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Sebastian Schlicht7
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3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle für die Granthams & Co!
Vorweg: Keine Spoilergefahr!
Auch in der dritten Staffel von „Downton Abbey“ geht es aufregend weiter. Stellenweise sogar mehr als man von der Serie bis dato gewohnt war. Ohne zu spoilern sei gesagt, dass hier einige einschneidende Erlebnisse präsentiert werden. Einige davon kommen aus dem Nichts und geben der Serie ordentlich Zündstoff. Die dritte Season erschien bereits 2012 als Erstausstrahlung und erschien 2013 dann auch auf DVD. Die Serie büßt auch hier nichts von ihrer Qualität ein und versteht es weiterhin gut zu unterhalten.
Die 20er sind da und sie beginnen mit schlechten Neuigkeiten: Lord Grantham verliert fast das ganze Vermögen der Familie und muss nun mit Matthew zusammen versuchen das Anwesen zu retten. Doch Matthew schlägt sich natürlich auch mit der nahenden Hochzeit mit Mary rum. Auch bei Edith bahnt sich etwas an und Sybil bekommt ein Kind… auf Downton.
Auch wenn die Serie eher dafür bekannt ist, das ruhigere Adelsleben realistisch zu porträtieren, so gibt es doch (wie schon erwähnt) einige einschneidende Erlebnisse in dieser Staffel, mehr noch als in Staffel mir die letzten Minuten des Finales dann doch etwas zu viel waren. Hier fühlte sich die Serie etwas manipulierend an und das hat mich gestört. Mir ist natürlich klar, dass es für diesen speziellen Handlungsteil darstellerische Gründe gab, macht diesen Schluss für mich aber dennoch irgendwie unschön…
Ansonsten gibt es einen tragischen Fall in dieser Staffel, der logischerweise später auch stark betrauert wird. Für mich wirkten einige Schauspieler hier allerdings etwas zu verhalten. Die Figuren in „Downton Abbey“ versuchen stets ihre Würde zu bewahren und reden sehr vornehm und höflich miteinander und mir ist klar, dass das auch zeitgenössisch sicherlich richtig so ist. Doch es gibt Momente, in denen man all diese Fassaden fallen lässt. Und genau das hat mir hier ab und zu gefehlt.
Doch ich bin damit sicherlich einer von wenigen, die das so sehen. „Downton Abbey“ bleibt aber auch weiterhin sehr unterhaltsam und der Cast überzeugt wieder mal. Der Neuzugang ist zudem sehr spannend mit Ed Speleers als etwas eingebildeten Kellner oder Lily James als naive Rose Aldridge. Sie mischen die älteren Figuren gehörig und unterhaltsam auf. Mein persönlicher Favorit ist nun aber definitiv Laura Carmichael als Lady Edith, der charmante Underdog der Familie Grantham.
Optisch und musikalisch ist alles wie beim Alten, hierbleibt „Downton Abbey“ ebenfalls konstant.
Fazit: Eine emotionale und spannende dritte Staffel, die mit einigen Höhepunkten der Serie glänzt. Vor allem kann „Downton Abbey“ aber auch nicht nur mit großen Dramen fesseln, sondern am besten in den kleinen, zwischenmenschlichen Momenten. Der feine englische Stil bleibt weiterhin spannend und mitreißend!