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    Netflix ruiniert das Heimkino-Erlebnis: Darum lohnen sich DVD & Blu-ray nach wie vor!
    Von Daniel Fabian — 11.05.2019 um 15:00

    Keine Frage: Der ungebremste Aufschwung von Streaming-Plattformen wirkt sich verheerend auf die Verkaufszahlen von DVDs und Blu-rays aus. Trotz offensichtlicher Vorteile können Netflix und Co. physischen Medien aber nur bedingt das Wasser reichen.

    Die Inhalte physischer Medien gehen schlicht über den Film selbst hinaus. Wer streamt, drückt auf Play, sieht sich den gewünschten Titel an und bekommt während dem Abspann schon die nächste Empfehlung um die Ohren gehauen. Klar, heutzutage hat niemand mehr Zeit für irgendwas – da muss man sparen, wo man kann. Und dabei merkt man gar nicht, was für ein Stress dadurch eigentlich entsteht. Fast Food eben: Geht schnell und unkompliziert und schmeckt einem auch, ist deswegen aber noch lange nicht gesund.

    Neben bewusster Ernährung gibt es also auch einen Weg, Filme und Serien bewusst zu schauen – klingt komisch, macht aber durchaus Sinn (und einen gewaltigen Unterschied). Das beginnt bereits bei den Trailern, die auf Discs oft vor dem Hauptfilm laufen und so etwas wie Kinoatmosphäre ins eigene Wohnzimmer transferieren sollen. Und schließlich folgt das Titelmenü, das einen gezielt in Stimmung für den jeweiligen Film bringt, sich darüber hinaus oft aber auch noch als regelrechte Schatzkarte entpuppt, auf der es vieles zu entdecken gibt.

    Wer sich für die Filme, die er schaut, auch tatsächlich interessiert, geht bei Streaming-Anbietern oft leer aus. Auf Disc sieht das meist anders aus: Hier werden oft spannende Eindrücke vom Set geboten, zusätzliche Szenen, die es nicht in den Film geschafft haben oder Interviews mit Darstellern, die ihre ganz persönliche Sicht auf die Dinge teilen. Mit jenem Hintergrundwissen im Kopf erfasst man Filme manchmal nicht nur ganz anders, oft ist das Bonusmaterial sogar unterhaltsamer als der Film selbst. (Tatsächlich hat der Autor dieser Zeilen einen guten Freund, der jeden Michael-Bay-Film, unabhängig von dessen Qualität, kauft – ganz einfach, weil diese normalerweise mit üppigen Special Features im Gepäck veröffentlicht werden, die einen spannenden Blick hinter die Kulissen gewähren.)

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    „Ich kann so schon nicht alles gucken, was mich interessiert“, heißt es immer wieder, wenn darüber debattiert wird, was man denn noch so auf seiner Watchlist hat. Und tatsächlich wird man nie alles sehen können, was man bereits für wenige Euro im Monat bekommt. Aber vielleicht geht’s auch nicht darum, mehr zu sehen, sondern stattdessen das, was wir sehen, mit Bedacht?

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