Kinostart:
9. September 2010
Regie: Iris Gusner
Mit Heidemarie Wenzel, Günter Naumann, Andreas Gripp,
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FSK ab 0 freigegeben
Produktionsland:
DDR
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 82 Minuten.
Produktionsjahr:
1973
Verleiher: defa-spektrum
Inhalt: "Die Taube auf dem Dach" erzählt die Geschichte dreier höchst unterschiedlicher Menschen, die die Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft und derem Ideal vereint.
Auf einer Baustelle im Süden der DDR, wo Hunderte von Wohnungen in moderner Plattenbauweise entstehen, lernt die junge und selbstbewusste Bauleiterin Linda Hinrichs (Heidemarie Wenzel) zwei Männer näher kennen: Zum einen den Studenten Daniel (Andreas Gripp), dessen Zukunftsträumerei und Unangepasstheit ihr gefällt. Zum anderen trifft sie auf den Baubrigadier Hans Böwe (Günter Naumann), einen Zugvogel. Seinem Auftrag als Arbeiter folgend hat er an vielen Stellen der DDR neue Häuser gebaut, dabei aber sein eigenes Zuhause verloren. Linda geht ganz in ihrer Arbeit auf, doch droht sie aus Zeitmangel ihr privates Glück aus den Augen zu verlieren.
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Sascha Westphal
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Im Winter 1971/72 zeichnete sich mit einmal in der DDR ein ganz besonderes Tauwetter ab. Die Prognosen versprachen einen wundervollen Frühling, der die Chance einer einmaligen Blüte mit sich bringen würde. Diese Hoffnungen weckte zumindest eine Rede, die Erich Honecker auf dem vierten Plenum des ZK der SED am 16. und 17. Dezember 1971 gehalten hat. In ihr hieß es unter anderem, dass es „auf dem Gebiet von Kunst und Literatur keine Tabus geben" könne und dass die Partei gedenke, „die Künstler mit dem ganzen Reichtum ihrer Handschriften und Ausdrucksweisen auf die Fülle der Lebensäußerungen unserer Zeit [zu] orientieren." Dies musste sich eine Filmemacherin wie Iris Gusner, die an der Filmhochschule in Moskau studiert hatte und nun der Spielfilm-Abteilung der DEFA angehörte, nicht zweimal sagen lassen. Doch diese Zeit der Offenheit und Freiheit blieb ein Versprechen, das nie wirklich eingelöst wurde. Als im April 1973 die Arbeit an ihrem Debüt, dem analytischen Dreiecksdrama „Die Taube auf dem Dach", abgeschlossen war, hatte sich das Klima wieder deutlich abgekühlt. Nun galt ihr Film über drei äußerst verschiedene Menschen, die auf einer Großbaustelle am Rande einer kleineren Stadt arbeiten, als ein „Angriff auf die DDR". Es wurde ihr sogar vorgeworfen, sie habe „der Arbeiterklasse ins Gesicht gespuckt".
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Trailer & Videos
Die Taube auf dem Dach Trailer
Bilder und Poster
Besetzung und Stab
Heidemarie Wenzel
Rolle: Linda Hinrichs
Günter Naumann
Rolle: Hans Böwe
Andreas Gripp
Rolle: Daniel
Wolfgang Greese
Rolle: Holzverkäufer
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Gast - Donnerstag, 09. Februar um 14:23