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Moonlight
Durchschnitts-Wertung
3,8
140 Wertungen - 11 Kritiken
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Deine Meinung zu Moonlight ?

11 User-Kritiken

amlug
amlug

User folgen 35 Follower Lies die 279 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 21.03.17

Moonlight ist wohl bei Kritikern einer der beliebtesten Filme des Jahrzehnts! Selten habe ich einen aktuellen Film gesehen, der dermaßen hohe Wertungen einfährt wie dieser und am Ende dann, nach einigen Turbulenzen, auch mit einem Oscar prämiert wurde. Doch gerade letzteres ist für mich nicht gleich ein Grund, in Extase zu verfallen, denn beispielsweise den Vorjahresgewinner Spotlight fand ich alles andere als berauschend. Und final kann ich jetzt sagen, dass Barry Jenkins´ Moonlight ein richtig guter Film- und ein starkes Drama ist, bei dem ich die überschwänglichen Bewertungen allerdings auch nicht so ganz nachvollziehen kann, denn auch wenn er gut ist, die Entdeckung des Jahrhunderts ist er auch wieder nicht. Oberflächlich betrachtet und salopp ausgedrückt, hat der Film alles, für einen typischen Oscar-Film: Schwule, Schwarze, böse Drogen, schwere Eltern-Kind-Beziehung und natürlich Mobbing. Doch Moonlight geht mit jedem dieser Themen behutsam und gekonnt um und verwebt die verschiedenen Elemente dabei wirklich gekonnt zu einem Gesamtwerk. Barry Jenkins weidet sich nie in einem bestimmten Thema, sondern beschäftigt sich mit allem ein bisschen und das ist letztendlich dann auch genau der richtige Weg. Es wird nie zu lange auf einem Thema herumgehakt und der Film bleibt so sehr abwechslungsreich und nimmt einen emotionaler auch deutlich mehr mit, weil auch keines der Theman allzu plakativ ins Gesicht geklatscht wird. Dabei kommt dann auch wirklich das tolle Drehbuch zum Vorschein, welches gut erzählt und geschrieben wirkte. Moonlight erzählt in drei Teilen vom Erwachsenwerden unseres Hauptcharakters Chiron (Alex R. Hibbert / Ashton Sanders / Trevante Rhodes) und wie er sich dabei verändert. Den Hauptcharakter über eine so lange Zeit mit zu verfolgen ist dabei überaus interessant und mit vielen großartigen Dialogen, Wendungen und Charakteren gespickt und gerade der finale dritte Teil traf mich dann hart. Wirklich ein tolles Drehbuch, das sehr zum Nachdenken anregt und gerade durch seine ruhige, total unaufdringliche Art mich sehr überzeugen konnte. Und auch wenn der Film mit nur knapp zwei Stunden wirklich eine angenehme Länge hatte, zog er sich vielleicht hier- und da etwas zu sehr und die langen Arthouse-typischen Szenen in einer Einstellung nahmen mir oftmals etwas überhand. Die Schauspielerleistungen waren dabei aber absolut berauschend. Die drei Schauspieler, die sich unseren Hauptcharakter Chiron teilen, waren allesamt großartig und spielten wirklich atemberaubend gut und tiefgängig. Auch Oscar-Gewinner Mahershala Ali gefiel mir in einer tollen Nebenrolle wirklich sehr gut und Naomie Harris überraschte mich sogar überaus positiv. Auch technisch war Moonlight recht gut. Der Soundtrack war dezent und auch extrem gut, der Schnitt war ordentlich, genauso wie die Optik. Die Kamera war auf jeden Fall spannend und beeindruckte mich vor allem in der ersten Szene, in der sie sich so oft im Kreis drehte und Schlenkerer um unsere Charaktere fährt, dass mir fast schwindelig wurde, ansonsten waren teilweise aber auch weniger gut gefilmte Szenen dabei, in denen die Kamera ins Unerträgliche hinein wackelte. Fazit: Toll erzähltes Drama mit hervorragenden Darstellern und interessanten Charakteren!

