(Joaquín Luis Romero Marchent, Spanien/Italien 1972)
Obwohl der Italo-Western sicherlich zu den brutalsten aller Genres zählt, sind Western immer schon vergleichsweise selten auf dem Index gelandet, was wohl auch damit zu tun hat, dass die Staatsanwälte und Richter Gewalt in einem Western eher als „Unterhaltung“ akzeptieren als in einem Horrorfilm.
„Todesmarsch der Bestien“, in dem ein Sergeant allein mit seiner Tochter und sieben Schwerverbrechern durch das verschneite Bergland der Rocky Mountains reisen muss, hat es trotzdem erwischt: Erstmals 1992 beschlagnahmt, wurde dieser Beschluss 2008 auch auf die DVD-Fassung des Films ausgeweitet.
Sicherlich ist der Italo-Western selbst im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres betont brutal ausgefallen, dennoch entwirft Regisseur Marchent auch glaubhaft ein ethisches Dilemma für seinen gesetzestreuen Protagonisten, der seine Tochter ja auch einfach beschützen könnte, indem er die zunächst aneinander geketteten Straftäter einfach erschießt.