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    Eine der besten Actionszenen aus "Star Wars" entstand nur aus purer Faulheit!
    Tobias Mayer
    Tobias Mayer
    -Redakteur
    Tobias liebt „Star Wars 8“ – und noch sehr, sehr viele andere Filme. Kino ist dabei immer eine gute Idee (zu jeder Jahreszeit).

    Der Angriff auf den Todesstern zählt zu den ikonischsten und beeindruckendsten Szenen des ersten "Star Wars"-Films. Doch die Szene würde völlig anders aussehen, hätte sich der Set-Designer nicht eine Woche Arbeit sparen wollen...

    George Lucas zählt dank „Star Wars“ zu den größten Kinovisionären überhaupt. Aber wer deshalb glaubt, dass der heutige Multimilliardär sich damals mit einem genial durchdachten Masterplan an den ersten Teil der Weltraumsaga herangemacht hat, ist trotzdem völlig schief gewickelt...

    Stattdessen steckt die Entstehungsgeschichte von „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ voller Zufälle, Improvisationen und Pannen! Aber zumindest eine solche Panne hatte auch etwas Gutes: Ohne sie würde der ikonische Angriff auf den Todesstern, den schließlich Luke Skywalker (Mark Hamill) mit einem machtgeleiteten Präzisionsschuss auf den wunden Punkt der Kampfstation zum Erfolg führt, nämlich ganz anders aussehen!

    Set-Designer wollte nur weniger arbeiten...

    Wer hätte gedacht, dass es die Szene in dieser Form überhaupt nur gibt, weil sich Konzeptdesigner und Modellbauer Colin Cantwell unbedingt eine Woche Arbeit sparen wollte? Cantwell hatte sich mit seiner Arbeit an Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ für den Job qualifiziert und bereits die Originalskizzen für so ikonische „Star Wars“-Raumschiffe wie die X-Flügler, die Sternzerstörer, die TIE-Jäger und den imperialen Todesstern entworfen.

    Vor dem Schuss mit dem Protonentorpedo fliegen Luke und seine Kameraden durch einen Graben im Todesstern bis zu ihrem Ziel – so eine Actionszene hatte es bis dahin noch nicht gegeben: Der Flug durch die enge Schlucht zählt fraglos zu den spannendsten und technisch beeindruckendsten Momenten des gesamten Films! Aber wie Cantwell im Rahmen einer Fragerunde auf Reddit ausführte, sollte der Todesstern zunächst gar keinen Graben haben, durch den die Rebellenpiloten hätten hindurchjagen können!

    „George gab mir den Auftrag, einen Todesstern zu designen. Dabei hatte ich ursprünglich gar nicht geplant, dass der Todesstern einen Graben haben sollte“, erklärte Cantwell. „Aber als ich mit der Modellform arbeitete, bemerkte ich, dass die beiden Hälften genau an den Stellen zusammengeschrumpft waren, an denen sie am Ende zusammengefügt werden sollten. Es hätte eine Woche Arbeit gekostet, die Furche aufzufüllen. Um mir die Arbeit zu sparen, bin ich also zu George gegangen und habe ihm vorgeschlagen, dass der Todesstern einen Graben haben sollte. Er mochte die Idee so sehr, dass sie zu einem der ikonischsten Momente des Films führte.“

    Hardcore-Fans werden jetzt natürlich einwerfen, dass der Angriff auf den ersten Todesstern gar nicht durch den Äquatorgraben in der Mitte, sondern durch eine Schlucht im nördlichen Polargebiet geflogen wurde. Aber das ist völlig egal – denn ohne Cantwells Missgeschick hätte es sehr wahrscheinlich gar keine Gräben auf der Oberfläche des Todessterns gegeben!

    Ausgerechnet eine Horror-Ikone sorgte dafür, dass Mark Hamill zum ersten Mal von "Star Wars" gehört hat

    Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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