WAS FÜR EINE GRÜTZE
Joe und Lara sollten sich gegenseitig umbringen. Stattdessen heiraten sie. Fünf Jahre später wird Joe von seinem ehemaligen Arbeitgeber wiedergefunden und soll beseitigt werden. Dafür schickt man den exzentrischsten Killer aus. Währenddessen versucht Lara Geiseln zu retten und eine wichtige Person vor einer Armee Söldnern zu beschützen.
Alarum geht ca. 95 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Actionstreifen mit Scott Eastwood, Sylvester Stallone, Willa Fitzgerald und Mike Colter (Luke Cage). Der Cast ist ordentlich, was die Frage aufwirft, wie man daraus einen derartigen Haufen Dinokacke produzieren konnte.
Der Film beginnt bereits so bescheuert, dass man die Stirn runzelt. Es wird geschossen, Joe wird getroffen, kämpft mit Schusswunden munter weiter, fällt anschließend gemeinsam mit Lara ausm Fenster, landet auf einem Auto und anstatt ins Krankenhaus zu fahren, gehen die lieber aus. WAS? Hier passiert permanent Zeug, das keinerlei Sinn ergibt. Ein Flugzeug stürzt ab, Feuer, Rauch und Chaos. Vor Ort findet man nur drei kleine Lagerfeuer und bissel Qualm. Joe erklärt, man solle nichts anfassen und Sekunden später stochert er selbst mitm Messer im Bauch einer Leiche. Die Figuren sind zu dem alle Übermenschen. Lara trägt eine Schnittwunde, die normalerweise dafür sorgen würde, dass man sich erstmal hinsetzt und über sein Leben nachdenkt. Stattdessen baut sie aus ca. 10 toten Söldnern nen Schutzbunker.
Die Bösewichte tauchen auf wie NPCs in einem schlechten Videospiel. Einer fällt um, zwei neue erscheinen plötzlich. Die wichtige Person wird zum Ende hin übrigens völlig vergessen.
Nur Stallone schafft es gelegentlich mit nem Spruch daran zu erinnern, dass hier eigentlich Profis vor der Kamera stehen.
Unterm Strich bleibt ein Film, der von vorne bis hinten eine Hühnerleiter ist. Unlogische Entscheidungen, Figuren ohne Menschenverstand, Gegner mit Respawn-Funktion und eine Handlung, die sich anfühlt, als findet jemand Fast & Furious 9 wäre ein zeitloser Klassiker.
2/10 Punkten. "Auf einen schönen Aufenthalt in der Hölle. Möge er so schön sein wie unser Weg dahin."