The Last Showgirl
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3,5
Veröffentlicht am 20. Februar 2025
Ich kann mich der recht negativen Kritik hier auf Filmstarts nicht anschließen. Mit The Last Showgirl bekommt man genau das, was auf dem Plakat steht. Ein Drama über eine Tänzerin, die ihrer Leidenschaft alles geopfert hat und am Ende von der Branche gnadenlos fallen gelassen wird. Gerade deshalb, weil Pamela Anderson so lange schon keine seriösen Rollen mehr gespielt hat, muss man hier ihre Leistung umso mehr anerkennen, wobei man tatsächlich zugeben muss, dass Jamie Lee Curtis nochmal in einer völlig anderen Schauspielliga spielt. Ebenso mochte ich die Idee, die drei Tanzkolleginnen als so etwas wie die drei Weihnachtsgeister von Charles Dickens darzustellen, um genau die Phasen der Karriere einer Showtänzerin einzufangen.

Mir hat der Film gefallen. Keine Offenbarung, aber auch nichts, wo man hinterher bereut, Geld für das Ticket ausgegeben zu haben
Michael K.
Michael K.

60 Follower 295 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 7. April 2025
Obwohl "The Last Showgirl" viel ruhiger und unspektakulärer ist als ich erwartet hatte, hat mich dieser Flim beeindruckt. Es handelt sich hier um ein ruhiges Drama um Alter, die damit verbundenen Konflikte und um mehr oder weniger wirksame Strategien, damit umzugehen. Die Handlung ist (dennoch) spannend. Pamela Anderson liefert hier meines Erachtens eine beeindruckende Charakterdarstellung, das hat mich schon überrascht. Aber auch die anderen Figuren sind überzeugend. Ein Kunstfilm, der nicht wie ein solcher vermarktet wird und mehr Zuschauer verdient hätte.
White Tiger
White Tiger

1 Follower 48 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. März 2025
Ich gönne es Pamela Anderson, dass sie mal eine richtig starke Rolle spielen darf. Sie macht das großartig. Der Film ist kein Hochglanz-Las-Vegas-Movie, sondern ein Film der eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte über das harte Leben in Amerika, das keinerlei soziales Netz bietet.
Gute Charaktere - der Knaller ist allerdings Jamie Lee Curtis, die sich in unfassbarer schonungsloser Hässlichkeit zeigt.
Kein Film für ein Avenger-Publikum, aber für Leute die im Kino auf gute Stories stehen.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 357 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 20. März 2026
Emotionales und feministisches Drama über den Tod des Tanzes!

Pamela Anderson hatte eine große und doch unrühmliche Karriere in den 90er: Durch „Baywatch“ und Filme wie „Barb Wire“ wurde sie zum Sex-Symbol, was vor allem durch das gestohlene Sex-Video mit ihr Tommy Lee unterstützt wurde. Anderson versank nach den 90er mehr und mehr in der Versenkung, doch 2024 erschien „The Last Showgirl“ von Regisseurin Gia Coppola (Nichte von Francis Ford Coppola). Der Film erzählt die Geschichte einer älteren Tänzerin, deren Show zu Ende geht und sie deshalb in einer Krise versinkt. Wie schon bei „Birdman“ und Michael Keaton, der dort die Hauptrolle übernahm, ist auch Pamela Anderson hier mehr als nur eine Darstellerin für die Rolle: Sie behandelt mit der Figur einen großen und privaten Teil ihres eigenen Lebens. „The Last Showgirl“ sollte Andersons Comeback auf die Leinwand einleiten… und das ist dem Film auch in meinen Augen gelungen.

Shelley Gardner ist Tänzerin, ein Showgirl. Ihre Show „The Razzle Dazzle“ läuft seit Jahrzehnten, doch das freizügige und anspruchslose Event wird bald in Rente gehen, denn die Produktion wird abgesetzt. Die Tänzerinnen müssen nach einem neuen Job suchen. Shelley jedoch, die seit Jahrzehnten ein und dieselbe Show macht, kann nicht akzeptieren, dass dies das Ende sein soll…

„The Last Showgirl“ ist ein wunderbares und sehr intimes, stilles Drama. Die Idee einer in die Jahre gekommenen Künstlerin, die mit ihrer Zukunft hadert, ist nichts Neues. Erst vor Kurzem wurde diese Thematik grotesk und brachial in „The Substance“ behandelt. „The Last Showgirl“ jedoch ist deutlich sensibler und respektvoller. Wir sehen das Ganze aus der Perspektive der Frauen, um die es geht, besonders Shelleys Sicht wird natürlich gezeigt. Wir sehen verschiedene Perspektiven der Showgirls und wie sie zu ihrem Beruf stehen: Manche tanzen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, andere füllen ihr ganzes Leben mit der Kunst. Und obwohl die Story sehr simpel daher kommt, gibt sie doch tiefe Einblicke in die Schattenseiten dieser erbarmungslosen Branche, denn besonders Frauen müssen mit viel Sexismus und Absagen leben. Und „The Last Showgirl“ zeigt diese Welt sehr ehrlich und aufrichtig.

Der Film verliert sich hier und da in ein paar Klischees, was mich aber nie zu sehr gestört hat. Mein größtes Problem ist aber, dass der Film tatsächlich zu kurz ist. In der heutigen Zeit sind die meisten Filme eher zu lang, aber mit gerade mal 89 Minuten, ist „The Last Showgirl“ sehr schnell rum. Und ich bin ein großer Fan davon, dass gewisse Ereignisse und Figuren nicht zu sehr erklärt werden, aber hier waren mir manche Elemente dann doch zu kurz angerissen. Einige der Kolleginnen von Shelley scheinen sehr spannende Figuren zu sein, aber der Film zeigt uns diese nie wirklich. Wir kriegen sehr kleine Einblicke in diese anderen Leben, aber irgendwie ist es zu wenig. Selbst Shelleys Story wird etwas zu spärlich behandelt, ich hätte hier gern noch mehr gesehen. So wirkt der Film am Ende dann doch etwas unfertig…

Der Cast ist sehr toll und beeindruckend: Jamie Lee Curtis, Dave Bautista und Kiernan Shipka sind allesamt toll. Pamela Anderson selbst ist ebenso stark und überzeugt mit einer wirklich emotionalen Performance. Sie gibt ihrer Figur eine sympathische Naivität und Verletzlichkeit, die den Film trägt.

Optisch ist das Ganze sehr einfach gefilmt mit viel Shakey Cam. Dafür wurde der Film aber auf 16mm gedreht und hat dadurch einen rohen und klassischen Filmlook, der mir sehr gefällt. Ich mag auch die Entscheidung die eigentliche Show bis zum Ende nie wirklich zu zeigen.

Fazit: „The Last Showgirl“ ist ein sehr schönes und ruhiges Werk über das Tanzen und was es für Frauen in dem Beruf bedeutet ihn auszuüben. Getragen wird das Ganze von einer tollen Performance von Pamela Anderson, die hier sicherlich viel von ihrem eigenen Leben in die Rolle mit einbrachte. Leider ist der Film in meinen Augen zu kurz und wirkt dadurch etwas unfertig, was aber nicht heißt, dass „The Last Showgirl“ nicht sehenswert ist, ganz im Gegenteil!
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