Das Kulturblog
Das Kulturblog

User folgen 2 Follower Lies die 100 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 28.02.17

Zum Überraschungshit dieser Oscar-Saison wurde „Moonlight“. Der Independent-Film wäre in früheren Jahren wohl gnadenlos durchs Raster gefallen: Ein Regie-Debütant (Barry Jenkins), der von einem schwarzen Jungen erzählt, der unter Drogendealern und Crack-Süchtigen aufwächst und seine Homosexualität entdeckt? Mit schmalem Budget und ohne große Stars gefilmt? Der prominenteste Schauspieler in „Moonlight“ ist Mahershala Ali, den man am ehesten aus seiner Rolle als Lobbyist in „House of Cards“. Der Erfolg dieser sympathischen, kleinen Produktion, die eine klassische „Coming-of-Age“-Geschichte erzählt, wie sie bisher den Programmkinos abseits des Hollywood-Glamours vorbehalten war, liegt natürlich auch daran, dass Jenkins (Regie und Drehbuch nach dem Theaterstück) seinen Stoff ziemlich gut umgesetzt hat. Wesentlich trug aber auch bei, dass Hollywood und die Oscar-Academy gerade in einer Umbruchphase sind.

Jason Bourne
Jason Bourne

User folgen 19 Follower Lies die 874 Kritiken

1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 10.03.17

In einigen Szenen gelungener, aber hoffnungslos überambitionierter Film. Die Dreiteilung der Erzählung, zum Beispiel, lässt die Handlungen abrupt stoppen. Das ist an sich auch nicht weiter schlimm, allerdings beharrt der Film an anderer Stelle so extrem auf emotionaler Katharsis und einer abgerundeten Dramaturgie, dass diese Übergänge ungewollt und holprig wirken. Zudem verstärkt diese Erzählweise eine unglückliche Lesart, dass nämlich die Handlungen der Hauptfigur durch seine Vergangenheit geprägt sind. Das ist ebenso wahr wie es eine Binsenweisheit ist, aus der sich keine Erkenntnis gewinnen lässt. Zudem präsentiert sich der Film dadurch als Sozialdrama, in dem die Figur einen Ausweg aus sozialer Misere sucht. Auf der anderen Seite wiederum versucht Moonlight in halbwegs poetischen Sequenzen diese Genre-Einordnung aufzubrechen, unterlegt mit etwas dickaufgetragener Musik, starken Farben etc. Dieser Gegensatz mag gewollt sind, umgesetzt ist er aber nicht gut: die Szenen, in denen der Protagonist mit seinen Schulkameraden etc. klar kommen will, wirken wie Klischee-Teenie-Drama, in dem die Hauptfigur ihren Platz sucht. Die Szenen mit der Mutter wirken lächerlich überdreht und vor allem unnötig - die schlechte Beziehung der beiden wird grell und ohne Zwischentöne abgehandelt; und die wenigen Szenen mit Mahershala Alis Figur sind poetisch, aber kommen nicht aus dem grässlich sozialromantischen Loop raus. All dies wird umso problematischer, wenn man bedenkt, dass die existentialistischen Posen der Films reine Show sind: zu keinem Zeitpunkt des Films fürchtet man, etwas wirklich Schlimmes könnte passieren, so vollgestopft ist jede Szene mit sentimentalen Coming-of-Age-Motiven, dass die schließliche innere Einkehr der Protagonisten von der ersten Szene an gesichert und am Ende völlig uninteressant scheint. Nur versucht der Film, das zu überspielen, in der Hoffnung, die Zuschauer würden es nicht merken.

爸爸谷物
爸爸谷物

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 08.03.18

Nun auch endlich gesehen und komplett begeistert - großartiger Film - hervorragende schauspielerische Leistungen, klasse Sound und Kamera - hat mich unheimlich bewegt!

