Hard Boiled
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      4 - Sehr gut

    woo's abschiedswerk aus seiner damaligen hk'schen schaffenszeit hat auch 18 jahre nach seiner inszenierung nichts von seiner faszination verloren... bloodshed in reinkultur ohne wenn und aber

    Hinzugefügt am 27.04.2010 um 12:50 Uhr
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    Begbie
    Begbie

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      4 - Sehr gut

    Asiatische Filme haben es auf dem europäischen und amerikanischen Markt schwer. John Woo ist jedoch das Synonym für krachendes Actionkino aus Asien, daher haben es seine Filme auch geschafft, sich zu etablieren und er wechselte nach Hollywood: Sein letzter Film, den er in Hongkong drehte war Hard Boiled. Und er bleibt seinem Motto treu, ein Meister des ultimativen Zeitlupen-Bleihagels und der bombastischen Explosionen. Inhalt: Eine geplante Festnahme endet in einem Kugelhagel. Der chinesische Polizist Tequila muss daraufhin ziemlich viel Kritik einstecken, da viele Zivilisten, sein Kollege und auch ein verdeckter Ermittler ums Leben kommen. Zur gleichen Zeit schleust sich der für die Polizei arbeitenden Tony in einen Waffenschieberring um den gefürchteten Johnny. Bald begegnen sich Tequila und Tony das erste mal und stellen fest, dass sie die gleichen Ziele verfolgen. Filmkritik: Der Film besteht aus 3 großen Showdowns, jeweils am Anfang im Teehaus, im Mittelteil in einem Lagerhaus und am Ende im Krankenhaus(!), die Zeit dazwischen wird nur sporadisch mit Handlung ausgefüllt. Hard Boiled ist schon fast eine Überdosierung an Action, Blei und Explosionen. Trotzdem kann man nicht genug kriegen von der Action, man stumpft nie ab, da sich Woo immer neue Überraschungen einfallen lässt und sich niemals so etwas wie Belanglosigkeit in die Szenen einschleicht. Außerdem bleibt einem gar keine Zeit das gerade gesehene zu verarbeiten, da sofort das nächste Kugelgewitter aufwartet. Der Soundtrack ist typisch asiatisch und Geschmackssache, da bieten viele amerikanische Actionkracher doch bessere Lösungen. Auch bei der Darstellung von Emotionen und Gefühlen hinkt das asiatische Kino hinterher, beziehungsweise sind die kulturellen Unterschiede bei der Wahrnehmung doch zu groß. Leider ist die deutsche Synchronisation (wie bei so vielen asiatischen Produktionen) eher gewöhnungsbedürftig, so passen die Stimmen nicht zu den Schauspielern und auch die Lippenbewegungen sind alles andere als synchron. Ein Body Count wie man ihn in keinem anderen Film findet ( 230 direkte getötete in 2 Stunden, da werden auch mal 10 Krankenhauspatienten auf einmal von Kugeln durchsiebt und Babys müssen zum Spannungsaufbau herhalten) und eine gewohnt gestylte Ästhetik sind die tragenden Säulen dieses Filmes. Neben der Brutalität versucht der Film jedoch auch, mit Gefühlen zu punkten, jedoch nicht zwischen Mann und Frau, sondern durch eine Freundschaft, die über allem steht. Das dies jedoch nicht wirklich überzeugen kann und auch die Handlung eher nebensächlich ist, stört wenig, denn der Film steht und fällt durch die ultrabrutalen Actionszenen, die in dieser Art nur Woo abliefern kann. Fazit: Perfekt inszeniertes Asia-Actionkino der Superlative. Leider bleibt für eine gute Handlung und gute Charakterzeichnung wenig Platz, doch bei der Intensität und der unglaublichen Konsequenz der Szenen fällt das nicht schwer ins Gewicht und Fans des Genres verzeihen das angesichts dieser Gewaltorgie sowieso ohne ein Wimpernzucken. 8/10

    Hinzugefügt am 28.09.2009 um 20:32 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Hard Boiled ist ein typischer John Woo-Film! Erstklassige Shoot-outs, zwischen den Ballereien noch grosse Gefühle und natürlich ein riesiges Finale. Diese Punkte sind natürlich auch in Hard Boiled vorhanden. Nur: Es wurde zu viel Zeit in die Action investiert, und nur wenig in die Story. Diesen Schwachpunkt muss man an einem solchen Actionfeuerwer nicht unbedingt kritisieren, da man mit Daueraction derart unterhalten wird, das sowieso keine Langeweile aufkommt. Aber wenn die Action dann plötzlich aussetzt, ist der Film völlig leer, weil man der Geschichte nicht folgen konnte oder weil man von den Actionszenen so mitgerissen ist, das man der Story gar nicht folgt. Fazit: Actionfans kommen mehr als nur auf ihre Kosten, Storyfans müssen sich dagegen das Genre wechseln.

