Neueste Kritiken: Harry Potter und der Orden des Phönix - Seite 4
Harry Potter und der Orden des Phönix
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Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Leider schlecht.
sehr enttäuscht verließ ich gestern Abend den Kinosaal- leider. Der Film war schlecht. Excellente Bild, tolle Musik und Darsteller, die ihr Handwerk beherrschen, konnten meine Enttäuschung nicht mildern. Dies reicht um den Flair der Story zu - sagen wir mal - viesualiesieren.Aber wofür lieben wir Ms. Rowling denn so sehr. Es ist die komplexe Handlung, die Phantasiewelt in der wir uns verlieren und über die wir diskutieren und spekulieren können. Hier lässt der Film wenig zu träumen übrig. Es handelt sich um eine neinanderreihung toller Szenen, sozusagen einen zweistündigen Trailer. Aber ein schlüssiger Handlungsverlauf, wie in der literarischen Vorlage ist, wie bereits in seinen Vorgängern, kaum vorhanden. Gekürzt werden muss immer. Aber muss man gleichzeitig alles verdrehen? Handlung, Problematiken, Charaktere! Die Darstellung der Beziehung Cho´s und Harry´s haben nichts mehr mit der eigentlichen Entwicklung der Charaktere zu tun. Die Vorlage stellt Cho als ein, auf Grund tragischer Erfahrungen emozional gestörtes und überfordertes pubertäres Mädchen dar. Der Film hingegen zeigt uns eine blöde Petzte (was zur Trennung führt) was sich später in ein durch Veritaserum vergewaltigtes Opfer wandelt. Dabei ist der Orden des Phönix nunmal größtenteil eine Charakterstudie, was die dicke des Buches ja beweist.
Die Darsteller sind toll. Bemerkenswert ist, dass es den Neuen gelingt sich nahtlos einzureihen (Luna und Umbridge). Wobei man zugestehen muss, dass sie auch entsprechend viel Platz eingeräum bekommen - und dies auf Kosten der Altbekannten. So nimmt einer meiner Lieblinge Professor McGonnagel einen Platz in der letzten Reihe ein und darf
ihren neuen Hut gerade zweimal durchs Bild tragen - immerhin. Snape hat ein paar Plichtszenen. In diesen beherrscht er zwar den ganzen Kinosaal, doch Jonny Depp hätte den "Fluch der Karibik" auch nicht in einer Szene zu einem Dreiteiler gekrönt.
Zuletzt spielt die Propheziehung eigenltich gar keine Rolle. Die Neville-Frage stellt sich mal von vornherein gar nicht und es fällt schwer den Streifen in die Gesamtgeschicht einzuordnen.
Ich denke bei dieser Produktion sind beide Seiten der Zuschauer die gelackmeierten. Hat man die Bücher gelesen, fühlt man sich nicht schlüssig unterhalten.Hat man sie nicht gelesen, gibts keine Chance dem Film zu folgen.
Was man den Machern zu Gute halten kann, ist dass sie (im Gegensatz zu „Der Herr der Ringe") das Ende nicht kannten. Dass sich das bemerkbar macht, ist allerdings mangelhaft. Womöglich hätte man einfach warten sollen.