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3 - Nicht schlecht
Ruhige, schön durchkomponierte Bilder und introvertierte Charaktere auf der einen Seite, spektakuläre Kämpfe mit tollen Choreographien, brutal und rasant gehalten auf der anderen, machen Bittersweet Life zu einem Augenschmaus.
Die Charaktere wirken allerdings nicht intelligent, sondern handeln einfach, verklärt und unproffessionell. Die Handlung ist bis zur Hälfte ganz nett, sofern man nicht weiß wie sich der Film entwickelt und mehr erwartet, da eigentlich Potential vorhanden wäre, doch sobald man weiß, dass der Protagonist nun einen Rachefeldzug startet, sind keine wirklich interessanten Wendungen in der Geschichte mehr zu erwarten. Auf Realismus und Glaubwürdigkeit wurde keinen großen Wert gelegt, der Held ist sehr robust und scheint trotz heftigen Schlägen nur selten Knochenbrüche zu erleiden. Diese behindern ihn allerdings auch nicht genug, so dass er seinen Kontrahenten, mit Ausnahme des nächtlichen Überfalls, sowohl im Nahkampf als auch in Schießereien deutlich überlegen ist und diese ihn, trotz deutlichem Vorteil an Anzahl und Gesundheit, nicht besiegen können. Für eine Spannungssteigerung sorgt das natürlich nicht gerade.
Wer auch in Hollywoodactionern keine Probleme mit derartigen Geschichten hat, wird den Film vermutlich lieben, sofern er sich nicht an den ruhigen Szenen stört, die in Bittersweet Life im Gegensatz zur Konkurrenz aus Hollywood, den Film dominieren.
Doch auch wem der Inhalt zu einfallslos und stupide klingt, sollte aufgrund der brillanten Optik, insbesondere während den Kampfszenen, nicht unbedingt davon abgeneigt sein sich den Film anzuschauen.
Die Brutalität der Kämpfe kann zärter besaitete Menschen durchaus schokieren, Freunde brutaler Kampfszenen dagegen dürften den Brutalitätsgrad eher als "ganz nett" einstufen.
Hinzugefügt am 25.08.2006 um 16:34 Uhr
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