Kinostart:
11. März 2010
Film auf DVD erhältlich ab: 24. September 2010
Mit Elias Saba, Hilal Kabob, Nisrin Rihan,
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FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Israel
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 121 Minuten.
Produktionsjahr:
2009
Verleiher: Neue Visionen
Inhalt: Auf der einen Seite hat ein Menschenleben in Ajami, einem Teil der arabischen Stadt Jaffa, die 1950 mit der israelischen Tel Aviv vereint wurde, einen ganz genau zu beziffernden Wert. Er hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab und wird nach einer Bluttat von einem Ältestenrat festgesetzt. Wenn diese finanzielle Blutschuld allerdings nicht getilgt werden kann, wenn eine Familie diesen als Entschädigung gedachten Betrag nicht bezahlt, dann ist wiederum das Leben ihrer Mitglieder nichts mehr wert. So geht es dem jungen Araber Omar (Shahir Kabaha), dessen Familie durch eine unglückliche Verkettung von Umständen eine solche Blutschuld tilgen muss. Der wohlhabende und über zahlreiche Verbindungen verfügende Restaurantbesitzer Abu-Elias (Youssef Sahwani) beschützt ihn zwar, aber das Geld muss er trotzdem irgendwie auftreiben. Auch Malek (Ibrahim Frege), ein palästinensischer Teenager, braucht unbedingt Geld für seine schwerkranke Mutter. Als sich ihnen, die sich in Abu-Elias Restaurant kennen lernen, eine Chance bietet, die ihre Probleme beseitigen könnte, greifen sie zu und setzen damit alles aufs Spiel…
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Sascha Westphal
(3,5)
Im Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film ist Scandar Coptis und Yaron Shanis Ensembledrama „Ajami“ wohl kaum mehr als ein Außenseiter. Seine Geschichte ist wahrscheinlich einfach zu komplex und zu sperrig für die wenigen Mitglieder der Academy, die in dieser Kategorie abstimmen dürfen. Außerdem haben die beiden Co-Regisseure und -Autoren, der arabische Christ Copti und der israelische Jude Shani, auch noch in stilistischer Hinsicht auf jeglichen Kompromiss verzichtet. Ihr erzählerisch gleich mehrfach gebrochener Film schließt direkt an so stilbildende Gesellschaftspanoramen wie City Of God oder Gomorra an - und die wurden schließlich auch schon bei den Oscars übergangen. Aber letztlich spielt es gar keine Rolle, ob „Ajami“ nun mit der kleinen Statuette, um die sowieso viel zu viel Aufhebens gemacht wird, ausgezeichnet wird oder nicht. Schon seine Nominierung war eine kleine Sensation und hat ein deutliches Zeichen gesetzt, zumal dieses fiebrige Porträt einer zersplitterten Gesellschaft bereits vorher (Kino-)Geschichte geschrieben hat. Nie zuvor hatte Israel einen Film ins Oscar-Rennen geschickt, der zum größten Teil in Arabisch gedreht ist.
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