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Cirkus Columbia
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Cirkus Columbia
Starttermin 20. Oktober 2011 (1 Std. 53 Min.)
Mit Predrag 'Miki' Manojlovic, Mira Furlan, Boris Ler mehr
Genre Drama
Produktionsländer Frankreich, Großbritannien, Belgien, Bosnien, Serbien, Slowenien, Deutschland
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Pressekritiken
3,5 3 Kritiken
User-Wertung
3,03 Wertungen
Filmstarts
3,5

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 0 freigegeben
Divko (Miki Manojlovic) kehrt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Sommer 1991 nach über zwanzig Jahren Abwesenheit mit seiner jungen Geliebten Azra (Jelena Stupljanin) in seine bosnische Heimat zurück, wo er auf seine Ex-Frau (Mira Furlan) und zum ersten Mal auf seinen Sohn Martin (Boris Ler) trifft. Diese bewohnen Divkos altes Haus und werden erst einmal zum Auszug gezwungen. Gegen den Widerstand der Mutter versucht Martin eine Beziehung zu seinem Vater aufzubauen und freundet sich dabei immer mehr mit Azra an. Doch während der Jugoslawienkrieg vor der Tür steht, spitzt sich auch in dem kleinen Ort die Lage immer weiter zu. Die in unterschiedliche Lager gespaltenen Bürger bewaffnen sich und Martin gerät zwischen die Parteien…
Verleiher movienet
Weitere Details
Produktionsjahr 2010
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes -
Budget -
Sprachen Serbokroatisch
Produktions-Format 35 mm
Farb-Format Farbe
Tonformat Dolby Digital
Seitenverhältnis 2.35 : 1 Cinemascope
Visa-Nummer -

Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

3,5
gut
Cirkus Columbia
Von Christian Horn
Für sein Kinodebüt „No Man´s Land" erhielt der bosnische Regisseur Danis Tanovic 2001 die Goldene Palme für das beste Drehbuch, im Jahr darauf folgte sogar der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film. In „Cirkus Columbia", seinem nunmehr vierten Spielfilm, der auf der gleichnamigen Novelle von Ivica Dikic basiert, wendet sich der Filmemacher erneut der konfliktträchtigen Geschichte seines Heimatlands zu und erzählt im Gewand eines Familiendramas von den Anfängen des Bürgerkriegs in Ex-Jugoslawien. Ähnlich wie auch Emir Kusturica („Schwarze Katze, Weißer Kater") erzählt Tanovic seine Geschichte trotz der Schwere des Themas humorvoll und bisweilen beschwingt. Auch wenn „Cirkus Columbia" dabei eine fundierte Auseinandersetzung mit seinen Figuren und Themen bisweilen vermissen lässt, ist Tanovic erneut ein beeindruckender Antikriegsfilm gelungen, der sich besonders durch seine aus...
Die ganze Kritik lesen
Cirkus Columbia Trailer OV 1:54
Cirkus Columbia Trailer OV
138 Wiedergaben
Cirkus Columbia Trailer DF 1:41
672 Wiedergaben
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Schauspielerinnen und Schauspieler

Predrag 'Miki' Manojlovic
Predrag 'Miki' Manojlovic
Rolle : Divko Buntic
Mira Furlan
Mira Furlan
Rolle : Lucija
Boris Ler
Boris Ler
Rolle : Martin
Jelena Stupljanin
Jelena Stupljanin
Rolle : Azra
Komplette Besetzung und vollständiger Stab

Pressekritiken

  • Slant Magazine
  • The Hollywood Reporter
  • Variety
3 Pressekritiken

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16 Bilder

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Kommentare

  • Filmometer

    Tanovic hat sein Filmdrama mit einer ganzen Reihe von Figuren angereichert, für die er eine ausgesprochen lange und daher auch ziemlich zähe Exposition benötigt. Den Konflikt zwischen Divko und Lucija, der zentral ist, weil er die Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart schlägt, löst er dann aber eher beiläufig auf. Hier rächt sich das beträchtliche Figureninventar, bei dem der deutsche Zuschauer ab und zu die Übersicht verliert, zumal er gleichzeitig auch noch den politischen Ereignissen zu folgen hat, über die ihm das Hintergrundwissen fehlt (wer sind die verschiedenen Lager und was wollen sie?). Dennoch lohnt sich »Cirkus Columbia«, weil der Film die auch heute noch aktuellen Konflikte auf dem Balkan nachvollziehbar macht. Der Regisseur, der selbst aus Bosnien-Herzegowina stammt, konzentriert sich auf seine überzeugend verkörperten Figuren und hält alle denkbaren Anflüge von Melodramatik erfolgreich auf Abstand.

  • Filmometer

    Regisseur Danis Tanovic hat den politischen Umbruch vor dem Ausbruch des Balkankriegs 1991 kongenial mit privaten Schicksalen verknüpft, in denen sich Vorurteile und Dünkel als Auslöser der verheerenden ethnischen Konflikte spiegeln. Neben Divko ist auch die Figur des engstirnigen Pivac, eines Freundes von Martin, der sich der Horde militanter Kriegstreiber anschließt, als mikrokosmischer Ausdruck des zerstörerischen Geistes aufzufassen, der Menschen und Gesellschaften im Nu und fast ohne Vorwarnung zu entzweien vermag. Als Symbol für das Ideal eines Miteinanders in versöhnter Vielfalt dient auch das Karussell, das dem Film seinen Namen gegeben hat und das Flaggen der verschiedenen Nationen krönen.

    (Teil 3 unten)

  • Filmometer

    Filmkunst vom Balkan, da muss man sich natürlich auf einen etwas spröderen Inszenierungsstil gefasst machen. Und in der Tat, es dauert ganz schön lange, bis der Streifen von Oscar-Gewinner Danis Tanovic in Fahrt kommt. Zwischen dem Versuch des 20-jährigen Martin, eine CBS-Funkantenne auf dem Dach des Hauses zu installieren, in dem er gemeinsam mit seiner Mutter Lucija wohnt, und den ersten Granaten, die auf die herzegowinische Kleinstadt fallen, der ersten und der letzten Einstellung des Films, entfaltet und entscheidet sich ein ergreifendes Familiendrama. Auslöser der Handlung ist die Zeitenwende nach dem Zerfall von Jugoslawien. Für Kommunisten der Ära Tito wird die Luft dünn. Martins biologischer Vater Divko dagegen wittert Morgenluft: Im protzigen Mercedes und an der Seite seiner attraktiven Geliebten Azra kehrt er aus dem deutschen Exil zurück in die kleine Stadt, die er einst fluchtartig verließ, weil er mit dem Regime auf dem Kriegsfuß stand. Seine gleichsam erste Amtshandlung ist die Vertreibung Lucijas und Martins aus dem Haus, das sie seit zwanzig Jahren als das ihre betrachten. Doch es gehört Divko, der Lucija nicht verziehen hat, dass sie ihm damals nicht nachgereist ist. Wegen seines Funkgeräts zieht es Martin zurück in sein Heim und er begegnet zum ersten Mal seinem Vater.

    (Anmerkung: Dies ist eigentlich eine Rezension, aber der Aktivierungscode zur Teilnahme ist auch beim vierten Versuch nicht angekommen! - Teil 1 b der Rezension unten.)

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