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4 - Sehr gut
Der ehemalige Marine Scharfschütze Anthony Swofford schreibt in seinem Buch "Jarhead" gleich zu Beginn, dass es eigentlich keine Anti-Kriegsfilme gibt. Denn gerade bei Filmen wie "Full Metal Jacket", die die ganze Härte des Krieges zu zeigen versuchen, nehmen sich viele Zuseher nur die Gewalt heraus und überhören teils absichtlich die mitschwingende Botschaft.
Dies funktioniert hier jedoch nicht, da der Film nur zu Beginn und manchmal in Rückblenden im Kriegsgebiet spielt. Hier wird der Zuseher schonungslos mit dem bitteren Nachspiel konfrontiert, das Soldaten bei ihrer Heimkehr erleben, obwohl die unmittelbare Gefahr schon längst überstanden ist.
Der Film wirkt gerade in kleinen Details, beispielsweise in dem Gespräch über die bereits genommenen Medikamente oder die immer wieder auftauchenden Probleme der Selbstständigkeit mit nur einer Hand.
Wer nach Kriegsaction wie "We were Soldiers" sucht, ist hier an der falschen Adresse. Jedoch bietet der Film einen erschreckenden und bewegenden Einblick in den lebenslangen Kampf von Veteranen.
Hinzugefügt am 13.09.2007 um 01:39 Uhr
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