Ausgangspunkt für "Die Saat - Tödliche Macht" ist der tatsächlich existierende Saatgutspeicher auf der norwegischen Insel Spitzbergen. Dort werden in einem tresorartigen Bunker seit 2007 verschiedenste Arten von Saatgut für Grundnahrungsmittel wie Reis, Weizen oder Kartoffeln gelagert. Das Saatgut wird dort weniger als Notfallreserve aufbewahrt, sondern als Grundlage für eine Nachzüchtung verschiedener lebenswichtiger Pflanzenarten für den Fall, dass es zu einem Artensterben kommt, das die Ernährung der Weltbevölkerng gefährdet. Der kalte abgelegene Lagerort im äußersten Norden Norwegens ist strategisch gewählt und dient unter anderen als natürliches Kühlsystem für die Saatkörner.
Auch wenn "Die Saat - Tödliche Macht" ein fiktives Thriller-Szenario zeigt, so war es dem Autorenteam Christian Jeltsch und Axel Hellstenius wichtig ihre Recherchen zur Lobbyarbeit und der immensen Macht der wenigen Großkonzerne, die den weltweiten Saatguthandel kontrollieren, kritisch mit einfließen zu lassen. Die erschreckendste Erkenntnis für die Autoren war, dass wer den 50 Milliarden Dollar-Markt kontrolliert gerade in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit in vielen Teilen der Erde auch extremen Einfluss auf die Politik nehmen kann.