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Nee, nix da !!
Das sind keine "desaströsen Fehlentscheidungen", das ist einfach nur körperliche Gewalt, sonst nix !!
Die moralische Fragen, die vermeintlich (!!!!!) dem Zuschauer gestellt würden "Hätte ich eventuell genauso gehandelt??" und natürlich "War das richtig oder falsch?", die gibt es gar nicht.
Am Anfang gibt es nur körperliche Gewalt, zuerst gegen Autos und dann zwischen der Lehrerin und dem Problemschüler.
Dass sich die Konsequenzen von Fehlentscheidungen langsam aufbauen und man diese wieder kompensieren könnte, das gibt es nicht. Und dass man sich als Zuschauer fragt, ob man eventuell gleich oder ähnlich entschieden hätte, das gibt es auch nicht.
Der Schüler ist aggressiv, haut auf Autos, die Lehrerin prügelt sich mit ihm und überwältigt ihn und sperrt ihn im Keller ein. Das ist es. Das ist die Basis dieses Films.
Mehr ist nicht. So gut wie garnix zum überlegen oder mitdenken. Also im Grunde genommen doch nur ein Psychothriller, nur ohne Thriller. Da bleibt nur noch Psycho übrig.
Die beiden entwickeln dann im Laufe der Zeit beide jeweils ein Stockholm-Syndrom, freunden sich also quasi an, aber so richtig berühren oder einen zumindest mitnehmen, tut es nicht.
Sie will ihm die Gefangenschaft erträglich machen und ihn sogar im Keller unterrichten, weil das ihr Job ist und sie spielt sogar mit ihm auf der Playstation. Das klingt irgendwie süß, aber so richtig kommt da irgendwie nix rüber.
Außer der Frage "Was zum Geier machen die Leute auf der Leinwand da?" und der Frage "Was zum Geier mache ich hier überhaupt noch im Kino bei dem Scheissfilm???" gibt es da eigentlich nichts mehr.
Und wo ist der angekündigte sog. ´schwarzer Humor´???
Ich hab nicht ein einziges mal auch ansatzweise schmunzeln müssen.
Und ich bin empfänglich für viele Arten für Humor und lache gerne. Aber hier?
Nix !!!
KEIN schwarzer Humor vorhanden, KEINE vernünftige Handlung, die den Zuschauer zu irgendetwas einladen oder ihn mitnehmen würde. Lieber kein Geld dafür ausgeben.
Das sind keine "desaströsen Fehlentscheidungen", das ist einfach nur körperliche Gewalt, sonst nix !!
Die moralische Fragen, die vermeintlich (!!!!!) dem Zuschauer gestellt würden "Hätte ich eventuell genauso gehandelt??" und natürlich "War das richtig oder falsch?", die gibt es gar nicht.
Am Anfang gibt es nur körperliche Gewalt, zuerst gegen Autos und dann zwischen der Lehrerin und dem Problemschüler.
Dass sich die Konsequenzen von Fehlentscheidungen langsam aufbauen und man diese wieder kompensieren könnte, das gibt es nicht. Und dass man sich als Zuschauer fragt, ob man eventuell gleich oder ähnlich entschieden hätte, das gibt es auch nicht.
Der Schüler ist aggressiv, haut auf Autos, die Lehrerin prügelt sich mit ihm und überwältigt ihn und sperrt ihn im Keller ein. Das ist es. Das ist die Basis dieses Films.
Mehr ist nicht. So gut wie garnix zum überlegen oder mitdenken. Also im Grunde genommen doch nur ein Psychothriller, nur ohne Thriller. Da bleibt nur noch Psycho übrig.
Die beiden entwickeln dann im Laufe der Zeit beide jeweils ein Stockholm-Syndrom, freunden sich also quasi an, aber so richtig berühren oder einen zumindest mitnehmen, tut es nicht.
Sie will ihm die Gefangenschaft erträglich machen und ihn sogar im Keller unterrichten, weil das ihr Job ist und sie spielt sogar mit ihm auf der Playstation. Das klingt irgendwie süß, aber so richtig kommt da irgendwie nix rüber.
Außer der Frage "Was zum Geier machen die Leute auf der Leinwand da?" und der Frage "Was zum Geier mache ich hier überhaupt noch im Kino bei dem Scheissfilm???" gibt es da eigentlich nichts mehr.
