Dancer in the Dark
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      4 - Sehr gut

    Eigentlich ist auf dem ersten Blick eine 8-Punktevergabe nicht nachvollziehbar und wird dem Film nicht gerecht, da dieser im Grunde viel mehr enthält als nur 8 Punkte. Aber trotz der unglaublich hohen Intensität und der herzzerreißenden Geschichte Thelmas, welche so einzigartig von Björk verkörpert wird, verhindert es Lars von Triers Regie in ein paar wichtigen Szenen (außer in den letzten 20 min)die volle Überzeugung dieses Dramas: Die Kameraführung ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, wirkt nach einigern minuten eingewöhungszeit aber dank der konsequenten Durchführung nicht als störend sondern verstärkt noch zusätzlich die Autentität der Schauspieler. Mit einer großen Ausnahme: Die eingeschobenen Musicalsequenzen in die sich die protagonistin flüchtet passen nicht in den Dokumentarischen Stil von Triers und wirken trotz an sich guter musik und ausgeklügelter Choeographie irgendwie unpassend, auch wenn kaum ein essenzielleres Stilmittel zur verkörperung Thelmas besser gewesen wäre, fügen sich die musicaleinschübe nicht so nahtlos in die geschichte ein wie es die Filmdynamik verlangt hätte. Eigentlich gäbe es außer den Musicalszenen keine weiteren Kritikpunkte mehr, da die Geschichte sich stark entwickelt und zum Ende hin noch zu einer handfesten Kritik am Verfahrenssystem bezüglich U.S-amerikanischen Gerichtsprozessen wird und an der Todesstrafe, wäre da nicht noch eine Nouance von unsubtiler Darstellung in der unglaublich ans herz gehenden tötungssequenz von Bill. Die drastische Darstellung ist kein Hindernis nur ein paar Kameraschnitte passen auf einmal nicht mehr in den Dokumentarischen Stil und wirken mit der Handkamera diletantisch. Es hört sich banal an und die Szene ist trotz Dem dramatisch und aufwühlend aber im nachhinein sind auf Grund dessen meine Tränen versteckt geblieben. Letztendlich muss man sagen, das "Dancer in the Dark" ein unglaublich guter Film ist mit einer gut umgesetzten Geschichte die durch Schauspielerische Leistungen noch einmal an Dramatik zunimmt und wer prinzipiell sehr gerne Filmmusicals sieht wird sicherlich noch mehr von diesem Film haben und genau wie Thelma Angst vor dem Ende haben, wenn die Kamera nach oben steigt, wie sie es immer tut, wenn alles vorbei ist.

    Hinzugefügt am 10.04.2010 um 11:22 Uhr
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    omaha83
    omaha83

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      4.5 - Großartig

    ein echter dogma film der auf das wesentlichste reduziert ist und dabei alles aus den schauspieler raus holt....zum lachen zum weinen zum luft anhalten

    Hinzugefügt am 19.03.2010 um 16:29 Uhr
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      4.5 - Großartig

    liegt schwer schwer im magen. hab den film bis jetzt nur einmal angeschaut, da ich ihn soo dramatisch, ungerecht und traurig finde, ihn mir aber sofort kaufen müssen und zu meiner dvd-sammlung gepackt. björk ist fantastisch in dieser rolle und selmas musikwelt (und damit der soundtrack-tipp!) einfach bezaubernd. bspl:wie sich der stampf"beat" der maschinen in der fabrik , in der selma arbeitet, in selmas "musical" einpaßt und selbst so häßliches schön wird, ist toll. die story: ergreifend und ließ mich schier verzweifeln.dieser film ist auf seine art "unique"- prädikat: wertvoll.

    Hinzugefügt am 04.05.2009 um 15:01 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Ich habe mir Dancer in the Dark eben angesehen. Es gibt einige Filme, die mir sehr zu Herzen gehen und wo auch mal Tränen fließen, aber dieser Film hat mich wirklich geschockt! Unglaublich emotional, ergreifend dramatisch. Ich habe bei keinem anderen Film so sehr mit der Hauptperson mitgelitten, als bei diesem. Das ergreifenste war für mich, wo die Wärterin, und in diesem Moment, Selmas einzige Freundin ihr hilft, die 107 Schritte zu gehen. Und natürlich das ergreifendste und schockierenste Ende, was ich seit langem gesehen habe! Ein absolutes Meisterwerk!!!

