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    Netflix ruiniert das Heimkino-Erlebnis: Darum lohnen sich DVD & Blu-ray nach wie vor!
    Von Daniel Fabian — 11.05.2019 um 15:00

    Keine Frage: Der ungebremste Aufschwung von Streaming-Plattformen wirkt sich verheerend auf die Verkaufszahlen von DVDs und Blu-rays aus. Trotz offensichtlicher Vorteile können Netflix und Co. physischen Medien aber nur bedingt das Wasser reichen.

    Während sich die Speicherkapazität der DVD immerhin auf 4,7 Gigabytes (Single Layer) bzw. 8,5 Gigabytes (Double Layer) beläuft, setzte die Blu-ray vor einem guten Jahrzehnt neue Maßstäbe. Mehr als die fünffache Datenmenge einer DVD passt auf das Nachfolge-Medium, das sich Ende der 2000er Jahre gegen die HD-DVD durchsetzte – und ermöglicht damit ein Seherlebnis in nie dagewesener Qualität. Mit der Ultra-HD-Blu-ray wurde sogar noch einer draufgesetzt, auch wenn das jüngste physische Medium wohl tatsächlich schon fast für tot erklärt werden darf, bevor es überhaupt richtig gelebt hat. Aber das ist ein anderes Thema…

    Während das Netflix-Basis-Modell lediglich Inhalte in SD-Qualität bietet, verspricht die Standard-Variante (11,99 Euro pro Monat) immerhin High-Definition und wer einen Premium Account (15,99 Euro) sein Eigen nennt, den erwartet sogar gestochen scharfes Ultra-High-Definition – zumindest laut den offiziellen Angaben des Streaming-Anbieters. Ob das aber auch tatsächlich der Realität entspricht?

    Das kennen Netflix-Kunden nur zu gut: Man startet einen Film und schon nach kurzer Zeit beginnt das Bild, unschärfer oder sogar stark verpixelt zu werden. Das Problem löst sich zwar oft von ganz alleine, führt nicht selten aber auch dazu, dass die Wiedergabe aufgrund der instabilen Verbindung unterbrochen wird und Daten erst neu geladen werden müssen. Das kann selbst bei einfachen Nicht-HD-Inhalten vorkommen, ganz zu schweigen von der HD- und UHD-Wiedergabe. Doch selbst wenn mal etwas einwandfrei läuft, spuckt der Stream in der Regel lediglich stark komprimierte Daten aus, weil gängige Internetleitungen die riesigen Datenmengen noch gar nicht bewältigen können.

    Filmfans mit Heimkino-Anlage wissen, dass sich das nicht nur auf die Bildqualität, sondern vor allem auch auf die Tonwiedergabe auswirkt. Dem vergleichsweise laschen Stream fehlt oftmals nicht nur die Räumlichkeit, sondern vor allem die nötige Power, um ein wirklich immersives Filmerlebnis bieten zu können – auch wenn Netflix neuerdings bessere Soundqualität verspricht (via Chip.de). Discs mit Audioformaten wie Dolby-True-HD, DTS-Master-Audio und Dolby Atmos hingegen fegen einen mit ihrer Kraft (vor allem bei Actionfilmen) regelrecht vom Stuhl und bringen waschechtes Kinofeeling in die eigenen vier Wände. Und ist es nicht dieses Gefühl, das das Filmschauen erst zum Erlebnis macht?

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