Nach ihrem unsanften Ableben im TV, als die Serie noch während der laufenden Staffel unsanft gekippt wurde, nun die finale Auflösung auf der Leinwand. Innerhalb von drei Wochen viermal gesehen - und immer noch baff gewesen: ENDLICH ein SF-Abenteuer, daß die Qualität des (für meinereiner) unübertroffenen EMPIRE STRIKES BACK erreicht. Ein mürrisch verwegener Anführer (der Han Solos verschollener Bruder sein könnte) und seine abgrundtief loyale Crew. Und keine Laserpistolen weit und breit. Nathan Fillion gibt hier das charmante Raubein von Captain, gewürzt mit einer Spur Ruppigkeit, die es auch nicht jedem leicht macht, diese Figur ins Herz zu schließen. Von Adam Baldwin als schießwütigem Söldner mit kurzer Geduldszündschnur und dem Ehepaar Zoe (Gina Torres als kriegerische Amazone) und Wash (Alan Tudyk als waghalsiger Pilot mit Hang zu Hawaiihemden und Dinofigürchen) darf auch die Rede sein. Und das Küken der Truppe: Summer Glau als River Tam; eine zutiefst traumatiserte junge Frau mit Kräften, die sie zur unbesiegbaren Ein-Frau-Armee mutieren lassen, wenn man den entsprechenden "Knopf" drückt. Angereichert mit erstklasigen Spezialeffekten und einer Story, die so gradlinig wie gleichzeitig komplex UND böse ist, wie selten etwas im Mainstreamkino der SF in den letzten Jahren zu sehen war. Schöpfer Joss Wheadon hat nach seinen Langläufern BUFFY und ANGEL auf sein Oevre noch eins draufgelegt. Und natürlich wird die Opferung einer liebgewonnenen Figur hier auch wieder - wie schon in den beiden angesprochenen Whedon-Serien - für Entsetzen sorgen: der Tod kommt halt hart, direkt und unvorhergesehen. Eine feine kleine Entdeckung - mit der Crew der SERENITY zu den Sternen und nie wieder zurück!