    Hinzugefügt am 20.06.2007 um 04:01 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Achtung: Text enthält SPOILER: Wer den Namen Lars von Trier kennt (vor allem seine neueren Werke), sollte eigentlich wissen was auf ihn zu kommt. Mit Sicherheit darf dieser Regiesseur umstritten sein, doch dieser Film ist ohne ZWeifel ein unnachahmliches Meisterwerk! Am Kopf dieser Genialität, ist ohne Zweifel die Saängerin Björk, die einfach unbeschreiblich ist. Es gibt viele Sängerinnen die sich als Schauspielerinnen versuchen, doch sie ist in diesem Film ohne Frage die König dieser! Schon für eine geschulte oder zumindest geübte Schauspielerin wäre diese Rolle eine enorme Herausvorderung gewesen, doch Björk spielt diese Frau, die Naive, tief Liebende, mit einer verblüffenden Intensität. Der Film ist von Beginn an bedrückend...man weiß nicht was kommt, aber man weiß, dass etwas kommt! Und dieses ETWAS ist grauenhaft! Der furchtbare Nachbar Bill ist ebenfalls hervorragend dargestellt, wie (was man von von Trier gewohnt ist) alle anderen, bis in die kleinste Nebenrolle. Man hofft den ganzen Film durch und diese Hoffnung tut am Ende so fuchtbar weh... Wie sich diese ehrliche, gute Frau für ihr Kind opfert scheint übermenschlich, aber wenn man ein wenig darüber nachdenkt, erkannt man, wie wahr das alles sein könnte. Die Musik des Films ist sehr passend. Es ist zwar keine Musik die ich mir in meiner Freizeit anhören würde, doch trägt sie (meist aus Geräuschen, wie Bleistiftkratzen oder Maschienenkrachen entstehend) ungemein zur Stimmung des Films bei und unterstreicht den unwirklichen Charakter der Musicalteile in die sich Selma in ihren Träumen stürtzt. Die Diva Catherine Deneuve zeigt in diesem Film hohes Können. Sie steigt von ihrem "Thron" herab und spielt eine Fabrikkollegin Selmas. Man beginnt sie während des Filmes richtig zu lieben, sie verkörpert eine "perfekte" Freundin, ohne dabei kitschig oder gar "amerikanisch" zu werden. Die Beklemmung erreicht in den letzen 10 Minuten seinen Höhepunkt; man weiß genau, dass Selma sterben wird, doch will man es nicht wahrhaben und auch nicht kommen lassen. Die Szenen im Gefängnis sind meines Erachtens anch die schlimmsten und doch sieht man auch da die Liebe. Die Wächterin (leider leigt mir der Name gerade nicht vor)zeichnet in ihren kurzen Auftritten das Bild einer zwar bemitleideneden Frau, die sich aber nicht im Mitleid für Selma auflöst und verschwimmt, sich auch nicht für sie einsetzt, sondern einfach für sie da ist; versucht ihre letzen Stunden "angenehmer" zu gestalten. Der Weg zum Hinrichtungsraum ist besonders schlimm: Es wird gesagt, dass es 107 (hoffentlich stimmt die Zahl) Schritte von der Todeszelle bis zur Tür des Raumes sind und während Selma singt zählt die Wärterin und man wünscht sich so sehr, dass das Wort "107" nicht kommt!!! Doch es kommt und Selma muss erhängt werden... Ich bin kein Mimöschen, doch an dieser Stelle musste ich einfach (auch als Mann) weinen. Ihre Schreie fahren durch Mark und Bein, doch in letzter Minute reißt Catherine Deneuve die Türe auf, man glaubt eine Wendung des Films, die auch kommt, aber eben anders als man hofft der Sohn wurde operiert (was das eigentliche Ziel war, wobei ich nicht näher auf die Handlung eingegangen bin, da ich denke sie ist im Haupttext schon gut erklärt) und sie drückt ihr die Brille in die Hand. Selma singt, dass sie nicht getrennt werden wenn sie nur weiter leiben, das Lied wird durch den Galgen abrupt beendet und der Film ist zu Ende! Vorsicht vor diesem Film! Er ist nicht ohne! Doch ist er sehr zu empfehlen. Kleiner Tipp: alleine schauen!

    Hinzugefügt am 20.06.2006 um 18:38 Uhr
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