Seit 21 Jahren steht Dirk Galuba (86) für die ARD-Soap „Sturm der Liebe“ vor der Kamera, doch jetzt ist damit Schluss. Das Urgestein wird sich noch im Oktober vom Publikum verabschieden. Anlässlich des Ausstiegs gibt der Schauspieler ein seltenes Interview und überrascht dabei mit ungeschönten Tatsachen!
"Zu bestimmend geworden": "Sturm der Liebe"-Star packt über Auswirkungen seiner Kultrolle aus
Dirk Galuba war bereits ein bekannter TV-Star, als er 2005 mit 65 Jahren bei „Sturm der Liebe“ anheuerte. Im Interview mit „Abendzeitung München“ verriet er, dass er damals nie damit gerechnet hätte, für zwei Jahrzehnte bei der TV-Serie mitzumischen. Da niemand ahnen konnte, ob die Serie Erfolg haben würde, sei seine Hauptrolle anfangs nur auf kurze Zeit beschränkt gewesen: „Es war nur für viereinhalb Monate geplant.“
Galuba gibt zu, dass er bei der Soap angeheuert hatte, weil er damals befürchtete, in seinem Alter keine guten Rollen mehr zu bekommen: „Du wirst älter, die Rollen werden nicht mehr so zahlreich. Klar mache ich das.“ Inzwischen habe der Schauspieler den strengen Werner Saalfeld so lange gespielt, dass gewisse Eigenschaften auf ihn abgefärbt haben sollen:
Ich bin ein bisschen unflexibler geworden im Umgang mit Menschen. Weil ich ja den Patriarchen spielen musste, der dafür sorgen musste, dass alles läuft. Vielleicht bin ich dadurch zu bestimmend geworden.
Überraschend harte Worte: Dirk Galuba ist nicht mit seinen Kollegen befreundet
Obwohl Galuba seit den späten 60er-Jahren vor der Kamera steht, hält er nichts von Freundschaften unter Kolleg*innen. Galuba überrascht mit einer ziemlich ungeschönten Sicht auf die Branche: „Ich glaube, es ist sehr schwer, in dem Beruf eine echte Freundschaft zu haben. Wir sind ja alle Egomanen letztendlich. Egozentriker.“
Trotzdem sei ihm sein Umfeld sehr ans Herz gewachsen. Bei seinem letzten „Sturm der Liebe“-Drehtag, sei der Schauspieler emotional geworden: „Ja, ich habe geheult. Das war ein schmerzhafter Abschied.“
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