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    Keine Erlaubnis, kein Geld, aber Eier aus Stahl: Diese zehn Filme wurden im Guerilla-Stil gedreht
    Von Woon-Mo Sung — 22.04.2015 um 16:34

    Zum DVD-Start des lynchesken Horrorfilms „Escape From Tomorrow“, der heimlich in Disney-Vergnügungsparks in Florida und Kalifornien gedreht wurde, präsentieren wir euch 10 Filme, die durch ähnliche Guerilla-Aktionen entstanden sind.

    Camerado, NYC
    BookWars
    (Jason Rosette, USA 2000)


    Darum geht’s:

    Jason Rosette wirft in seiner Dokumentation „BookWars“ einen Blick auf das Leben von New Yorker Buchverkäufern, die ihre Stände überall in der Stadt auf den Gehsteigen aufstellen. Bedroht wird ihre Existenz jedoch von der „Quality Of Life“-Kampagne des damals amtierenden Bürgermeisters Rudolph Giuliani, der sich zum Ziel gesetzt hatte, illegalen Handel auf den Straßen New Yorks einzudämmen…

    Die Guerilla-Methode:

    Regisseur Jason Rosette war selbst Buchverkäufer, als ihm die Idee zu dem Film nach einem zufälligen Treffen mit dem Dokumentarfilmer Michel Negroponte kam. Sein äußerst knapp bemessenes Budget von 10.000 US-Dollar brachte Rosette größtenteils durch eigene Buchverkäufe auf. Später übernahm er zudem noch etliche weitere Jobs etwa als Film-Cutter und Sprecher, um „BookWars“ fertigzustellen.

    Gedreht wurde mit möglichst kleinen handelsüblichen Videokameras, die Rosette so anbrachte, dass er möglichst unauffällig Aufnahmen von dem Treiben vor seinem Bücherstand machen konnte. So wechseln die Videoformate im Film auch ständig, weil Rosette immer gerade die Kameras einsetzte, die eben gerade zur Verfügung standen. Am Ende sollte es ganze fünf Jahre dauern, bis sein Film schließlich 2000 (also gerade noch rechtzeitig vor dem Ende von Giulianis Amtszeit) seine Premiere feierte.




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