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Brodie1979 ..
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3,0
Veröffentlicht am 22. Juli 2026
Eine sehr merkwürdige Filmerfahrung: die Story eines depressiven Mannes, der seine Eheprobleme auf eine Comedybühen bringt, klang großartig, der Film hat mich aber dann enorm abgestossen. Will Arnets Figur fand ich hochgradig unsympathisch und die Comedyclub Szenen unangenehm und niemals witzig. Obendrein hat sich Regisseur Bradley Copper selbst eine Nebenrolle reingeschrieben als absurder Freund die mir ebenso sinnlos erscheint. Im weiteren Verlauf berappelt sich der Film aber: wie Arnett und Laura Dern zum Ende ihre Eheprobleme angehen und zu einem wunderbaren, ehrlichen Ende kriegen, holte mich total ab und ließ mich den Film sehr zufrieden abschließen. Daher: man braucht Geduld, die sich nach hinten raus aber auszahlt.
Fazit: Die Comedyclub Parts sind eher lau und unangenehm, die finalen Lösungen des Ehekonflikts aber umso gefühlvoller und lohnend!
Tess und Alex können sich nicht mehr ausstehen. Als beide eines Tages einen Haschkeks verdrücken, landet Tess zu Hause, während Alex in einer Stand-up-Comedy-Show landet. Dort entdeckt er eine neue Leidenschaft und wird mit jedem Auftritt besser. Ausgerechnet das sorgt dafür, dass Tess den "neuen" Alex plötzlich wieder deutlich interessanter findet.
Is This Thing On? geht ca. 115 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Dramedy mit Laura Dern und Will Arnett in den Hauptrollen. Im Grunde erzählt der Film von zwei Menschen, die sich auseinandergelebt haben und wie beide durch neue Hobbys und alte Leidenschaften wieder zu sich selbst finden. Alex entdeckt die Stand-up-Comedy für sich, Tess blüht beim Volleyball wieder auf und beide merken, dass sie nicht nur das Zusammensein vermissen, sondern sogar ihre Streitereien. Klingt eigentlich charmant, nur konnte ich mit den beiden wenig anfangen. Am meisten Spaß hatte ich, wenn andere Comedians auf der Bühne standen. Alex selbst macht eher den Mario Barth für Fußgänger, erzählt von seiner Ehe und Exfrau und trifft meinen Humor nur selten. Natürlich steckt hinter dem Ganzen eine Botschaft. Auch mit Mitte 40, festgefahrenem Alltag und zwei Kindern, die wie so oft als Deko durchs Bild laufen, kann man noch neues an sich entdecken. Außerdem lernt man, dass Künstlerfreunde in Filmen grundsätzlich anstrengend oder dauerhaft bekifft sein müssen. Wer etwas mit Selbstfindungsgeschichten, komplizierten Beziehungen oder dem Auf und Ab eines Ehepaars anfangen kann, wird hier mehr Freude haben als ich. Unterm Strich bleibt ein Film, der immer dann funktioniert, wenn die Hauptfiguren nicht im Mittelpunkt stehen. Die Stand-up-Auftritte sind solide, die Nebendarsteller oft interessanter als das eigentliche Paar und Bradley Cooper sorgt als herrlich anstrengender Künstler immerhin für ein paar Schmunzler.
5/10 Punkten. Irgendwo steckt hier bestimmt eine richtig gute romantische Komödie drin. Leider hat sie sich während der Selbstfindungsphase wohl selbst aus den Augen verloren.