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Sebastian Schlicht7
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3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Gelungener Abschluss der Erfolgsserie mit einer Prise Seelenbalsam!
Nachdem „Downton Abbey“ in den letzten beiden Staffeln deutlich an Qualität verloren hatte, war ich sehr glücklich zu sehen, dass die sechste und letzte Season die Serie wieder in die richtige Spur bringen konnte. 2015/2016 war es für viele Fans so weit: Die beliebte, britische Hit-Serie sollte in die letzte Runde gehen (ich denke, dass hier noch nicht klar war, dass es einen Film geben würde). Und dafür sollte nun noch mal alles gezeigt werden, was die Serie so ausgemacht hat: Dramen, Herzschmerz und sympathische Figuren.
Auf Downton muss die Dienerschaft verkleinert werden und Thomas scheint einer der ersten zu sein. Doch er kann sich nur schwer von seiner Heimat trennen. Währenddessen übernimmt Edith ihre Rolle als Verlegerin mit mehr und mehr Selbstbewusstsein und ihre Schwester Mary stürzt sich wieder in eine neue Romanze…
Das sind natürlich nur ein paar der Figuren, deren Geschichte wir verfolgen. Und natürlich wird in dieser letzten Staffel eigentlich jede Geschichte sehr schön abgeschlossen, auch die der kleinsten Figuren, was sehr schön ist. Das ist gegen Ende fast schon etwas zu viel, da der Happy End-Faktor selbst für „Downton Abbey“-Verhältnisse hoch ist, aber am Ende ist die Serie halt eine historische Wohlfühl-Soap. Und das haben Julian Fellowes (er konzipierte die Serie und schrieb viele der Drehbücher) und sein Team bis zur letzten Folge sehr gut umgesetzt. Auch hier gibt es ein paar Momente (gerade im Drehbuch), die sehr forciert und manchmal frustrierend wirken. Zudem gibt es am Ende vielleicht das eine oder andere Liebespaar zu viel, aber im Gegensatz zu den vorherigen Staffeln erkennt man hier mehr einen roten Faden. Vor allem wurde die ätzende Geschichte von Edith und ihrem Kampf um Marigold endlich abgehakt. Hier kann sie wieder scheinen und zeigen, warum sie meine Lieblingsfigur in der Serie ist. Auch Mr. Molesley kann weiterhin überzeugen und erhält einen der schönsten Momente in der Staffel!
Der Cast überzeugt wie immer, auch wenn ich Penelope Wilton (Isabella Crawley) und gerade Elizabeth McGovern (Cora) sehr schwach finde im Gegensatz zu den anderen. Nicht ihre Figuren, aber die Schauspielerinnen. Beiden scheint es sehr schwer zu fallen etwas anderes zu spielen als die anständige Lady. Und in Staffel 6 zeigt sich das leider noch etwas stärker als sonst…
Optisch gibt es gerade mit der Figur des Henry Talbot etwas Abwechslung: Seine Figur ist Rennfahrer und wir können in Folge 7 dann auch eines dieser waghalsigen Rennen miterleben. Das Ganze ist zwar recht nüchtern gefilmt, aber für „Downton Abbey“ ist es dennoch eine gelungene, visuelle Abwechslung.
Fazit: Abschließend ist zu sagen, dass „Downton Abbey“ mit einer sehr soliden Staffel abschließt. Jede Figur bekommt gerade am Ende ihr Finale und man darf natürlich gern auf das eine oder andere Happy End hoffen. Der gemütliche Wohlfühlfaktor der Serie erstrahlt ein letztes Mal (bis zum Film jedenfalls) und auch wenn die erste Staffel in meinen Augen die beste bleibt, so ist die gesamte Serie doch eine sehr schöne Erfahrung gewesen. Die Details, die sympathischen Figuren und das spannende Setting (das Leben von Adel und Dienerschaft) machen die Serie zu etwas Besonderem.