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Sebastian Schlicht7
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3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Geschichten von Krieg und Liebe!
„Downton Abbey“ geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen Auftakt, bekommen wir nun sogar mehr Episoden geboten und das erste Weihnachtsspecial, das schnell zur Tradition in der Serie wurde. Kann die Serie die Qualität halten und uns weiterhin mit spannenden Geschichten und Intrigen unterhalten?
Der erste Weltkrieg wütet und hinterlässt Spuren. Einige Männer sehnen sich danach im Krieg für ihr Land dienen zu können, darunter Lord Grantham selbst, aber auch der Diener William. Der ehemalige Diener Thomas ist bereits an der Front, merkt aber schnell, dass es dort schrecklicher ist als in seinen kühnsten Alpträumen. Währenddessen kann sich Mary ihre Liebe zu Matthew nicht eingestehen und will eher aus Überzeugung heiraten. So trifft sie eines Tages auf den Herausgeber einer großen Zeitung: Richard Carlisle.
Was mir an Staffel 2 so gefällt, ist die Einbindung des Krieges auf eine indirekte Art. Wir kriegen vieles nur aus Downton selbst mit: So etwa, wenn die Menge an verwundeten Soldaten zu groß wird und das Anwesen als Herberge dienen muss. Das verändert natürlich auch das Leben der Adeligen, was ich sehr spannend finde. Die Szenen an der Front dagegen orientieren sic etwas mehr am Hollywood-Klischee. Generell gibt sich die Serie in der zweiten Staffel etwas mehr dem Kitsch hin, und zwar noch mehr als in Staffel 1. Das kann manchmal etwas viel werden, wobei die meisten sicherlich kein Problem damit haben. Ich würde „Downton Abbey“ insgesamt nämlich eher als Wohlfühlserie bezeichnen. Es werden natürlich einige schwerwiegende Themen aufgegriffen, aber am Ende (einer Staffel) bemüht sich die Serie um ein versöhnliches Ende.
Hinzu kommt, dass einige (Liebes-) Beziehungen kaum atmen können, wie etwa die von Anna und Bates. Das Drama um seine Ehefrau kommt meistens direkt in derselben Folge wieder zurück, was etwas nervig sein kann. Natürlich kann man nicht jeder Figur so viel Zeit widmen und man braucht auch das Drama, aber hier wirken manche Dinge etwas forcierter als noch in Staffel 1.
Der Cast bleibt weiterhin stark und manche Figuren bekommen noch mehr Tiefe und menschliche Momente, wie O´Brien (Siobhan Finneran) oder Robert Grantham (Hugh Bonneville). Technisch und musikalisch bleibt die Serie weiterhin auch auf einem guten Niveau.
Zudem wird von sieben Folgen nun konstant auf neun Folgen aufgestockt. Mitinbegriffen ist das schöne Weihnachtsspecial, welches satte 90 Minuten dauert (im Gegensatz zu den durchschnittlichen 53 – 60 Minuten).
Fazit: „Downton Abbey“ bietet weiterhin beste Unterhaltung. Eine Serie, die man trotz einiger Kitschmomente an einem Stück „bingen“ möchte.