Und wo ist der angekündigte sog. ´schwarzer Humor´???
Ich hab nicht ein einziges mal auch ansatzweise schmunzeln müssen.
Und ich bin empfänglich für viele Arten für Humor und lache gerne. Aber hier?
Nix !!!
KEIN schwarzer Humor vorhanden, KEINE vernünftige Handlung, die den Zuschauer zu irgendetwas einladen oder ihn mitnehmen würde. Lieber kein Geld dafür ausgeben.
ERZIEHUNGSHAFT KÖNNTE AUCH EIN ADJEKTIV SEIN
Danny (Eddie Waller) terrorisiert die Grundschullehrerin Maria Spencer (Saoirse Ronan). Handgreiflichkeiten an Schülerin Pauline (Nia Brown) und weitere Übeltaten führen dazu, dass der Rabauke im heimischen Keller von Maria landet. Diese Situation wird für die zunächst erschütterte Pädagogin schnell zur Gelegenheit, worauf die Stimmung in der Schule ins Positive wechselt.
Der schwedische Regisseur Jonatan Etzler inszeniert seinen 2. Langfilm nach einem Roman von Rasmus Lindgren und dem Drehbuch der US-Autorin Jess O’Kane als rabenschwarze englische Komödie, in der das Böse entfernt wird, damit das Gute eine Chance bekommt.
In der schwierigen Situation vermittelt Satire dem Publikum den sozialkritischen Ernst: Die meisten Lernenden möchten etwas an Bildung gewinnen, doch ein viel geringerer Anteil, hier nur Danny, bringt die Lehrkräfte an den Rand des Wahnsinns. Rückhalt von der Schulleitung negativ, Vater Josh (Robert Emms) ist machtlos. Etzler wählt eine spezielle Abhilfe in einer ergreifend und stimmig aufgebauten sowie gut getakteten Geschichte, gespickt mit fieswitzigen Einzelszenen. Der interessante, ruhige Score unterstützt sowohl Spannung als auch den Humor.
Saoirse Ronan zeigt durch eine wie so oft unglaublich starke Performance die abgekämpfte, demoralisierte wie erleichterte und auflebende Maria, eingefangen in vielen, mehr als gelungenen Nahaufnahmen von Nea Asphäll. Etzler lässt nie aus den Augen, die Gefahr der Entdeckung ständig im Kopf der Lehrerin herumspuken zu lassen. Ein bisschen Stockholm-Syndrom ist dabei, doch die Selbstbestimmung ist ein tief im Menschen verankerter Wille. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Murphy’s Law greift, aber auch daraufhin gibt’s bei Etzler eine weitere, recht schräge Wendung.
Humorig illegale „Umerziehung“ trifft den Nerv der Genre-Fans:
Erst vor wenigen Monaten lief der ähnlich verortete „Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes“ von Jan Komasa („Corpus Christi“, 2019). Die bestrebte Wandlung eines gewaltbereiten 19-Jährigen zu einem anständigen Menschen wirkt bei gleichem spöttischen Ansatz beklemmender. Wer sich in dieser Richtung amüsieren möchte, sollte „Bad Apples“ mit der begeisternden Balance zwischen Thrill und Humor sowie der Strahlkraft von Saoirse Ronan auf keinen Fall verpassen.
Danny (Eddie Waller) terrorisiert die Grundschullehrerin Maria Spencer (Saoirse Ronan). Handgreiflichkeiten an Schülerin Pauline (Nia Brown) und weitere Übeltaten führen dazu, dass der Rabauke im heimischen Keller von Maria landet. Diese Situation wird für die zunächst erschütterte Pädagogin schnell zur Gelegenheit, worauf die Stimmung in der Schule ins Positive wechselt.
Der schwedische Regisseur Jonatan Etzler inszeniert seinen 2. Langfilm nach einem Roman von Rasmus Lindgren und dem Drehbuch der US-Autorin Jess O’Kane als rabenschwarze englische Komödie, in der das Böse entfernt wird, damit das Gute eine Chance bekommt.
