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Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Februar 2012
Zach Braffs wunderschöne Jugendstudie zählt zu den Vorbildern eines guten Regiedebuts.Stilsicher und hochgeradig besetzt überzeugt e auf ganzer Linie. Fantastisch !
Ein Film, der zweifelsohne unterhält und wohl auch als sehenswert eingestuft werden kann. Viel mehr leistet er dann allerdings auch nicht. Nach der relativ strukturierten Vorstellung der Charaktere mislingt es Zach Braff, jegliche Überaschung und unerwartete Wendungen in seinen Film einfliesen zu lassen, so dass der weitere Verlauf der Handlung ziemlich vorhersehbar ist. Alles in allem wird der Film seinem eigenen Anspruch nicht gerecht, sehr emotionsgeladen auf den Zuschauer zu wirken, denn häufig wirkt alles ein bisschen überdramatisiert und auch die Dialoge dem Handlungsverlauf nicht angemessen. Trotzdem kann man Zach Braff nicht absprechen, dass die Charaktere, wenn auch nicht übermäßig komplex, sehr sympatisch kreiert sind.
Zack Braff ist ein Schauspieler, ein sehr guter und witzieger, das ist jedem klar der schon einmal Scrubs geschaut hat. Doch was für Talente in ihm schlummern hätte wohl keiner gedacht. In seinem ersten grossen Filmprojekt schreibt er nicht nur das Drehbuch, er führt auch Regie und übernimmt die Hauptrolle. Am Anfang des Films ist die Geschichte noch nicht klar. Sie baut sich mit der Zeit auf und man ist vor dem Fernseher gefesselt, weil sie so schön, witig, traurig und interessant ist. Der ganze Effekt des Films wird dadurch noch verstärkt, dass es wirklich keiner erwartet hat was Braff da auf die Leinwand zaubert. Neben einer schönen Story braucht ein Film auch noch klasse Schauspieler. Mit Natalie Portman und Peter Sarsgaard sind hier neben Braff grandiose Schauspieler am Werk. Dieser Film ist ein Kunstwerk, das man gesehen haben muss!
Ein sehr gutes Beispiel, dass es für einen wirklich guten Film keine riesen Explosionen geschweige denn durch die Luft fliegende Autos braucht. Sehr gute Charaktere , vor allem jene , die von Zach Braff und Natalie Portman gespielt wurden ( aber auch Peter Sarsgaard weiß zu überzeugen), in welche man sich sehr gut hineinversetzen kann. Die Geschichte von einem abgestupften Mensch, die den Zuschauer einfach nur durch Charme berührt....
Zach Braff? Der aus "Scrubs", oder? Nein, Zach Braff, der Schöpfer eines der schönsten Filme, die ich persönlich sehen durfte. Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller... ganz schön viel für seinen ersten Film, mag man meinen, bevor man sich 100 wundervolle Minuten eines Besseren belehren lassen kann. Eine schöne, verrückte, traurige, unmöglich und gleichzeitig unglaublich lebensnahe Story, von heruasragenden Schauspielern vorgeführt (oja, Herr Braff kann schauspielern), untermalt von einem perfekten Soundtrack von Frou Frou bis The Shins. Die schönsten Geschichten schreibt das Leben... und Zach Braff!!
Hier zeigt Zach Braff das man ihn nicht nur auf die (geniale) Serie Scrubs reduzieren sollte. Als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller zeigt er hier in allen drei Sparten das er es einfach drauf hat. Wunderbar ruhiger und melancholischer Film der sich mit skurillem Humor auszeichnet, aber man ihn dennoch als eine Art 'Feel Good Movie' sehen kann. Natalie Portman zeigt hier auch das sie mehr kann als mit einem Mann Kinder zu haben der den ganzen Tag mit einer schwarzen Asthmamaske herumläuft. Schön fand ich das die Dialoge oder bzw. der ganze Film schön abseits des Mainstreams ist, das wirkt wunderbar erfrischend. Der Soundtrack ist natürlich süperb, hier zeigt Zach Braff das er ein klasse Händchen für Indiesongs hat. Abzüge in der B-Note gibt allein das Ende, dass mir dann doch ein wenig zuviel der „es wird ja doch alle gut“ Mentalität hat. Meine Wenigkeit ist sehr gespannt was von diesem jungen Herrn noch so kommen wird, der hier vor allem für sein Alter ein extrem reifes Werk ablegt.
