Der ursprünglich in Werken der amerikanischen Autorin auftauchende Tom Ripley ist nicht nur ein berühmter Antiheld in Büchern: Erstmals wird mit "Ripley" der erste Roman der fünfteiligen Buchserie (1955-1992) als Serie adaptiert. Dabei spielten vor Andrew Scott schon einige Hochkaräter den Hochstapler und Serienmörder in verschiedenen Spielfilmversionen: So zum Beispiel Alain Delon in der ersten "Ripley"-Verfilmung "Nur die Sonne war Zeuge" (1960) an der Seite von Romy Schneider oder auch Matt Damon in "Der talentierte Mr. Ripley" (1999). Übrigens wurde der dritte Teil der "Ripley"-Reihe (Ripley's Game) unter dem Titel "Der amerikanische Freund" (1977) erstmalig in Deutschland von Regisseur Wim Wenders verfilmt.
Bei "Ripley" handelt es sich um das zweite Serienprojekt nach "The Night Of: Die Wahrheit einer Nacht" (2016) von Steven Zaillian, der bei der Patricia Highsmith-Verfilmung für Idee, Drehbuch und Regie verantwortlich ist. Bekannt ist Zaillian vor allem als hochkarätiger Drehbuchautor: Von ihm stammen u.a. die Drehbücher zu "Schindlers Liste"(1993), "Mission: Impossible" (1996) und "The Irishman" (2019). Für die Entscheidung "Ripley" in schwarz/weiß zu drehen, wurde Zaillian übrigens von dem Buchcover seiner Ausgabe von "Der talentierte Mr. Ripley" inspiriert, die er beim Schreiben der Drehbücher verwendete.
Die Romanreihe über den charmanten Verbrecher Tom Ripley bezeichnet man gerne auch als "Ripliade". Fünf Bücher schrieb die US-amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith über den fiktiven Serienmörder im Zeitraum von 1955 bis 1991. Auf Grundlage der ersten 3 Teile entstanden bislang 5 verschiedene Spielfilmproduktionen, die bislang letzte - eine Adaption des 2. Romans - "Ripley Under Ground" mit Barry Pepper als Tom Ripley kam 2005 in die Kinos. Übrigens verfasste die 1995 verstorbene Autorin und Meisterin psychologischer Krimis auch die Buchvorlage zum Hitchcock-Klassiker "Zwei Fremde im Zug" (1951).