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"Kleines groß und Großes klein erzählen", sei die Faustregel des Taiwaners Ang Lee. In einem Interview sagte der Ausnahme-Regisseur, dass er bei "The Ice Storm" vor allem den emotionalen Kern der Vorlage treffen wolle. Eins zu eins sei der Roman nicht verfilmbar gewesen. Beispiel: Auf den ersten Seiten des Buchs streift Ben durch das Haus der Carvers. Als er einen Slip von Janey findet, ejakuliert er darauf und wirft den Slip anschließend in das Zimmer von Janeys Sohn. Damit wäre Ben als Figur fürs Publikum verloren gewesen, so Lee. Da kann man ihm Recht geben. Stattdessen ist es dem Filmemacher gelungen, beim Zuschauer für all seine Figuren trotz ihrer Eigenarten und kleinen "Verbrechen" nicht nur Interesse, sondern sogar Sympathie zu wecken. Die gewaltigste Szene für die Personen-Konstellation in der Harper-Familie hat sich Lee für das Ende aufgehoben und daran gut getan. Ergo: Sehenswert für alle, die leises Ensemble-Kino mit spannenden Facetten und geschliffenen Dialogen sehen wollen, in dem ohne Effekthascherei eine tragisch-schöne Geschichte erzählt wird.
Hinzugefügt am 27.08.2009 um 09:30 Uhr Verstoß melden
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