Nürnberg
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Jochen
Jochen

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3,5
Veröffentlicht am 2. Juni 2026
In vielerlei Hinsicht ist dieser Film „gewaltig“. Die historische Dimension, Russel Crowe als Hermann Göring. Gewaltig.
marcel e
marcel e

10 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 17. Mai 2026
Sollte jeder gesehen haben, damit so etwas nie wieder passiert... für mich der beste Film des Jahres. der Film setzte so viele Emotionen frei... mir fehlen die Worte. Aber es ist keine leichte Kost! Intelligente Dialoge, perfekt besetzt.
Karen Ziemann
Karen Ziemann

3 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 12. Mai 2026
Beeindruckend, wenn auch durch die Dokumentareinspielungen schwer zu ertragen. Russel Crowe spielt nicht Hermann Göring, er verkörpert ihn.
Rob T.
Rob T.

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4,0
Veröffentlicht am 11. Mai 2026
Deutschland, 1945. Die Städte liegen in Trümmern. Das Land ist von den Nazis befreit. Zumindest sind sie nicht mehr an der Macht, weg sind sie nicht. Und viele von ihnen hoffen, irgendwie wieder an die Macht zu kommen.
Aber die Alliierten planen, die Naziverbrecher vor Gericht zu stellen. Die Amerikaner, Engländer, Franzosen und Sowjets planen entsprechende Prozesse.
Dafür wird der zu diesem Zweck einberufene Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg tagen. Dort soll unter anderen Hermann Göring (Russell Crowe) angeklagt werden, außerdem viele andere Nazis.
Bevor der Prozess beginnen kann, müssen aber Strategien entworfen werden, wie man ihnen beikommen kann. Der Psychiater Douglas Kelly (Rami Malek) soll klären, ob Göring prozessfähig ist. Dazu muss er mehrfach mit ihm sprechen - und eine Beziehung aufbauen. Übernimmt er sich an dieser Aufgabe?

"Nürnberg" heißt der Film von James Vanderbilt, der auch das Drehbuch schrieb, ganz schlicht. Er zeigt sowohl die Zeit vor Prozessbeginn, die Vorbereitungen, die Gespräche, die Überlegungen. Aber auch Teile des Prozesses selbst.
Versucht wird ein Bild davon zu zeigen, wie Menschen wie Göring getickt haben. Sie werden als Dämonen dargestellt, als das Böse, das sie sicherlich auch waren. De ganze Ungeheuerlichkeit dieser Menschen blitzt dabei oft nur durch - bis es zum Prozess kommt und man durch Filmausschnitt aus KZs noch mal darauf aufmerksam gemacht wird, mit welchen Menschen und Entscheidungen wir es da tun haben.
Insofern spielt der Film auch ein wenig mit dem Zuschauer, der zwischendurch denen könnte, dass jemand wie Göring ja auch nette Seiten hat. Der Film konfrontiert uns aber auch mit grausigen, echt schlimmen Aufnahmen aus KZs.
"Nürnberg" ist an sich über weite Strecken spannend, und er hat auch eine klare Botschaft an die heutige, jüngere Generationen. Nie wieder. Seid wachsam. Nie war diese Botschaft so dringlich wie derzeit.
Karsten N.
Karsten N.

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3,5
Veröffentlicht am 8. Mai 2026
"Nürnberg" ist ein epischer intim dramatische Thriller des Regisseurs James Vanderbilt, der letztendlich jeder historischen Figur das filmische Erbe bietet, das seine Handlungen verdienen. Es ist ein solide funktionaler Film, der jener Geschichte gewidmet ist, ohne sich viel um Risiken mit seiner Perspektiven zu kümmern oder zu tief in die Details des "Prozesses des Jahrhunderts" einzutauchen. Die Verankerung im Verfahren mit beeindruckender Schwerkraft ist eine brillante Leistung von Russell Crowe als Hitlers erschreckend charismatischer Stellvertreter. Im großen Ganzen ist der Film Nürnberg ein fesselndes, zugängliches historisches Drama mit zentralen Darbietungen und einer klaren Zielstrebigkeit, die manchmal auch etwas übertrieben scheint
Karin Peschka
Karin Peschka

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 8. Mai 2026
Ich habe schon mehrere Kritiken gelesen, wobei bemängelt wurde dass der Film das Thema Nürnberg nur unvollständig und zu sehr auf eine Gruppe der Täter fokussiert ist.
Wer umfassend darüber informiert werden will muss eine Doku ansehen.
Dieser Film basiert auf das Buch "Der Nazi und der Psychiater" und hinter diesem Hintergrund hat er voll ins Schwarze getroffen, sowohl was die schauspielerischen Leistungen als auch der Film insgesamt betreffen.
Vielleicht hätte man den Titel anders wählen können.
Lemmiblog
Lemmiblog

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3,5
Veröffentlicht am 2. Mai 2026
VOR DEM GESETZ MUSS SICH JEDER VERANTWORTEN

Douglas Kelley wird nach Luxemburg gerufen, um das Nazi-Oberkommando rund um Hermann Göring psychologisch zu analysieren. Die Welt steht vor einem historischen Schritt, ein Prozess gegen die Verantwortlichen der größten Verbrechen der Menschheit und die Angst ist real, wenn Göring in Nürnberg davonkommt, wäre das ein Skandal für die Welt.

