Brillant gefilmtes Meisterwerk neu im Heimkino: Einer der schönsten Filme der letzten 40 Jahre – jetzt noch schöner als je zuvor!
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.

„Paris, Texas“ gehört zu jenen Werken, die seit ihrem bestehen eine Vielzahl von Regisseur*innen maßgeblich beeinflusst haben. Jetzt könnt ihr Wim Wenders' Meisterstück in neuem Glanz und erstmals in 4K im Heimkino erleben.

Wim Wenders „Paris, Texas“ ist ein außergewöhnlicher Film. Er enthält gleichermaßen Elemente des Neo-Westerns wie des Roadmovies und des Familiendramas – und präsentiert sich dennoch in einer selten gesehenen Leichtigkeit. Kein Wunder also, dass selbst ein Meisterregisseur wie Akira Kurosawa diesen ungewöhnlichen Trip zu seinen 100 Lieblingsfilmen zählte.

Anlässlich des 40-jährigen Leinwand-Jubiläums feierte „Paris, Texas“ in diesem Jahr sein Kino-Comeback – und das sogar in neuem Glanz. Denn gezeigt wurde hier eine Fassung mit restauriertem Bild und Ton. Wer diese Chance im Kino verpasst hat, bekommt jetzt im Heimkino erneut die Möglichkeit, diesen außergewöhnlichen Genre-Hybrid in der überarbeiteten Version zu erleben – und das sogar erstmals in 4K!

Zudem können sich „Paris, Texas“-Fans auf eine Fülle an frischem Bonusmaterial freuen. Neben einer Einführung von Regisseur Wim Wenders gibt es auch geschnittene Szenen, die Kinotrailer zur Original- und Wiederaufführung, einen Audiokommentar, Super-8-Aufnahmen vom Dreh und als Extra-Leckerbissen ein Gespräch zwischen Wim Wenders und Roger Willemsen. Bei Amazon könnt ihr euch die 4K-Variante dieses Meisterwerks jetzt sichern und euch selbst zu Weihnachten ein kleines Geschenk machen:

Und darum geht es in "Paris, Texas"

Ein Mann (Harry Dean Stanton) schleppt sich durch die texanische Wüste. Wo er hinwill, ist nicht bekannt, doch langsam gehen ihm die Wasservorräte aus. Doch Glück ist seine Rettung, denn der stumme Wanderer trifft auf einen derben Provinz-Arzt (Bernhard Wicki), der ihn in dem Örtchen Devil’s Graveyard widerwillig aufpäppelt.

Der Doc schafft es immerhin, den Namen des eigenwilligen Fremden herauszufinden: Travis. Anschließend sucht er schnellstmöglich Kontakt zu dessen Bruder Walt (Dean Stockwell), der den Unglücksraben eigentlich schon längst im Jenseits wähnte.

Ruckzuck macht sich dieser aus dem fernen Los Angeles auf, um seinen verschollenen Bruder Travis abzuholen. Immerhin haben er und seine Frau Anne (Autore Clément) sich jahrelang rührend um Travis mittlerweile siebenjährigen Sohn Hunter (Hunter Carson) gekümmert. Können sich Vater und Sohn nach all den Jahren erneut annähern? Und was ist aus Travis' Ex-Frau geworden?

Eine amerikanische Odyssee in eindrucksvollen Bildern

„Paris, Texas“ ist Wim Wenders Reise durch ein desillusioniertes Amerika der zerbrochenen Familien und Träume, das von Kameramann Robby Müller in passende und eindringliche Bilder gefasst wird. Diner, hoffnungslose Wüstenstädtchen, hässliche Hinterhöfe, Beton- und Autobahnarchitektur werden zu Repräsentanten eines Landes, in dem nicht jeder dazu auserkoren ist, den amerikanischen Traum träumen zu dürfen.

Unvergessen das Familiendrama, das sich im Zwielicht einer Peepshow entfaltet. Ein Spiel aus Sehen-und-Gesehen-werden, in dem Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski ein umwerfend vielschichtiges Zwiegespräch abliefern, das auch 40 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nichts von seiner Kraft verloren hat.

Kein Wunder also, dass es von uns in der FILMSTARTS-Kritik für „Paris, Texas“ die selten vergebene Höchstnote von 5 Sternen gibt. Wer den Film endlich einmal nachholen will oder ihn in 4K-Qualität neu erleben möchte, sollte sich diese Heimkino-Veröffentlichung also nicht entgehen lassen.

Übrigens gibt es mit „Bis ans Ende der Welt“ auch einen außergewöhnlichen Sci-Fi-Film von Wim Wenders seit Ende Oktober 2024 endlich wieder im Heimkino. Warum ihr euch dieses 287-Minuten-Meisterwerk nicht entgehen lassen solltet, erfahrt ihr hier:

Der längste Sci-Fi-Film der Welt: Episches 5-Stunden-Meisterwerk neu im Heimkino

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