Cursha
Cursha

User folgen 18 Follower Lies die 758 Kritiken

3,5gut
Veröffentlicht am 20.09.17

"Moonlight", der große Oscargewinner. Ich kann verstehen warum der Film bei den Kritikern so gut angekommen ist, wenn ich gleich aber auch sagen muss, trotz der emotionalen Handlung empfand ich im diesjährigen Oscarrennen eine ganze Reihe Filme doch besser als "Moonlight". Ob der großartige "Manchester by the Sea", "Lion" oder "La La Land". "Moonlight hat tolle Bilder im Aufgebot und lebt in erster Linie von den tollen Darstellern, wobei ich persönlich aber die Unterteilung in die drei Kapitel doch etwas anstrengend empfand, da man sich immer wieder neu auf die Figuren einstellen musste. So mal mich der dritte Akt doch raus gerissen hat,da ich den Hauptdarsteller an der Episode nicht passend empfand, im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern. Die erste Episode ist da meiner Meinung nach die beste und ein wahres Meisterwerk. Man ohnehin den ganzen Film über das Gefühl, der Film dreht sich im Kreis ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Zwar ist die Geschichte um einen jungen, schwarzen Homosexuellen sehr ansprechend gestaltet und erhält durch die drogenkranke Mutter noch an zusätzlicher emotionaler Tiefe, aber dies tauscht am Ende dann doch über inszenatorische Schwächen hinweg. Toll an dem ganzen ist übrigens der Soundtrack. Kurz: "Moonlight" ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die sich leider doch immer im Kreis dreht, ohne wirklich ein neues Ziel zu erreichen. Darstellerisch Top, ebenso wie musikalisch, muss der Film sich am Ende doch, trotz ergreifender Handlung, einiger inszenatorischer Schwächen geschlagen geben.

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 10 Follower Lies die 3 924 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 26.08.17

Auch wenn ich manchmal Filme nicht mag kann ich dennoch respektieren und verstehen daß Kritiker kübelweise das Lob drüber ausschütten. So auch hier: ich habe den Film geschaut, verstanden, aber mich hat er innerlich kaum erreicht. Ich erachte ihn sogar als eine Art Sampler: die Hauptfigur wird beobachtet wie sie aufwächst und dabei gleich drei heftige Quellen hat aus denen Leid und Kummer entstehen: der Junge ist schwarz, der Junge entdeckt daß er homosexuell ist und der Junge stammt aus dem sozialen Brennpunkt mit einer restlos bösartigen und assozialen Mutter (die für mich ganz individuell eine der größten Hassfigurendarstellt) – sowas nenne ich immer filmische „Zeit für Betroffenheit“. Aber sie wird hier auf sehr ansprechende und zufriedenstellende Weise umgesetzt, auch mit seiner interessanten Akt-Struktur: der Film besteht im Grunde aus drei für sich bestehenden Kurzfilmen die auch einzeln funktionieren würden, in der präsentierten Art aber eine Art „großes-ganzes“ bilden. Das Resultat ist ein sanftes Drama, in einzelnen Szenen berührend und bewegend, aber eben genau die Art von Film welche sich Cineasten antun und Leute die gerne Filme auf höherem Niveau konsumieren. Wer nur ein nettes Drama oder halt „mal was schauen“ mag dürfte hier eher weniger drin finden. Fazit: Darsteller und Emotionen funktionieren, allerdings könnte der sperrige Titel manchen Zuschauer eher abschrecken!

thsworld
thsworld

User folgen Lies die 20 Kritiken

3,5gut
Veröffentlicht am 28.04.17

Begründet durch die Oscar's war es für "mich" ein Muss, doch hätte ich etwas mehr Story erwartet. Der Film ist gut und hat eine gute Geschichte, nur wird er leider zu sehr "aufgebauscht"... dazu kommt positiverweise der extrem gute Hauptdarsteller.

Two Face
Two Face

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4,0stark
Veröffentlicht am 24.04.17

Moonlight ist sicherlich ein starker Film aber warum? Moonlight wirkt lange Zeit ziemlich stark 2/3 des Filmes können auch einen Fesseln aufgrund starker Schauspieler und einer Tollen Kamera Arbeit. Doch im letzten Drittel schafft der Film mich nicht so zu Fesseln. Trotz alle dem ist Moonlight ein toller Film.

schonwer
schonwer

User folgen 6 Follower Lies die 648 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 29.03.17

