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0.5 - Null
Ich finde es traurig wie ein solches "Machwerk" so hochgelobt werden kann?
Doku?? Naja, ich wills mal so ausdrücken : es wird durchaus was dokumentiert, aber ob es die Wahrheit ist, will ich mal dahingestellt lassen.
Zudem kann man diesen Film nicht als objektiv bezeichnen - schade eigentlich, denn viele der im Film angesprochenen Tatsachen sind so falsch nicht - und hätte man objektiv darüber berichtet und beide Seiten zu Wort kommen lassen, hätte dies wirklich eine gute DOKUMENTATION werden können, aus der jeder seine Schlüsse ziehen kann. Die wahrscheinlich irgendwo "in der Mitte" lägen - und somit hätte der Film tatsächlich etwas bewegen können.
So .... nun so teilt er die Menschen in drei Lager :
Die, die sowieso mit der ganzen Bush-Administration resp. dem gesamten System der USA nicht einverstanden sind, werden in Ihrer Meinung bestärkt .... die "Bush-Freunde" hingegen werden allesamt als dumme, zurückgebliebene, hompphobe, rassistische Idioten dargestellt.
Ein Angriff der sie nur noch mehr radikalisieren wird und das Feindbild des "gottlosen Anarchisten" steigern wird. Wenn es Moore wirklich ernst meinen würde, hätte er es anders anstellen müssen - es gäbe genug, was er seriös hätte kritisieren können. Damit hätte er etwas bewegen können - nämlich die beiden "Lager" der amerikanischen Gesellschaft - zumindest etwas - versöhnen können. So spaltet er nur, und das kann ja wohl nicht gut sein.
Zudem hetzt er die Breite Masse, die sich sonst unpolitisch verhält, diesen Film wegen des Hypes aber sehen "muss", auf. Erinnert mich alles ein bisschen an extrem populistischen Wahlkampf ... würde mich nicht wundern, wenn er von den Demokraten mit Geldern eingedeckt wurde um diesen Wahlwerbespot zu drehen.
Aber wer Moore kennt, der wundert sich nicht darüber ... wer seine TV-Serie "The Awful Truth" gesehen hat, wird wissen, was ich meine.
Dort schmeisst er in sämtlichen Folgen mit Halbwahrheiten um sich mit der sämtlichen Gleichung. Das ist halbwahr und das ist halbwahr und da 1/2 + 1/2 = 1 stimmt beiden. Zudem besteht sein gesamtes Weltbild nur aus Ressentiments und Hass gegenüber alle "Nicht-Minderheiten".
Der durchschnittliche heterosexuelle, weiße, Familienvater, der auch die Frechheit besitzt zu an Gott zu glauben, muss dann zumindest Hippie oder aktives Demokraten-Mitglied sein, um nicht Gefahr zu laufen, als Rassist gebranntmarkt zu werden.
Schade, denn so wird die Chance verspielt, massenwirksam der US-Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und vielleicht wirklich etwas zu verändern. Aber das will Moore nicht - selbst wahrscheinlich zutiefst frustriert und mit seinem Leben unglücklich projeziert er seinen Selbsthass auf alle, die "besser" darstehen als er .... und spielt sich selbst zum Sprachrohr sämtlicher Minderheiten hoch - ohne zu fragen, ob die das überhaupt wollen.
Daher stellt sich die Frage : ist er selbst ein neurotischer soziopathisher Narzisst, der meint er müsse als Robin Hood für die kämpfen, die es selber nicht können (hat das nicht schon antidemokratische / faschistische Züge?) oder will er einfach nur schnell viel Geld machen?
Um nicht missverstanden zu werden : eine Gesellschaftskritik wie bei South PArk oder Family Guy finde ich gut, da hier inhaltsvoll mit Klischees abgerechnet wird - da gab es auch oft Ärger mit Kirchen, der Politik .... da stehe ich aber vollendst auf Seiten der SouthPark-Macher.
Aber bei Michael Moore? So ein plumper linksfaschistischer Prolet, der sich die Wahrheit so zurechtdehnt wie seinen Bauch? Also wenn solche Leute gegen die Republikaner sind, können die so falsch nicht liegen.
Hinzugefügt am 02.11.2006 um 13:36 Uhr
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