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    Ride Along 2: Next Level Miami
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    3,0
    solide
    Ride Along 2: Next Level Miami
    Von Harald Ringel
    Mit „Ride Along“ feierte der amerikanische Comedy-Star Kevin Hart („Der Knastcoach“) 2014 seinen bisher größten Erfolg an den US-Kinokassen mit Einnahmen von deutlich über 100 Millionen Dollar, in Deutschland wartet er dagegen noch auf den ersten Hit als Hauptdarsteller. Das könnte sich mit der Fortsetzung „Ride Along: Next Level Miami“ durchaus ändern, denn der einstige Schuhverkäufer Hart hat mit seinen respektlosen Stand-Up-Shows inzwischen auch hierzulande eine eigene Fangemeinde erobert – und zudem ist der neue Film deutlich besser als der erste Teil: Während die Witzkanonaden, durch die sich Harts Bühnen- und Fernsehshows  auszeichnen, in „Ride Along“ noch recht notdürftig als Krimikomödie verpackt wurden, findet Regisseur Tim Story nun in „Next Level Miami“ eine deutlich bessere Balance zwischen augenzwinkernder Spannung und spritzigem Humor. Und so erreicht das gut harmonierende Duo Kevin Hart und Ice Cube („Boyz N The Hood“) in dieser Buddy-Cop-Action-Komödie locker ein neues Level, selbst wenn es noch nicht zum Highscore reicht.

    Der Polizeianwärter Ben Barber (Kevin Hart) steht kurz vor der Hochzeit mit seiner großen Liebe Angela Payton (Tika Sumpter) und hofft endlich wirklich von seinem Schwager in spe, dem erfahrenen Cop James (Ice Cube), anerkannt zu werden. Bei einem gemeinsamen Einsatz in Miami bekommt Ben Gelegenheit, sich zu beweisen – er muss nur pünktlich zur Trauung zurück in Atlanta sein. Schon auf dem Weg nach Florida liefern sich die beiden ungleichen Männer wieder allerlei Wortgefechte, vor Ort hilft ihnen dann die Kollegin Maya (Olivia Munn). Es ist sofort zu sehen, dass sie James nicht unsympathisch ist, wodurch die komischen Gerangel eine ganz neue Dynamik bekommen. Dazu absolviert „Hangover“-Star Ken Jeong einen witzigen Auftritt als Computercrack A.J. und garniert wird das Ganze mit wilden Verfolgungsjagden und dem „Einbruch“ bei einer Party des vermeintlichen Wohltäters Antonio Pope (Benjamin Bratt) …


    Tim Story, der nicht nur bei „Ride Along“, sondern auch bei den beiden „Denk wie ein Mann“-Filmen schon mit Kevin Hart zusammengearbeitet hat, dosiert die witzigen Szenen dieses Mal besser, die Gags werden nun nicht mehr so überlang ausgespielt. Da sind dann auch einige humoristische Fehlzündungen und kleine erzählerische Längen zwischendurch leichter zu verschmerzen. Zugleich ist das Verhältnis der beiden Hauptfiguren nicht mehr ganz so eindimensional wie zuvor: James merkt, dass Ben durchaus auch manchmal recht hat. Die Chemie zwischen Ice Cube und Kevin Hart stimmt sowieso, auch wenn sie nicht an große Vorbilder aus „Beverly Hills Cop“ oder „Lethal Weapon“ herankommen. Dafür machen die schönen Aufnahmen von Miami etwas her und Szenen wie die Clubparty, bei der die beiden Helden eigentlich einen USB-Stick stehlen wollen, die dann aber kurzerhand zur fröhlichen Junggesellensause umfunktioniert wird, sind witzige Höhepunkte. Die Anspielung des Titels auf Computerspiele wird nebenbei auch im Film selbst aufgegriffen, schließlich wurde Ben bereits im ersten Film als Videospiel-Nerd eingeführt. Es wäre nicht verwunderlich, wenn auch „Ride Along“ zur Serie ausgebaut würde.

    Fazit: Es zünden zwar längst nicht alle Gags, dennoch ist dieser durchaus gelungene Mix aus Action-Krimi und Buddy-Komödie eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Film.
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