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Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger
Durchschnitts-Wertung
4,2
958 Wertungen - 59 Kritiken
29% (17 Kritiken)
37% (22 Kritiken)
12% (7 Kritiken)
8% (5 Kritiken)
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Deine Meinung zu Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger ?

59 User-Kritiken

Max H.
Max H.

User folgen 28 Follower Lies die 153 Kritiken

4,5hervorragend
Veröffentlicht am 07.01.13

Ich hab im vorraus Yann Martels Roman in einer Woche weggelesen. Das kommt bei mir seit der Panem – Triologie in Mode, Filme mit Blick auf ihre Bücher zu sehen. Das mir das leicht gefallen ist, liegt vielleicht damit zusammen, dass Martels Buch unheimlich spannend und berührend ist. Vor allem aber auch das Ang Lee's neustes Werk schon im Trailer einen unfassbaren Bildersog entwickelt hatte. Was er schafft, ist, auch in den gut gefüllten zwei Stunden, ein sagenhaftes Abenteuer über den Pazifik mit traumhaften Bildern und einer interessanten Neuinterpretation Gottes, das gut und gerne auch noch zwei Stunden weiterlaufen hätte können. Die Problemstellungen, die sich der Buchverfilmung anmaßen sind vor allem zwei Dinge: Zum einen Pi's sagenhaft ausufernde Erzählungen, die das Buch zum absoluten Klassiker machten. Das geballte Wissen der Zoologie und die moralischen und metaphysischen Berichte seines Ich's über die Eintönigkeit und Einsamkeit an Bord lassen sich unmöglich auf die Leindwand extrahieren. Zum anderen hat Regisseur Ang Lee noch mit der eigenartig merwürdigen Glaubensfrage zu kämpfen, diese sowohl dem Publikum wirkungsvoll nahe zu bringen, als auch Buchkenner nicht zu verprellen und der Vorlage treu zu bleiben. Somit ist es zurückblickend vor allem Ang Lee's meisterhafte Leistung, wie er die Vorlage umsetzt: Seine Exposition mag dem nichtlesenden Zuschauer vielleicht lang vorkommen, meines Erachtens trifft er genau den richtigen Ton zwischen Figureneinführung und Glaubensfindung. Seine zwei Erzählstränge sind wohlwollend abwechslungsreich und auch vor den Ozeanszenen tricktechnisch raffiniert. Allerdings lässt er sich zu einer beliebigen Liebesszenerie hinreißen, die zu kurz ist, als dass sie wirklich bewegen könnte. An Bord beginnt dann das wahre Abenteuer: Seine Aufnahmen und Effekte sind eine völlig neue Erfahrung in der Kinowelt. Es sind wie Pi auch immer im Buch beschreibt, der Tiger, Himmel und Meer, seine drei Gefährten, die ihn immer wieder zum Handeln und zum Staunen bringen. Das Meer ist einmal ein fulminantes Lichtspiel, dann eine gefahrvolle Achterbahn, es ist ein Hortplatz für farbenfrohe Tiere aller Arten und dann wieder ein totenstiller Teppich. Eine grandiose Erfahrung für den Zuschauer und ein optischer Genuß des Fantastischen. Dagegen fällt der Tiger nicht ab. Während man bei der Einführung den Unterschied zwischen echt und unecht schnell raushatte, fällt das an Bord, explizit beim Tiger, nicht mehr auf, wahrscheinlich auch, weil man Richard Parker selbst schon als Schauspieler und Weggefähren des Films akzeptiert hat. Doch Lee's wahre Leistung ist die Ruhe seiner Erzählung. Den trotz seines gemächlichen Erzähltons kommen keine Längen auf, was sogar Nichtbuchkenner zugeben mussten. Er hält die Spannung gleichbleibend hoch, stilisiert den Tiger zwar als Komparsen aber immer auch als todbringende Gefahr. Pi's Erzählungen und Erfahrungen werden dazu meistens noch ironisch aufgewertet, trotz allem bleibt seine Trauer und sein verzweifeltes Aufbäumen gegen Einsamkeit und Trostlosigkeit immer Hauptthema, das wie eine Wolke stets über kurzweiligen Geschehnissen wie dem Fischfangen schwebt. Natürlich geht das ein oder andere schonmal verloren, aber das fällt kaum ins Gewicht. Die Episode im Nebel und Pi's Blindheit fällt vollkommen raus, was trotzdem nachvollziehbar ist, außerdem wertet die bunte Algeninsel alles verloren gegangene locker wieder auf. Das Ende ist, für meinen Teil, traurigerweise sehr gekürzt, die fulminante Kernaussage des Films jedoch steht unvermittelt stark dar und rüttelt den Zuschauer auf. Fazit: Ang Lee's "Life of Pi" kommt nah, verdammt nah an die perfekte Romanverfilmung heran. Es ist erheiternd bunt und dabei sehr natürlich und fantastisch, es bereitet einem sowohl nachdenkliche Minuten wie auch Momente, die einem tatsächlich Mut, Zuversicht und Glauben schenken können. Es ist ein Abenteuer, an dem man sich nicht sattsieht, und eine wunderbare Fabel für wirklich jeden von uns. Ob man nun an etwas glaubt, oder nicht.

