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QuintusDias1994
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3,0
Veröffentlicht am 22. Mai 2011
"Demolition Man", ein Sylvester Stallone Vehikel aus dem Jahre 1993 ist ein überdurchschnittlicher Actionfilm, der mit einer interessanten Zukunftsidee punkten kann. Sylvester Stallone spielt seinen knallharten Cop mit einer der lustigsten Onelinersammlung der 90er gewohnt routiniert, ohne seiner Figur allerdings über das normale Spektrum normaler Actionhelden hinausreichende Facetten abgewinnen zu können. Der Antagonist, Wesley Snipes hingegen überzeugt als herrlich durchgeknallter Anarchist mit absolutem Overacting. Die damals noch unbekannte Sandra Bullock, die später mit "Speed" noch einen absoluten Actionmeilenstein drehen sollte hingegen mimt Ihre Zukunftsfrau mit Angst vor Körperkontakt und ihrer (extrem amüsanten) Verdrehung von Onelinern des Actionkinos mit sichtlichem Vergnügen, weshalb es unverständlich ist warum sie für diese Rolle für die Goldene Himbeere nominiert wurde. Die extrem überdrehte Action überzeugt größtenteils durch Einfallsreichtum und gute Schnitte. Wo der Film allerdings extrem viel Potenzial verschenkt ist die Story.Hätte man das interessante Zukunftsszenario weitergedacht, mit mehr Anspruch unterfüttert und wäre das ganze mit ein wenig mehr Ernsthaftigkeit angegangen worden, hätte der Film durchaus ein ausgezeichneter Sci-fi Thriller werden können. Trotzdem ist "Demolition Man" ein launiger Actionstreifen, und definitiv eines der besseren Sylvester Stallone Vehikel.
...wenn John Spartan eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hat, nur um im Namen des Gesetzes wieder mal böse Buben aus dem Verkehr zu ziehen.
So verwundert es nicht, dass aus Gründen der Schonug des Stadtsäckels diese menschliche Abrissbirne durch eine fiese Ungerechtigkeit auf Eis gelegt wird. Wortwörtlich.
Und ähnlich wie er nach der Entfrostung einen Kulturschock nach dem anderen erlebt - von der "Schwarzenegger-Bibliothek" angefangen bis zu Werbejingles die heuer die Hitparade bestimmen - so grinst sich der genauso verblüffte Zuschauer hier von Szenario zu Szenario.
Sandra Bullock als Parnerin ist schon mal ein echter Treffer, vor allem da sie ihm gleichwertig erscheint und nicht nur als dekoratives Pflänzchen.
Und Wesley Snipes als grimmassierender Bad Guy zieht hier gewaltig overactend vom Leder.
Aber das passt ins Gesamtbild.
Hat inzwischen ein paar Jährchen auf dem Buckel, ist hier und da in den Effects etwas schlecht gealtert, verschafft aber bei einer erneuten Ausstrahlung irgendwo im Spätprogramm immer noch genügend Gute-Laune-Garantie.