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Seine 1 Kritik ansehen
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2.5 - Na ja
Nun endlich habe ich mir dieses Machwerk angesehen und kann mich denen anschließen, die dem Filme eine mittelmäßige bis laue Bewertung geben.
Wenn man nicht mehr im Zielgruppenalter ist, fragt man sich zwangsläufig, ob einem selbst der Film in dem Alter gefallen hätte. Das schlimme ist: wahrscheinlich schon.
Da darf man aber auch fragen, was die Macher des Films den Kindern und jungen Jugendlichen mit auf den Weg geben.
An erster Stelle steht wohl, dass man einem inkompetenten Führer (Caspian) in möglichst viele vermeidbare Schlachten folgt.
Nummer Zwei: Krieg und Schlachten lösen einfach alles - Blut und Elend gibt es nicht.
Drittens. Wenn du die ersten beiden Dinge erfüllt hast, wird der Erlöser (Aslan) kommen und deine Feinde zusammenbrüllen.
Hier wird an allen Ecken und Enden nur Kitsch verbreitet und der Schmalz läuft hinter der Leinwand herunter. Klinisch reine Gemetzel und Niedlichkeit wird belohnt. Man stelle sich nur einmal vor, die kleine (Little Lucy) hätte einen riesigen, hässlichen Minotauren geheilt! Solche Kontraste haben im disneyschen Universum natürlich nichts zu suchen.
Ein wenig erstaunt war ich über die vielen filmischen Anleihen (um es mal positiv zu formulieren). Da gibt es eine Abwandlung der Katze (Shrek 2), einen mürrischen Zwerg (Lord of the Rings), Wassergeister, die die Bösen davon spülen (wieder: LOTR), das Schulthema mit Zug (Harry Potter), eine feminine Gestalt, die gut mit dem Bogen umgehen kann (wieder: LOTR), die Masken der bösen Menschen (300) und viele weitere Dinge.
Viele Rezensionen erwähnen vor allem die Schlachten. Die sind jedoch alle nicht sehr intelligent verfilmt; Strategie und Motivation stehen hier im Hintergrund. Hier wird eine Burg mit dem Mut der Verzweiflung angegriffen: nur versteht man nicht, woher die Verzweiflung überhaupt kommt.
Die Kavallerie lässt man als erste Line frontal auf den Gegner zu in die Schlacht reiten und die geflügelten Einheiten warten bis zum Schluß und vernichten NICHT die Artillerie des Feindes. Auch die selbstzerstörerische Boden-Einsturz-Aktion während des letzten Kampfes dürfte wohl kaum eines der Fabelwesen unter der Erde überlebt haben.
Dazwischen kämpfen die Kinder mit den Kräften und der Ausdauer von ausgewachsenen Männern und Frauen.
Schauspielerisch gab es leider keine positiven Überraschungen. Alle Figuren blieben blass und ohne Tiefe (natürlich auch der böse Mann mit dem spanischen Akzent). Solch ein Film braucht einfach hochkarätige Schauspieler in hochkarätigen Nebenrollen, um in der Altersgruppe +16 zu punkten. Leider sucht man diese Punkte vergebens. Vielleicht hatte man Angst vor einem allzu großen Kontrast zwischen bspw. einem Ian McKellen und den hölzern agierenden Kinder- und Jugenddarstellern.
Fazit: Ein laues, ideenarmes auf Hochglanz poliertes Fantasy-Spektakel, das so vieles sein möchte, aber wenig ist. Hier bleiben die animierten Figuren länger im Gedächtnis als die Menschen.
Hinzugefügt am 01.11.2008 um 21:22 Uhr
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