"Schämt euch": Fans kritisieren ARD-Doku über Jérôme Boateng aufs Schärfste
Clara Tremmel
Clara Tremmel
-Senior Redakteurin
Ob Sommerhaus der Stars, Temptation Island, Kampf der Realitystars oder Dschungelcamp - hier fühlt sie sich zu Hause. Es gibt keinen Realitystar, den sie nicht kennt

Jérôme Boateng steht seit Jahren in der Kritik und eine mögliche Trainer-Hospitanz beim FC Bayern München sorgte bei Fußball-Fans zuletzt für große Aufschreie. Doch jetzt sorgt die ARD mit einer Doku über den Fußballer für Aufregung.

BR/Flow media company GmbH/Alamy/Imago Images

Erst vor wenigen Monaten hieß es, Jérôme Boateng wolle bei seinem Heimatverein dem FC Bayern München wieder ins Trainergeschäft einsteigen. Wegen des Vorhabens gingen Fußball-Fans auf die Barrikaden und hielten eine Hospitanz des ehemaligen Nationalspielers für inakzeptabel.

Doch damit nicht genug: Eine neue ARD-Doku über Jérôme Boateng soll jetzt neue Einblicke schaffen, weswegen Zuschauer*innen dem Sender Vorwürfe machen.

Schwere Vorwürfe gegen Jérôme Boateng: Das ist der Grund für Fan-Aufschrei

Der Aufschrei der Fans war riesig, als die Gerüchte um Jérôme Boatengs Rückkehr zu den Bayern publik wurden. Auslöser dafür war ein Urteil des Landesgerichts München I aus dem Jahr 2024. Im Juli wurde Boateng wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung an seiner früheren Partnerin schuldig gesprochen.

Die Verurteilung ist zwar rechtskräftig, juristisch gilt Boateng allerdings nicht als vorbestraft. Dennoch gab es heftige Reaktionen auf die geplante Bayern-Rückkehr, und so ließen es sich Fans nicht nehmen, öffentlich zu zeigen, was sie von dem Ex-Bayern-Star halten. Am 18. Oktober fand die Bundesliga-Partie zwischen Bayern und Dortmund statt. In der Südkurve hingen währenddessen Banner mit klaren Botschaften wie „Kein Platz für Charakterschweine“. Kurz darauf erklärte Boateng, er wolle sich auf andere Themen konzentrieren und die Hospitanz sei hinfällig.

ARD-Doku über Jérôme Boateng: Fans sind fassungslos

Jérôme Boateng war jahrelang einer der besten deutschen Verteidiger und war nicht nur Weltmeister und Champions-League-Sieger, sondern war auch ein Symbol für Integration. Doch das lupenreine Image des Fußballers bröckelte mit den Jahren immer mehr und schwerwiegende Anschuldigungen standen im Raum.

Die ARD-Doku „Being Jérôme Boateng“ wagt sich jetzt an das Leben des Sportlers und versucht dabei mit einem Blick hinter die Kulissen besonders den sportlichen Erfolgen und dem tiefen Fall Boatengs auf den Grund zu gehen. Neben ehemaligen Trainern, Kindergärtnern, seinem eigenen Vater Prince Boateng und auch anderen Ex-Profis kommt auch Jérôme Boateng selbst zu Wort. Unter anderem äußert er sich erstmals zum Tod seiner Ex-Freundin Kasia Lenhardt, die sich 2021 das Leben nahm. Das Material besteht zu Teilen aus bis heute unveröffentlichten Archivaufnahmen und soll so einen anderen Blick auf die Geschichte des Ex-Fußballers werfen.

Noch vor der TV-Ausstrahlung drückten Zuschauer*innen ihren Ärger über die anstehende Doku auf X aus und dabei finden die meisten klare Worte:

Ein weiterer User reagiert mit Sarkasmus auf die Ankündigung der Doku:

„Schämt euch“, meint ein weiterer an die ARD-Produktion gerichtet.

Heute läuft die erste Folge der Dokumentation um 23:55 Uhr in der ARD, alle drei Teile gibt es in der Mediathek zu sehen.

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