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Kinobengel
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4,0
Veröffentlicht am 14. April 2025
EINE SIRENE REIFT
Die schlagfertige Parthenope (Celeste Dalla Porta) kommt aus wohlhabendem Hause. Als studierte Anthropologin mit Bestnoten geht sie der Frage nach, was Anthropologie wirklich ist und zieht dabei die Menschen ihres sich ständig erweiternden Umfeldes durch magische Kraft an.
Bei Paolo Sorrentino („La Grande Bellezza“, 2013) ist mit Verlass auf optischen Hochgenuss zumindest das Kinoerlebnis auf rein visueller Ebene vorprogrammiert. Keine Ausnahme gilt für seinen aktuellen Film „Parthenope“, der die Urlaubsfarben sowie den Soundtrack einer jeden Reisedoku problemlos toppt. Es ist dann Sorrentinos Handschrift, die seine stilvoll konstruierten Werke vor kleinen Botschaften übersprudeln lässt. In dem von ihm geschriebenen Drehbuch geht er mit seiner Heimatstadt hart ins Gericht, an der Kirche lässt er kaum ein gutes Haar, und die schlechten sind teuflisch schwarz gefärbt.
Eine Story liefert der Regisseur aus Neapel genauso wenig wie bei „Ewige Jugend“ (2015). Er zeigt die Leute, wie sie miteinander auskommen, in Situationen, mehr oder weniger skurril und auf äußerst unterhaltsame, gefühlvolle Weise. Da wirkt sogar ein Selbstmord wie eine weiche Überleitung. Praktische Erfahrungen durch eine intelligente Wissenschaftlerin der Menschenkunde in ihrer Disziplin sammeln zu lassen, ist dann als roter Faden ein besonderer Kniff. In herausragend inszenierter Gleichmäßigkeit erfährt das Publikum unregelmäßige Zeitsprünge, bis die Hauptfigur ins Rentenalter kommt (nun Stefania Sandrelli), sichtbar geprägt durch viele tiefgründige Erkenntnisse.
„Parthenope“ ist ein faszinierender, hängenbleibender Genuss, der zum anschließenden Interpretieren der erlebten Momente zwingend einlädt.
interessantes Charakterportrait über eine junge Frau in den frühen 70igern. leider fehlt die Zusammenhänge aus einzelnen Handlungen Strängen und mir fehlte ein bisschen das Ende des Handlungstranges mit ihrem Vorbild dem depressiven amerikanischen Schriftstelspoiler: lers
worin bestand bitte die absurde Handlung in der Silvesternacht 74 für ihre charakterliche Entwicklung?