In der schwierigen Situation vermittelt Satire dem Publikum den sozialkritischen Ernst: Die meisten Lernenden möchten etwas an Bildung gewinnen, doch ein viel geringerer Anteil, hier nur Danny, bringt die Lehrkräfte an den Rand des Wahnsinns. Rückhalt von der Schulleitung negativ, Vater Josh (Robert Emms) ist machtlos. Etzler wählt eine spezielle Abhilfe in einer ergreifend und stimmig aufgebauten sowie gut getakteten Geschichte, gespickt mit fieswitzigen Einzelszenen. Der interessante, ruhige Score unterstützt sowohl Spannung als auch den Humor.
Saoirse Ronan zeigt durch eine wie so oft unglaublich starke Performance die abgekämpfte, demoralisierte wie erleichterte und auflebende Maria, eingefangen in vielen, mehr als gelungenen Nahaufnahmen von Nea Asphäll. Etzler lässt nie aus den Augen, die Gefahr der Entdeckung ständig im Kopf der Lehrerin herumspuken zu lassen. Ein bisschen Stockholm-Syndrom ist dabei, doch die Selbstbestimmung ist ein tief im Menschen verankerter Wille. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Murphy’s Law greift, aber auch daraufhin gibt’s bei Etzler eine weitere, recht schräge Wendung.
Humorig illegale „Umerziehung“ trifft den Nerv der Genre-Fans:
Erst vor wenigen Monaten lief der ähnlich verortete „Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes“ von Jan Komasa („Corpus Christi“, 2019). Die bestrebte Wandlung eines gewaltbereiten 19-Jährigen zu einem anständigen Menschen wirkt bei gleichem spöttischen Ansatz beklemmender. Wer sich in dieser Richtung amüsieren möchte, sollte „Bad Apples“ mit der begeisternden Balance zwischen Thrill und Humor sowie der Strahlkraft von Saoirse Ronan auf keinen Fall verpassen.
Hier klingen nach der Story die Rollen klar verteilt: Eine Lehrerin entführt einen nervigen Schüler und kettet ihn in ihrem Keller an. Das könnte die Basis für einen krassen Psychothriller sein, ist aber hier die Ausgangssituation für eine echt schwarze Komödie.
Die Moral bei der Geschichte verschiebt sich nämlich dadurch, dass die Konsequenzen der Entführung eindeutig sind: Ohne diesen bösen Schüler funktioniert der Unterricht besser, alle sind zufriedener und auch die Lehrerin fühlt sich sicherer in ihrem Job.
Wenn man das genau hinterfragt, hat man eine ausgesprochen spannende Grundsituation, die gleichermaßen zum Lachen wie zum Nachdenken anregt. Der Film erweist sich letztlich als Mix zwischen Komödie und ein wenig Psychothriller, macht durchweg Spaß und gibt einem einfach etwas zu denken.
Mein Fazit: „Bitte böse“ endet nur etwas zu früh.
Die Moral bei der Geschichte verschiebt sich nämlich dadurch, dass die Konsequenzen der Entführung eindeutig sind: Ohne diesen bösen Schüler funktioniert der Unterricht besser, alle sind zufriedener und auch die Lehrerin fühlt sich sicherer in ihrem Job.
Wenn man das genau hinterfragt, hat man eine ausgesprochen spannende Grundsituation, die gleichermaßen zum Lachen wie zum Nachdenken anregt. Der Film erweist sich letztlich als Mix zwischen Komödie und ein wenig Psychothriller, macht durchweg Spaß und gibt einem einfach etwas zu denken.
Mein Fazit: „Bitte böse“ endet nur etwas zu früh.
Eine gelungene, schwarze Komödie (?) über den Umgang mit Überforderung von Lehrpersonal, Eltern und Kindern.
Die eskalierende Geschichte, deren Fortgang immer absurder wird, aber immer mit dem Anteil an Realität, den der Film braucht, um zu berühren, wird überzeugend inszeniert. Dazu eine Saoirse Ronan, die brillant alle Facetten der Junglehrerin Maria zum Ausdruck bringt.
sehr sehenswert
Die eskalierende Geschichte, deren Fortgang immer absurder wird, aber immer mit dem Anteil an Realität, den der Film braucht, um zu berühren, wird überzeugend inszeniert. Dazu eine Saoirse Ronan, die brillant alle Facetten der Junglehrerin Maria zum Ausdruck bringt.
sehr sehenswert
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