Nach dem Aus für neue "Bachelorette"-Staffel: Die Entscheidung kostet den Sender 26 (!) Millionen Euro
Clara Tremmel
Clara Tremmel
-Senior Redakteurin
Sie hat auf Mallorca selbst schon eine Rose von Ur-Bachelor Paul Janke bekommen und stellt sich jede Staffel die Frage: Gibt es die wahre Liebe doch noch?

In den USA wurde die neue Staffel von „The Bachelorette“ kurz vor der TV-Ausstrahlung abgesetzt. Durch den Ausfall der Show könnte dem Sender jetzt eine Summe in Millionen-Höhe verloren gehen.

RTL

Eigentlich sollte in den USA am 22. März die neue Staffel von „The Bachelorette“ an den Start gehen, doch nur drei Tage vor der Premiere zog der Sender ABC die Reißleine. Der Grund für das plötzliche Aus: die Rosenlady selbst. Kurz vor dem geplanten Start war ein belastendes Video aus dem Jahr 2023 aufgetaucht, das die „Secret Life of Mormon Wives“-Darstellerin Taylor Frankie Paul in einem heftigen Streit mit ihrem damaligen Freund Dakota zeigt.

In dem Clip ist zu sehen, wie die Influencerin Stühle nach ihrem Partner wirft – und dabei versehentlich eines ihrer anwesenden Kinder trifft. (Hier alles zum Fall nachlesen). Durch die kurzfristige Absetzung der 22. Staffel geht dem US-Sender nun ein Vermögen durch die Lappen: Schätzungen zufolge kann die Produktion rund 30 Millionen Dollar verlieren.

Absetzung von "The Bachelorette" kostet Sender mehrere Millionen

Wie mehrere US-Medien berichten, verschlingt die Produktion einer einzigen Folge von „The Bachelorette“ stolze zwei Millionen US-Dollar. Da ABC die genaue Episodenanzahl der 22. Staffel vorab nicht kommuniziert hatte, wird das reine Produktionsbudget auf 20 bis 25 Millionen Dollar geschätzt – umgerechnet etwa 17,5 bis 21,6 Millionen Euro (Stand: 30. März 2026). Üblicherweise umfasst eine Staffel in den USA zwischen neun und 13 Folgen.

Taylor Frankie Paul (m.) mit ihrer Mutter und heutigem Ex-Partner Dakota Disney+
Taylor Frankie Paul (m.) mit ihrer Mutter und heutigem Ex-Partner Dakota

Doch die Produktionskosten sind nur die Spitze des Eisbergs. Hinzu kommen massive Marketingausgaben in Millionenhöhe sowie dramatische Einbußen bei den Werbeeinnahmen. Laut The Hollywood Reporter kostet ein 30-sekündiger Werbespot während der Show rund 100.000 Dollar (ca. 87.000 Euro). Bei etwa 30 Minuten Werbezeit pro zweistündiger Episode generiert der Sender pro Ausstrahlung Einnahmen im einstelligen Millionenbereich. Durch die Streichung könnten ABC nun zudem hohe Entschädigungszahlungen an Werbekunden drohen, die bereits Sendeplätze gebucht hatten. Insgesamt wird der Verlust auf rund 30 Millionen Dollar (umgerechnet knapp 26 Millionen Euro) geschätzt.

Das finanzielle Loch tat sich laut Us Weekly jedoch schon vor der endgültigen Absetzung auf: Zahlreiche Unternehmen sollen ihre Anzeigen zurück gezogen haben, sobald der Skandal um Taylor Frankie Paul publik wurde. Ein Insider geht von noch höheren Einbußen aus und erklärte gegenüber dem Magazin: „Sie haben bereits Unmengen an Geld verloren. Mit der kompletten Absage drohen nun Verluste in einer Gesamthöhe von 40 bis 50 Millionen Dollar.“ Ob ABC hart bleibt oder die fertigen Folgen zu einem späteren Zeitpunkt doch noch ausstrahlt, ist derzeit noch völlig unklar.

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