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre! Ich war regelrecht begeisert.
Kurz zum Inhalt: Zwei junge Missionarinnen einer Kirche besuchen Interessanten zu Hause. So gelangen sie auch zu Hugh Grant, der zunächst charmant-verbindlich auftritt. Schnell merken sie aber, dass etwas nicht stimmt, doch schon sind sie teil seines wahnsinnigen Spiels, in demspoiler: er sich als irrer Kirchenhasser entpuppt.
Die Dialoge sind fast schon phlosophisch, aber es ist nicht trocken, sondern wahnsinnig spannend. Ich habe echt von der ersten bis zur letzten Minute gezittert.
Optisch ist der Film sehr düster gehalten, was ich liebe.
Die schauspielerische Leistung von Hugh Grant ist wirklich nur noch als erstklassig zu bezeichnen. Die Wandlung vom charmant-humorvollen Hausbesitzer zum absolut kranken Psychopathen ist absolut überzeugend.
Für Horror-Fans und Kirchengänger eine absolute Empfehlung!