Scrubs-Darsteller Zach Braff zeigt mit Garden State, dass er nicht immer voll aufdrehen muss, um sein Publikum mitzureißen. So overacted wie sein Schauspiel in der beliebten Sitcom ist, so subtil reißt er hier die Szenerie an sich. Ohne große Gesten macht er das Coming-Of-Age-Drama komplex, nachvollziehbar und kreiert im Übrigen als Regisseur und Drehbuchautor athmosphärische Szenen, in denen die authentisch gezeichneten, mit Macken behafteteten, aber irgendwie auch liebenswürdigen Figuren ihre Ängste und Hoffnungen bereden. Zach Braff spricht dabei die Dinge nie ganz aus, sondern überlässt es der Chemie zwischen den Figuren und der Athmosphäre, die Protagonisten zu erklären und die Geschichte voranzutreiben. Auch wenn er sich manchmal in skurillen Belanglosigkeiten verliert, ist sein ''Garden State'' ein außergewöhnlicher Erstlingsfilm. Kein großer Blockbuster oder Popcorn-Entertainment. Sondern eine kleine Perle, die von lebensnahen Figuren erzählt und den Zuschauer mit ihnen auf eine melancholische Reise schickt. Ein beachtenswert gutes Drama! All jene, die die traurigen Momente bei Scrubs mögen, werden auch an diesem Film ihren Gefallen finden. Ein besonderes Lob verdient der hervorragende Soundtrack, der komplett aus Liedern besteht, die in der Grandiosität ihrer Einsatzes an das Feingefühl von Tarantino erinnern. Nur eben, dass Braff seinen Film nicht mit abgefuckten Trash-Songs zupflastert. Er perfektioniert die an sich schon sehr melancholischen und berührenden Szenen mit einer beeindruckend stimmigen Mischung aus traurigen, sentimentalen, lebensbejahenden und friedlichen Melodien...
Ganz zu Beginn des Films: ein Mann sitzt in einem Flugzeug, dass gleich abstürzen wird. Fremde Melodien umsäuseln den Zuschauer. In Zeitlupe schließt und öffnet Andrew seine Augen. Nichts kann diesen Mann in irgendeiner Weise berühren. Sein Leben ist ein Koma... Im Film nun durchlebt er eine Zeit der Veränderung. Er ist gezwungen, in seine Vergangenheit zurückzukehren, mit seinem Vater zu reden. Über Schuld und Vergebung und den Tod seiner Mutter. Und schließlich lernt er noch Sam kennen, in die er sich verliebt. Damit treffen sich in Garden State die Wunden der Vergangenheit, die verlorene Zeit der Gegenwart und die Resignation vor der Zukunft. Und Andrew ist mitten drin... Am Ende - er hat sich in Sam verliebt und verlässt sie nun wieder, um nach Hause zu fliegen - kauert seine Liebe einsam am Flughafen. Andrew sitzt im Flugzeug. Er öffnet sie und mit jeder Sekunde zieht man seine Entschlossenheit. Die Entschlossenheit, nicht erstmal nachzudenken, die Dinge zu ordnen und dafür die Gegenwart zu opfern. Andrew wird nicht fliegen. Er wird bei Sam bleiben und mit ihr sein. Denn es gibt nichts für ihn, außer mit ihr zusammenzusein. Am Ende fragt er: ''So what do we do? What do we do?''. Und sie umarmen sich. Die Kamera entfernt sich von ihnen und blendet ab. Was ihnen bleibt, ist die gemeinsame Liebe und der Willen, gemeinsam die Vergangenheit, die Gegenwart und Zukunft zu ordnen und zusammen zu leben... Zach ''J.D.'' Braff ist damit ein wunderbarer und sehr berüherender Film gelungen. Die szenische Ausarbeitung ist genau abgestimmt und mit Braffs ebenso zurückhaltender wie genialer Performance und Regie wird Garden State zu einem Vergnügen sondergleichen. Szenen wie jene am Lagerfeuer, im einsamen Tal oder am Flughafen werden noch lange in Erinnerung bleiben. Und: unbedingt auf Englisch schauen. Keine Synchro kann den Stimmen von Portman und Braff hier gerecht werden. Der Originalton ist sensibler, ruhiger und drückt die Emotionen differenzierter aus.
Das Making Of versetzt nicht weniger ins Staunen, als der Film selbst - und das ist nicht als Kritik gemeint: Zu sehen, wie Rundum-Talent Zach Braff diesen Film mit Herzblut inszeniert, vor und hinter der Kamera den Überblick behält und quasi im Alleingang eine der schönsten Komödien überhaupt als Debüt liefert ist mehr als beeindruckend. Der originelle Humor, die verschrobenen Charaktere (großartig: Natalie Portman!) und ein stets stimmiger Soundtrack machen diesen Film zu dem was er ist: Leises, mit tollen Ideen gespicktes, absolut unterhaltsames Independentkino - und definitiv kein Mainstream.
Sehenswert für alle, die sich davon überzeugen möchten, dass Zach Braff auch als Autor, Regisseur und Darsteller einer Rolle, die mit John Doran herzlich wenig gemeinsam hat, nach wie vor brilliant ist!