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Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"xXx - Triple X" ist ein in James-Bond-Manier angelegter Action-Kracher geworden, der teilweise gut zu unterhalten weiß. Die Story selbst ist dagegen nicht sonderlich der Rede wert, sie ist eher Mittel zum Zweck und hat man schon des Öfteren zuvor gesehen. Dafür kracht es bei "xXx - Triple X" an allen Ecken und Ende, alle Actionfans kommen hier voll auf ihre Kosten, coole Sprüche und schöne Frauen inklusive! Am Ende kann Hauptdarsteller Vin Diesel erwartungsgemäß die Welt retten, also auch hier nichts Überraschendes. Schauspielerisch ist der Film auf mäßigem Niveau, viel abverlangt wird den Darstellern hier nicht gerade, die meiste Arbeit liegt ganz klar bei den Stuntmännern. Dennoch liefert Vin Diesel mit seiner allgegenwärtigen Präsenz eine souveräne Figur ab.
Alles in allem ist "xXx - Triple X" actiongeladene, sinnfreie, aber teilweise recht amüsante Unterhaltung, die vor allem für Actionfans ohne weiteres zu empfehlen ist. Wer dagegen mehr Wert auf Realismus und eine ausgereifte Geschichte legt, dürfte hier dagegen leider nicht auf seine Kosten kommen.
...but don`t take style over substance. Nachdem die Karrieren von Rob Cohen und Vin Diesel mit "Fast & the Furious" in den Overdrivemodus gingen, was lag näher, als beide nocheinmal zusammenzupacken? Gesagt - getan:
und was hatte man sich als heheres Ziel gegeben? DEN Agenten für das neue Millennium zu kreieren! Da geht man zu Beginn des Streifens rotzfrech hin und killt während eines Rammsteinkonzerts die Überagentenfigur der letzten vier Jahrzehnte - nur um sie dann durch einen Überposer mit einem Schuß Streetsmartneß und Muckis mit coolen Tatoos ersetzten zun lassen. In irgendwelchen Rezensionen las ich dereinst, daß dies hier ironischer als Bond sein sollte. Also entweder wurden die Kritiker seinerzeit besoffen gemacht oder es gab einen anderen Film zu sehen. Für mich hingegen gabs folgendes: eine Aneinanderreihung von derzeit angesagten Adrenalinsportarten, die man anhand einer Checkliste nach Sichtung auf "Youtube" zusammenstellte und mit angesagter Mucke von vorn bis hinten abschmeckte. Als zwei Stunden langes Video - getragen von "Stars und Sternchen" die man wohl gleich lastwagenweise aus den angesagtesten Szeneclubs ans Set karrte - mag das hier gerade noch so funktionieren, als Film, der eine rudimentäre Geschichte erzählen soll, versagt er völlig. Da hat ja selbst "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" noch mehr an Charakterentwicklung zu bieten! Und Vin Diesel im Flokatimantel straight aus den Siebzigern surfend auf einem Silbertablett wirkt einfach genauso albern, wie Brosnans letzter Einsatz als Doppelnull-Agent wellenreitend auf schlecht animiertem Wasser. Als Zeitgeist-Momentaufnahme besitzt dieses mit Testosteron bis zum Anschlag gefüllte Teil immerhin einen gewissen trashigen Charme - ähnlich wie die in den sechziger und siebziger Jahren unzähligen Bond-Kopien - als Auftakt einer Serie, versagt er indes völlig; nicht zuletzt, weil die vollkommen überflüssige Fortsetzung die Austauschbarkeit der Hauptfigur erst richtig auf den Punkt brachte!
Dann doch lieber nochmal "Teen Agent - Der Spion, der aus der Highschool kam", der die Bondklischees denn besser in den Griff bekam (und 1991 tatsächlich mit einer unfassbaren FSK "Ab 16 Jahren" gesegnet war)