Nürnberg geht ca. 150 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. In den sind Hauptrollen Russell Crowe und Rami Malek dieses historieren Dramas. Russell Crowe ist schlicht eine Wucht. Sein Göring ist überlebensgroß, charismatisch, gefährlich und faszinierend zugleich. Jede Szene mit ihm zieht, weil er diese Mischung aus Arroganz und Intelligenz perfekt trifft. Wenn er Sätze raushaut wie „Ich bin das Buch! Sie sind lediglich eine Fußnote“, sitzt das. Die Wortduelle zwischen ihm und Malek gehören zu den stärksten Momenten. Das ist spannend, intensiv und teils sogar erschreckend unterhaltsam. Die Grundidee, die Nazis nicht einfach zu erschießen, sondern vor Gericht zu stellen, ist stark inszeniert. Dieser Gedanke von Recht, Moral und Gerechtigkeit zieht sich gut durch den Film.
Er ist aber definitiv zu lang. Nicht, weil die Dialoge langweilig wären, sondern weil sich das Drehbuch dramaturgische Hollywood Freiheiten gönnt, die unnötig sind.
Rami Maleks Figur wird massiv aufgeblasen. Er ist quasi der Schlüssel, das zentrale Element, der Göring zu Fall bringt. In der Realität ist er deutlich weniger relevant. Daher wirkt das Ganze konstruiert und nimmt die Glaubwürdigkeit.
Noch schlimmer ist, wichtige Figuren wie Colin Hanks’ Charakter werden an den Rand gedrückt, obwohl sie historisch eine größere Rolle gespielt haben.
Die Inszenierung der Gräueltaten ist stark und eindringlich, ohne es auszuschlachten.
Unterm Strich bleiben starke Darsteller, vor allem Crowe in absoluter Topform, brillante Dialoge und ein hochinteressantes Thema, aber auch unnötige Verfälschungen und ein Pacing, das sich immer wieder selbst ausbremst.

7,5/10 Punkten. „Der einzige Hinweis darauf, was ein Mensch tun kann, ist, was ein Mensch getan hat.“
Chiara Gottlieb
Chiara Gottlieb

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5,0
Veröffentlicht am 24. April 2026
Der Film Nürnberg hat mich auf eine Weise gefesselt, die ich so nicht erwartet hätte. Besonders beeindruckt hat mich die schauspielerische Leistung – die Darsteller wirken durchweg authentisch und schaffen es, die emotionale Schwere und historische Tragweite der Ereignisse glaubhaft zu transportieren.
Man spürt in vielen Szenen die Anspannung und die moralischen Konflikte, was den Film unglaublich intensiv macht.

Auch die Inszenierung ist auf einem sehr hohen Niveau.
Die Bildsprache unterstützt die bedrückende Atmosphäre und sorgt dafür, dass man regelrecht in die Handlung hineingezogen wird. Ergänzt wird das Ganze durch eine herausragende musikalische Untermalung, die gezielt eingesetzt wird und die emotionalen Momente noch verstärkt, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Was mich besonders überrascht hat, war, wie sehr mich der Film insgesamt mitgerissen hat. Trotz des historischen Themas, das oft eher distanziert wirken kann, bleibt man hier durchgehend involviert und gespannt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch die historische Genauigkeit. An einigen Stellen merkt man, dass dramaturgische Entscheidungen über eine exakte Darstellung der Geschichte gestellt wurden.
Das kann für Zuschauer, die großen Wert auf Detailtreue legen, etwas störend sein. Für mich persönlich überwiegt jedoch der Eindruck, dass es sich in erster Linie um einen Film handelt, der Emotionen und Atmosphäre vermitteln möchte – und weniger um eine dokumentarisch exakte Aufarbeitung.

Insgesamt ist Nürnberg für mich ein äußerst gelungener Film, der durch starke Darsteller, eine dichte Inszenierung und eine wirkungsvolle Musik überzeugt und noch lange nachwirkt.
White Tiger
White Tiger

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5,0
Veröffentlicht am 12. Mai 2026
Im Rahmen eines Sneak gesehen.

Filme über die Nazizeit sind ja aufgrund des Themas immer sehr aufwühlend.

Tatsächlich sind die realen Aufnahmen darin sehr schwer zu ertragen und wer auch nur einen Funken Empathie besitzt, kann sich der Tränen nicht erwehren.
Es war absolute Stille im gut besetzten Saal während dieser echten Einspieler.

Russell Crow als Göhring? Für mich hat das funktioniert.

Leider muss man die Menschen wohl immer wieder aufs Neue an diese Gräuel erinnern, insofern finde ich den Film wichtig und sehenswert.
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