    Hinzugefügt am 06.01.2008 um 21:25 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Dem Vorredner ist voll und ganz zuzustimmen. Hard Boiled ist die Reinform des Actionkinos. Soviel Agilität in den Shoot-Outs findet sich selbst im John-Woo-Kosmos nicht. Optisch und akustisch ein ästhetisches Feuerwerk. Jede Einstellung ist einen Schnappschuss wert. Nur zwei kleine Kritikpunkte: 1. Hard Boiled ist so verdammt gut, dass man danach seine Ansprüche wieder runterschrauben muss, um andere Actionfilme genießen zu können. 2. Die Synchronisation ist leider nicht so prall. Vor allem in den Shoot-Outs nerven die "Uh!"- und "Ah!"-Schreie, die es im Original nicht in dieser Form gibt.

    Hinzugefügt am 24.09.2007 um 20:14 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Hard Boiled war mein Einstieg in die Hongkong Produktionen von John Woo und hat mich einfach nur umgehauen. Bei der musikalisch melodischen Anfangssequenz in einem Nachtclub ahnt man noch nicht im entferntesten welches Feuerwerk danach auf einen losgelassen wird. Doch dann beginnt die Action schon erbarmungslos im Teehaus. Der Body Count dieser Szene übersteigt schon den gesamten vieler Actionfilme. Männer fallen um wie Dominosteine und alles sieht Woo-gemäß stylish aus. Dazu kommt natürlich die Verkörperung der Coolness himself Chow Yun Fat als Cop Yuen, der kugelsicher und ästhetisch seine Gegner niedermäht. Diese Szene ist allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack dessen was noch kommt. Nach dem furiosen Auftakt geht es mit der Geschichte los und dem typischen Polizeichef ist sauer auf den Supercop, der dann auf eigene Faust weiter ermittelt. Tony's Handlungsstrang ist da schon interessanter, der als zwielichtiger Lieblingsschüler eines Gangsterbosses eingeführt wird. Schnell wird klar, dass Tony sich gegen seinen Boss stellen wird um mit Johny Wong,einem noch skrupelloseren Gangsterboss im lukrativen Drogengeschäft Fuss zu fassen. Darus folgt eine brisante Situation in einem Lagerhaus in der sich beide Gangsterbanden treffen und Tony seine Loyalität zu Wong beweist. Dieses Treffen wird aber von Supercop Yuen gestört, der es allein mit allen Gangstern aufnimmt und diese auch erheblich dezimiert bis zum Duell mit Tony, der die Chance Yuen zu töten aber nicht wahrnimmt als dem Cop doch einmal die Munition ausgeht. In dieser Szene wird der Bodycount schon geradezu wahnwitzig, besonders wegen der genial übertriebenen Einer gegen alle Situation. Ein absoluter Genuss für Freunde der bleihaltigen Unterhaltung. Yuen, der sich wundert warum er von Tony verschont wurde, findet seinen Verdacht bestätigt, dass sein vermeintlicher Widersacher ein Undercover Cop ist und will ihn zur Zusammenarbeit bringen. Im weiteren Verlauf des Films entwickelt sich zwischen den beiden Supercops ein Art Freundschaft. Tonys Charakter ist vor allem dabei interessant, da er sich durch seine Arbeit immer einsam gefühlt hat. Zwar ist diese Freundschaft nicht so bewegend wie in John Woo's "The Killer" aber weiß durchaus an gewissen Stellen dem Film eine emotional tiefere Ebene zu geben. Der Showdown findet im Krankenhaus statt und übertrifft alles vorherige an Action in Länge, Intensität und Body Count. Man fragt sich immer aus welchen Löchern die ganzen Gangster kommen, die größtenteils nur Kanonenfutter für die, jetzt zwei, Protagonisten darstellen. Eine besondere Dramatik entsteht durch die ganzen Patienten im Krankenhaus, darunter Babys was schon ein bisschen dick aufgetragen wirkte aber auch für gelegentliches Schmunzeln sorgte. Fazit: In punkto Baller-Action ist dies der wahrscheinlich beeindruckendste Film den ich jemals gesehen habe! Dass die Charaktere im Gegensatz zu "A Better Tomorrow" etwas in den Hintergrund rücken ist da einfach logische Konsequenz und tut der Spannung keinen Abbruch. Bei Chow Yun Fat reicht sowieso schon seine Präsenz fast aus um der Figur die nötigen Konturen zu geben. Für einen Film dieser Art hat er noch erstaunlich viel emotionale Tiefe, was vor allem an Tony Leungs Figur liegt. Ich denke er spielt deswegen auf jeden Fall in einer Liga mit "A Better Tomorrow" und "The Killer" wemnn auch auf andere Art und Weise. Baller Action die seines gleichen sucht!

    Hinzugefügt am 18.11.2006 um 11:56 Uhr
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