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Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
Ich habe mir Silent Hill gestern wieder mal angeschaut... Ich war damals bereits im Kino und er steht in meiner DVD Sammlung, da er für mich die bisher beste Videospielverfilmung darstellt!
Sicherlich, ist es nicht schwer - da 99% der Verfilmungen einfach nur mies sind, aber ich finde Silent Hill ist wirklich gut gelungen. Ich war positiv überrascht! Hervorragende Adaption des Kult Spiels!
Inhaltlich und Optisch wurde sehr viel vom Spiel übernommen und wiedergegeben. Die Original Musik von Akira Yamaoka ist ebenfalls erhalten, was mir teilweise (positive) Gänsehaut beschert hat.
Man hat sofort das Gefühl nur mit den Spiele-Hintergrundwissen den Film zu verstehen, was die Fan Gemeinde etwas unter sich lässt ;)
Als Horrorfilm kann ich den Film nicht wirklich beschreiben, es ist "einfach" eine Spielverfilmung - und das ist auch gut so.
Meiner Meinung nach, hätte der Film allerdings blutiger sein können - die Spiele sind schließlich auch nicht ohne.
Für Zuschauer, die die Spiele nicht gespielt haben, kann man den Film nur bedingt empfehlen!
Ich habe noch nicht viele Horrorfilme gesehen, aber Silent Hill war eindeutig der beste.
Um ihn zu verstehen, muss man sich klar machen, dass er auf einem Computerspiel beruht, was sich beim genaueren Analysieren des Films sehr deutlich zeigt. So muss die Hauptperson Labyrinthe durchqueren, die, im Gegensatz zum Spiel, keinen tagelangen Frust verursachen und in wenigen Minuten abgehandelt sind. Aber man kann ja auch kein 20-Stunden-Game in einen Film packen. Auch die Kreaturen sind selbstverständlich dem Spiel nachempfunden und das ist sehr gut gelungen. Die Atmosphäre ist im Spiel tausendmal höher, aber das ist ja auch ein Grund für die USK. Der Film ist ab sechzehn, das Spiel ohne Jugendfreigabe. Trotzdem baut sich die Spannung schnell auf und abgesehen von einigen Hängern, wird diese auch beibehalten.
Was mich am meisten überzeugt hat waren die Effekte, zum einen die Darstellung der Todesszenen, zum anderen die der Monster. Ganz besonders faszinierend war der Teufel, der im Spiel meiner Meinung nach der stärkste Gegner ist (Er hats mir schon immer angetan, mit dem dreieckigen, riesigen Stahlhelm...Die Fantasie der Macher ist unglaublich!).
Wie schon einer meiner Vorredner sagte, ist dies die beste Computerspielverfilmung aller Zeiten. Sie übertrifft z.B. Tomb Raider oder Resident Evil um Längen.
Auch die Schauspieler waren grandios. Man hatte die Rolle vor sich und nicht den Schauspieler. So soll es sein!
Jetzt etwas, das wahrscheinlich nur mich und einen kleinen Teil der Menschheit betrifft: Das Finale. Mein aller-aller-allerliebstes Stilmittel:
Der Stacheldraht.
Ich weiß nicht, wie andere darüber denken, aber auf "philosophisch-poetischer" Ebene hat er für mich in Filmen und Comics eine tiefere Bedeutung, abhängig von der Story. Darauf will ich jetzt aber nicht tiefer eingehen, werden sowieso die meisten nicht verstehen.
Endlich mal wieder eine gelungene Spieleverfilmung! Jedenfalls ist bei mir dieser Eindruck hängen geblieben, obwohl ich die Reihe Silent Hill nie gespielt habe...
Festzuhalten ist aber trotzdem,dass der Film in allen Aspekten sehr glaubwürdig rüberkommt:
Schauspieler -> Verhaltensweise und Leistung sind überzeugend.
Ton -> Am Anfang doch eher gewöhnungsbedürftig und durch seine Eigenart herausstechend, unterstreicht er geradezu perfekt die Atmosphäre.
Atmosphäre -> Wo wir gerade bei dem Aspekt sind: Grandios! Ohne übertreiben oder hochloben zu wollen, hat mich ein Film selten so mit sich gezogen wie Silent Hill.
Kameraführung -> Als Unterstützung der Stimmung des Films dementsprechen auch toll. Ich habe selten solche Winkelaufnahmen wie im Keller am Anfang des Streifens gesehen. Unpassend vielleicht bei anderen Filmen, aber es harmonisiert mit den anderen Techniken.
