Normalerweise läuft „Bares für Rares“ immer gleich ab: Ein Gast bringt einen Gegenstand zur Show, lässt ihn von den Expert*innen schätzen und bietet ihn daraufhin im Händlerraum an – wo nicht selten ein langwieriges Bietergefecht entbrennt, bis endlich der finale Verkaufspreis gefunden wird. In einer legendären Folge war es allerdings ganz anders: Als ein Mann vor die Händler trat, kam es zum schnellsten Deal in der „Bares für Rares“-Geschichte.
Kaputtes Musik-Instrument sorgt für XXL-Überraschung
Obwohl „Bares für Rares“ bereits seit 13 Jahren im TV läuft, hält ein Deal aus dem Jahr 2015 bis heute den Geschwindigkeitsrekord: Noch nie ist etwas in der Geschichte der ZDF-Trödelshow schneller verkauft worden.
Torsten Bräuer, damals 35, schlug nichtsahnend vor Horst Lichter mit seinem alten Harmonium auf. Das antike Tasteninstrument war nicht mehr funktionstüchtig, weswegen der Experte nur noch einen mickrigen Schätzpreis aufrufen konnte. Auch die Händler, die das Stück eindringlich begutachteten, kamen zu dem Schluss, dass das Instrument nur noch als Dekostück zu gebrauchen sei.
Verkäufer Torsten Bräuer machte sich deshalb keinerlei Illusionen, dass sein kaputtes Instrument noch große Gewinne einfahren könnte und ging total entspannt in die Verhandlung. Lässig betrat er den Händlerraum und kündigte an, dass er das alte Teil gerne loshaben wolle.
Waldi stellt Rekord bei "Bares für Rares" auf: Noch nie wurde ein Deal schneller abgewickelt
Womit aber niemand gerechnet hat: Händler Waldi Lehnertz witterte eine einmalige Chance und ging deshalb direkt auf volles Risiko. Ohne Vorwarnung machte er dem Gast ein Angebot: „Ja komm, wenn du nicht dran hängst, dann geb ich dir 200 Euro und dann sind wir fertig.“
Zur Überraschung aller zögerte der Mann keine Sekunde und willigte direkt mit einem schlichten „Ja“ ein. Nicht einmal 35 Sekunden waren also zwischen dem Betreten des Händlerraums und dem finalen Handschlag vergangen.
Die anderen Händler-Stars konnten kaum fassen, dass Waldi so einen Blitzverkauf wagte. Schmuckhändlerin Susanne Steiger fragte humorvoll: "Sachma, haste Hunger oder was?" Händler Ludwig, der damals noch Teil der Show war, war ebenfalls völlig perplex und warf Waldi sogar vor, dass es sich dabei um eine Absprache handeln musste. Dass der Verkäufer nicht auf weitere Gebote gewartet hat, konnte er einfach nicht begreifen. Waldi sagte dazu nur schmunzelnd: „Es tut mir um meine Kollegen natürlich leid, aber das war der schnellste Deal bei ‚Bares für Rares‘.“
Warum sich „Bares für Rares“-Zuschauer seit 2013 über die selbe Sache aufregen, könnt ihr hier nachlesen: