"Einfach fantastisch": Diesem Disney-Film hat Quentin Tarantino "viel zu verdanken"
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Sidneys Lieblingsfigur ist Donald Duck, sein erster Kinofilm war Disneys „Aladdin“ und bereits in der Grundschule las er eine Walt-Disney-Biografie. Wenn er könnte, würde er ins Disneyland auswandern, aber da das nicht geht, muss ihn seine Disney-Sammlung bei Laune halten.

Nicht nur ikonische Western und aufregende Kung-Fu-Filme formten Quentin Tarantinos Filmverständnis, sondern auch zahlreiche weitere Genres. Ein laut Tarantino besonders prägender Film ist ein Zeichentrickmusical aus dem Hause Disney...

Die Filme von Regisseur, Drehbuchautor und Gelegenheitsschauspieler Quentin Tarantino werden nicht nur aufgrund ihres Gewaltgrads heiß diskutiert, sondern ebenso für ihre einprägsamen Dialoge gefeiert – und für ihre Soundtracks! Denn Tarantino hat im Laufe seiner Karriere ein beeindruckendes Händchen dafür bewiesen, in prägnanten Sequenzen exakt den richtigen Song einzusetzen.

Dabei balanciert der Filmemacher den Reiz nostalgischer Klangwelten mit großer Freude am Entdecken vergessener, übersehener oder unterschätzter Nummern. Und laut Tarantino lässt sich seine Wertschätzung für pointierte Musikeinsätze auf einen bestimmten Film zurückführen: Den Disney-Zeichentrickfilm „Das Dschungelbuch“. Und falls ihr ihn euch vor diesem Hintergrund (wieder einmal) anschauen möchtet: Der Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“ ist bei Disney+ im Abo enthalten.

Vom deutschen Auswanderer Wolfgang Reitherman inszeniert, kam „Das Dschungelbuch“ im Oktober 1967 erstmals ins Kino – und legte einen unaufhaltsamen Siegeszug hin:

Die Walt-Disney-Produktion war einer der massivsten Hits, den die Disney-Studios bis dahin auf dem US-Kinomarkt gefeiert haben. Und in Deutschland ist „Das Dschungelbuch“ mit über 27 Millionen verkauften Eintrittskarten der meistbesuchte Kinofilm in der gesamten verbuchten Kinohistorie.

Darum liebt Tarantino "Das Dschungelbuch"

Seine Begeisterung für „Das Dschungelbuch“ machte der „Pulp Fiction“-Regisseur im Gespräch mit dem Radiosender BBC 6 Music bekannt: Tarantino war in einer Folge des Talkformats „The First Time With …“ zu Gast, in der Promis ihre persönliche Musikgeschichte enthüllen und prägende Erinnerungen teilen.

Und in diesem Rahmen schwärmte Tarantino ausführlich von „Das Dschungelbuch“, da der Zeichentrickklassiker „der erste Film war, den ich jemals sah, in dem die Musik eine große, wichtige Rolle spielte“ (zitiert via Yahoo! Movies). Daher kam Tarantino mit Blick auf seine eigene Filmografie zum Urteil: „Ich habe dem ,Dschungelbuch' viel zu verdanken!“

Außerdem teilte Tarantino eine lustige, private Anekdote, die er mit dem Film verbindet: „Ich hatte das Album und kannte jeden Song und habe immer mitgesungen. Ich weiß noch, wie mein Vater zu mir meinte: 'Denk dran, Quentin, wenn wir den Film gucken gehen, dann darfst du ,Probier's mal mit Gemütlichkeit' nicht mitsingen, schließlich sind wir dann im Kino.' Und als wir dann den Film geguckt haben, hat der ganze restliche Saal das Lied mitgesungen.“

Tarantino und Disney: Kein einmaliges Stelldichein

„Das Dschungelbuch“ ist bei Weitem nicht der einzige Disney-Film, für den der Kultregisseur ein Faible hat. Beispielsweise war „Aristocats“ eine der zahlreichen Inspirationsquellen hinter „Pulp Fiction“, die Disney-Krimikomödie „Alles für die Katz“ formte das Drehbuch zu „From Dusk Till Dawn“ mit, und „Freaky Friday“ hat laut Tarantino ein geniales Finale (wir berichteten).

Und auch eine ursprünglich von Disneys Vertriebsarm Buena Vista International ins Kino gebrachte Til-Schweiger-Komödie lässt das Herz des Regisseurs höher springen:

"Ihr Deutschen habt fantastische Talente": Quentin Tarantino liebt diese Til-Schweiger-Komödie

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