"Wird immer weniger gedreht": ZDF-Star beklagt sich nach Serien-Aus über desaströse Zustände in der Filmbranche
von Maximilian Günther
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Bettina Zimmermann darf seit Jahrzehnten im deutschen TV nicht fehlen. Warum die ZDF-Ikone aktuell ziemlich unzufrieden mit der deutschen Serien- und Filmwelt ist, verrät sie im Interview.

ZDF/Daniel Dornhöfer

Bettina Zimmermann steht seit 2015 für die ZDF-Reihe „Ein Fall für Zwei“ vor der Kamera, doch jetzt ist Schluss mit lustig: Leider hat der öffentlich-rechtliche Sender verkündet, dass die Kultserie nach der nächsten Staffel abgesetzt wird. Warum die 51-Jährige nicht gut auf die deutsche Schauspielbranche zu sprechen ist, erfahrt ihr hier!

"Teurer, aufwendiger, bürokratischer": ZDF-Schauspielikone beklagt Zustand der Filmbranche

Bettina Zimmermann ist eine echte Größe der deutschen Film- und Serienwelt. Sie beweist seit den 90er-Jahren, was sie kann, und auch ihr familiäres Umfeld ist eng mit dem Geschäft verbunden: Die Darstellerin ist mit Schauspielstar Kai Wiesinger verheiratet und hat mit diesem ein gemeinsames Kind.

Trotz ihres Erfolges ist Zimmermann unzufrieden mit der Branche, wie sie im Interview mit web.de offenlegt. Filme und Serien stecken ihrer Meinung nach in einer echten Krise: „Unserer Filmbranche geht es nicht gut. Da weniger Gelder vorhanden sind und auch die Bürokratie es unserer Branche schwer macht, wird auch immer weniger gedreht. Alles ist irgendwie teurer, aufwendiger und bürokratischer geworden.“ Tatsächlich würden viele Produktionen sogar nach Tschechien, Polen usw. verlagert werden, um Kosten zu sparen.

Als Staatsanwältin Claudia Strauss ist Zimmermann stets tough! ZDF/Daniel Dornhöfer
Als Staatsanwältin Claudia Strauss ist Zimmermann stets tough!

"So spricht doch kein Mensch": Bettina Zimmermann nervt diese Sache im TV besonders

Zimmermann ist der Meinung, dass Produktionen oft verpassen, den Geschmack der Zielgruppe zu treffen, die tatsächlich noch vor dem Fernseher sitzt. Denn auch wenn vor allem ältere Menschen noch Lust auf lineares Fernsehen hätten, seien „die 45-bis Ende 60-Jährigen von heute“ nicht mit Menschen zu vergleichen, die „vor 20 Jahren“ in diesem Alter gewesen sind.

Zwar würde es besser werden, doch die Erzählweise sei Zimmermann oft zu altbacken. Besonders die gestelzt klingenden Dialoge kann die Schauspielerin überhaupt nicht leiden: „Wenn man sich Filme von vor zehn Jahren anschaut, dann wirken viele Texte doch sehr hölzern. Ich denke mir dann immer: ‚So spricht doch kein Mensch.‘“

Warum eine ARD-Serie aktuell für Aufsehen sorgt, gibt es hier nachzulesen:

Kultformat ist nach XXL-Änderungen kaum wiederzuerkennen!

Maximilian Günther
Maximilian Günther
-Redakteur, TV-STARTS
Als Kind der 2000er zum passionierten TV-Junkie erzogen. Trash-TV-Connaisseur mit Herz für Underdogs. Guilty Pleasures: GNTM & Temptation Island.
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