Downton Abbey
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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2,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Eine schöne Serie enttäuscht mit frustrierenden Handlungssträngen…

Die gefeierte Serie aus England geht in die fünfte Runde. 2014 lief die Staffel im Fernsehen und ein Jahr später gab es das Ganze auf DVD. Nach recht furiosen drei Staffeln geriet die Serie in meinen Augen aber etwas ins Taumeln in Season 4. Und Staffel 5 schafft es leider nicht aus diesem Taumeln heraus zu kommen…

Der Kampf um Mary geht weiter und scheint gut auszugehen für Lord Gillingham, der mit ihr eine romantische Woche verbringen kann. Edith hingegen will ihre Tochter aus der Schweiz zurückholen und mit einem Trick im heimischen Dorf unterbringen. Währenddessen flirtet der Kunsthistoriker Simon Bricker mit Roberts Frau, der Verdacht auf Mr. Bates wird seitens der Polizei immer größer und in das Geheimnis um Mrs. Baxter wird endlich gelüftet…

Auf Papier sieht es nach einer ereignisreichen Staffel aus. Das Endergebnis ist jedoch kurioser weise sehr zäh. Es gibt zwar viele kleine Handlungsstränge, aber irgendwie harmonisieren diese in meinen Augen nicht sehr gut. Das könnte vielleicht am Drehbuch liegen, denn Staffel 5 fühlt sich stark nach einer klassischen Soap an. Waren die Charaktere zu Beginn wirklich fleischgewordene Figuren aus einer anderen Zeit, so wirken sie hier leider eher wie Schauspieler, die eine Rolle spielen. Die Dialoge sind längst nicht mehr so authentisch und stellenweise merkt man dem Skript an, dass einige Dinge krampfhaft dazu gedichtet wurden.

Einige Handlungsstränge waren für mich sogar unfassbar frustrierend. Meine Lieblingsfigur Edith hat beispielsweise die wohl dümmste Story in dieser Staffel. Gerade das Schicksal ihres verschollenen Mannes Michael war absolut unzufriedenstellend! Auch Thomas´ Charakter hat mich zu Beginn der Staffel genervt, wurde dann aber glücklicherweise besser. Generell mag ich es nicht, dass sich viele Figuren kaum weiterentwickeln. Mary beispielsweise: In der Theorie müsste sie durch den Tod ihrer Schwester und ihres Mannes eigentlich ein komplett anderer Mensch sein, aber das sieht man in meinen Augen kaum. Sie verhält sich immer wieder wie ein pubertärer Teenager.

Es gibt aber zum Glück auch wieder ein paar sehr schöne Momente. Mr. Molesley etwa ist in dieser Staffel meine Lieblingsfigur geworden und es gibt sogar meinen persönlichen Lieblingsmoment, der mich sogar zu Tränen gerührt hat, denn es muss uns wieder eine Figur in dieser Staffel verlassen (Keine Angst, wird hier natürlich nicht verraten!).

Fazit: Staffel 5 ist stellenweise sehr frustrierend und orientierungslos. In meinen Augen gibt es zu viel forciertes Liebesdrama und einige nervige Drehbuchentscheidungen. Dafür entschädigen aber wieder ein paar zwischenmenschliche Momente und die Figuren bleiben zum Glück nach wie vor charmant. Die Atmosphäre stimmt und am Ende ist „Downton Abbey“ weiterhin unterhaltsam. Aber für das Serienfinale wünsche ich mir etwas mehr Zug und Frische!