Bei "Ich bin Dagobert" konnten sich die Serienschöpfer von einem der bekanntesten deutschen Kriminalfälle inspirieren lassen: Die Erpressung der Karstadt Kaufhäuser (1992-1994) durch den bald als "Dagobert" betitelten Verbrecher Arno Funke. Der hochbegabte Funke erregte mit seiner Serie an Brand- und Bombenanschlägen schon damals das Interesse der Medien und genoss in der Öffentlichkeit sogar eine gewisse Sympathie. Funke arbeitet seit seiner Entlassung aus der Haft im Jahr 2000 als Karikaturist und Autor und setzte sich in seinen Werken unter anderem natürlich mit seinem eigenen bewegten Leben auseinander.
Die Serienproduktion "Ich bin Dagobert" gibt nach diversen Reportagen und Kurzdokumentationen dem Zuschauer die Gelegenheit sich rückblickend mit der Verbrechensserie der Kaufhauserpressers Arno Funke in den bunten 90er Jahren der BRD zu beschäftigen. Die bislang umfassendste szenische Aufarbeitung des Falls stellte der Film "Das Phantom - Die Jagd nach Dagobert" (1994) dar, dieser entstand sogar noch während Funke seine Verbrechen beging und musste, da "Dagobert" während der Dreharbeiten gefasst wurde, sogar kurz vor Fertigstellung entsprechend verändert werden!