Einige fragen sich vielleicht noch, warum nach dem ganzen Lob keine 10-Punkte-Bewertung folgt. Das liegt an drei mehr oder weniger großen Kritikpunkten:
- Als Zuschauer fühlte ich mich etwas in die Handlung hineingeschubst. Es wäre schön gewesen, am Anfang etwas mehr über die Familie zu erfahren. Trotzdem ist der Beginn des Film mit der Suche nach Sharon sehr spannend.
- Die verkohlten Gestalten in Silent Hill sehen in einigen Szenen viel zu sehr nach Animation aus. An anderen Stellen wiederrum sehr stimmig. Schade, dass dieses Niveau nicht den ganzen Film über gehalten werden konnte
- Das Ende - mehr will ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Insgesamt ist Silent Hill ein sehr spezieller Film und ich mag nicht so recht eine Empfehlung für einzelne Gruppen aussprechen.
"Silent Hill" ist selbst für eine Videospiel-Umsetzung gewiss nur ein mittelmäßiger Horrorfilm. Teils wird hier schon gruselige Kost geboten, teils zieht sich die Handlung jedoch. Andererseits haben manche Szenen gar das Prädikat "nervenaufreibend" verdient. So oder so, das wirklich Erstaunliche an diesem Film ist im Werk selbst gar nicht angelegt.
Das wahrlich kuriose an dem Streifen ist seine Alterseinordnung. Für einen "Ab 16"-Schocker ist "Silent Hill" gegen Ende hin nämlich unglaublich brutal! Ein Frauengesicht, welches über einem Fegefeuer in Nahaufnahme durch die Hitze zerfressen wird, Stacheldrahtketten, die durch die Luft wirbeln und Menschen am laufenden Band zerfetzten... Nach endloser medialer Verwurstelung des Themas "Killerspiele machen unsere Kinder zu Massenmördern" ist eine derart bedingungslos blutige Videogame-Umsetzung schon sehr erstaunlich und schon von daher für alle Fans von derartigen Spielen sehenswert. An "Silent Hill" wird einem klar, wie sehr hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Wer allerdings zu derartiger Unterhaltung keinerlei Affinität besitzt, wird von diesem leider nur durchschnittlichen Horror-Thriller auch allenfalls durchschnittlich unterhalten. Ich habe die Games sogar selbst nie gespielt und merke dem Film dennoch die bewusst stilistisch an die Spiele angelehnten Elemente an. Im Spagat zwischen Adaption und Eigenständigkeit scheint sich mir "Silent Hill" aber dennoch gut zu bewähren.
Da es in diesem Genre viel grottenschlechte Kost gibt, ist für Fans der Mischung Grusel und Gore dieser Film trotz der "Ab 16"-Einordnung eindeutig einen Blick wert.
So, habe mir heute mal wieder den Film angeguckt :)
Mal zu allererst, wer das Spiel nciht kennt, sollte bloß nicht anfangen von wegen Logikfehler blabla, den das gibt es in dem Film nicht und das wäre jedem auch klar, wenn er die Spiele kennen würde (oder zumindest Hintergrundwissen)!
Der Film gehört wohl zu den besten Spieleverfilmungen die es derzeit gibt, das liegt auch daran, das die Charaktere, Kreaturen und das Setting sehr Spielgetreu sind (Teil 1+2). Natürlich konnte man das Spiel nicht zu 100% verfilmen, aber sowas ist ja gernerell unmöglich.
Wer sich auf einen surrealen Albtraum einlassen möchte, dem ist dieser Film sehr ans Herz gelegt, ebenso allen Spielefans
Mal so nebenbei, der Film ist definitiv FSK 18!
ACHTUNG SPOILER: für die, die das Ende nicht kapieren!
Rose hat Sharon zwar vom Dämon zurückbekommen, beide müssen aber in dessen Parallelwelt bleiben.
Ich habe Silent Hill gesehen und bereue es nicht. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass ich von dem Film begeistert wäre. Auf der einen Seite ist die Inszenierung absolut überzeugend, doch auf der anderen Seite fehlt dem Film die nötige Spannung. Obwohl die Atmosphäre makellos ist und die Spezialeffekte ihresgleichen suchen, hat man nie das Gefühl, einen hochkarätigen Horrofilm zu sehen. Dafür ist die Geschichte viel zu absurd und die Schauspieler zu mittelmäßig. Außerdem finde ich, dass man sich in einigen Szenen, insbesondere zum Schluss, durchaus mit der Brutalität hätte zurückhalten können.
Insgesamt ist Silent Hill kein schlechter Film, aber auch kein guter^^