Die Erwartungen zu "Moonlight" sind generell sehr hoch. Zuerst kam der meisterliche Trailer, dann die mehr als sensationellen Kritiken und zur Krönung gab es noch den Oscar für den Besten Film. Somit ist es einfach enttäuscht zu werden. Wurde ich aber nicht wirklich. Der Film hält was der Trailer verspricht. So sensationell wie alle Kritiken würde ich "Moonlight" zwar nicht nennen, doch es ist ein wirklich herausragender Film geworden. "Moonlight" ist eindringlich, was an vielen Sachen liegt. Hier gibt es kein Kitsch, kein Episches, oder Szenen die einen unbedingt zum Weinen bringen wollen. Der Film ist sehr realistisch und lässt einen jede Szene so miterleben als wäre man dabei. Jede Dialogzeile ist wichtig und nötig, doch es gibt auch sehr viele Szenen , welche sehr ruhig sind und das nicht gesagte ist ebenfalls sehr wichtig. Grundsätzlich wird die Geschichte von Chiron erzählt und zwar in drei Kapiteln. So wird im ersten Kapitel seine komplizierte Kindheit gezeigt, im zweiten Kapitel wird, wie der mittlerweile jugendliche Chiron es in der Schule sehr schwer hat und das letzte Kapitel spielt während er Erwachsen ist. Man verfolgt die komplette charakterliche Entwicklung von Chiron und alle drei Schauspieler, die ihn verkörpern spielen fantastisch! Am meisten überzeugen konnte mich Mahershala Ali, der eine sehr wichtige Rolle in Chirons Leben spiel und hier zu Recht einen Oscar als bester Nebendarsteller bekommen hat. Er strahlt eine Aura aus, eine Präsenz. Er beherrscht die Szene, wenn er auftaucht, nur leider kriegt man ihn meiner Meinung nach etwas zu wenig zu sehen. Durch die drei Kapitel werden Situationen nicht gezeigt und man erahnt sie erst in Dialogen nach dem Sprung ins nächste Kapitel. Das macht die Dialoge spannender, welche zudem sehr gut geschrieben sind. Nur manchmal hätte man sich gewünscht diese Parts der Entwicklung miterlebt zu haben. Das erste Kapitel, welches die Kindheit zeigt und die Relationen zwischen den Personen ist am spannendsten. Man steigt in diese Welt ein und lernt alles kennen. Von Beginn an sticht die meisterliche Inszenierung heraus und man merkt, dass Regisseur Barry Jenkins alle Themen welche angesprochen werden beherrscht. Jede Szene ist gewollt so gezeigt, alles wirkt perfekt. Das zweite Kapitel ist wieder etwas klassisch, es tauchen Themen auf, welche man gut kennt und da geht der Film weiter, bietet aber nicht so viel neues, wagt aber einiges! Das dritte Kapitel macht einen großen Sprung nach vorn und da möchte ich nicht spoilern. Es ist das interessanteste, dort tauchen aber kleine Längen auf. Das Ende kommt ohne große Überraschung endet aber erstaunlich abrupt. Das Ende enttäuschte mich ein wenig und ist das Hauptkriterium für den Abzug. Doch sehen müsst Ihr es selber. Handwerklich ist "Moonlight" top. Es gibt sehr viele, abwechslungsreiche, fantastische Kamerafahrten / -einstellungen. In den ruhigen Momenten fängt sie die Atmosphäre toll ein, in bewegungsreichen, spannungsaufbauenden Szenen wird sie wackeliger. Der Soundtrack ist eindringlich und wirklich sehr passend, wenn auch etwas unkonventionell. Fazit: Schauspielerisch auf einen hohen Niveau, meisterlich inszeniert, einprägsam, mit der Zeit faszinierend. Auch wenn das Ende vorhersehbar ist, erlebt man jede Szene als wäre man dabei, da der Film realistisch ist und es nur Dialoge gibt, wenn diese auch wirklich nötig sind. "Moonlight" wurde zu einem Drama, welches zwar ein paar Längen besitzt, jedoch nie langweilt und nie aufhört zu faszinieren.

Christoph K.
Christoph K.

User folgen 4 Follower Lies die 172 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 22.03.17

Ein durch und durch mitreißender Film. Die Schauspieler spielen so beklemmend realistisch, dass einem glatt dieser Druck, Sehnsucht und Hilflosigkeit total ans Herz geht. Dass dieser Film einige Oskars gewann, kann ich gut verstehen. Ich bin immernoch total hingerissen, wie realistisch, eindringlich die Schauspieler gespielt haben. Absolut sehenswert. Grandios!

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