Thomas K.
Thomas K.

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2,0lau
Veröffentlicht am 14.03.13

Vorneweg; Der Film wäre nicht schlecht gewesen, wenn man ihn als Techdemo für die Animationsfirma ausgegeben hätte. Die Bilder/Effekte waren (zum aller größten Teil) wirklich wunderschön. Die Story an sich ist vom Gedanken her interessant, aber auf der Leinwand mMn sehr fade und zäh. Abgesehen davon gab es öfter mal Szenen bei denen ich einfach nur kopfschüttelnd da saß und mir dachte "das darf doch nicht wahr sein, was ist denn bei der Entwicklung des Jungen schief gelaufen?" Beispiel gefällig? Was mache ich auf keinen Fall wenn ich mich auf einem sinkenden Schiff und später auf einem Rettungsboot in einem Sturm befinde? Richtig! Die Schwimmweste anziehen, ist ein viel größerer Nervenkitzel ohne Rettungsweste! Zugegeben, ich hatte auch mal Tränen in den Augen. Das lag aber nicht an der unfassbar "guten" Story, sondern das ich Tränen gelacht habe, über die Absurdität des Verhaltens der Tiere/Pis und des Einstreuen von Bezügen zu Gott... Bei der Insel hat dann alles ausgesetzt... Ohne die wunderschönen Bilder und die sehr guten Animationen würde der Film nicht einmal einen Stern kriegen...

TKZ
TKZ

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 31.12.12

Nach dem hohen Lob von allen Seiten war ich persönlich enttäuscht. Optisch sicher ganz toll, die Story gefiel mir nichtso gut,.

daley
daley

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2,0lau
Veröffentlicht am 14.01.13

Ich habe mich am Samstag dazu überreden lassen mir anstatt Der Hobbit Life of Pi anzusehen. Im Vorfeld habe ich Sachen wie "Bildgewaltiges Meisterwerk" oder "Ein 3D Erlebnis" gelesen und dachte mir der Film ist sicher nicht so schlecht. Leider muss ich sagen, dass der Film extrem langweilig ist. Wir waren zu viert im Kino und mussten uns nach der ersten Stunde gegenseitig wach halten. Der Film ist keineswegs schlecht inszeniert. Man merkt das Geld in die Produktion geflossen ist. Aber von einem Meisterwerk und einem 3D Erlebnis ist dieser Film meilenweit entfernt.

neumdi
neumdi

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0,5katastrophal
Veröffentlicht am 10.01.13

Das passiert mir selten. Schade um die Zeit und das Eintrittsgeld. Ein total belangloses Filmchen ohne jegliche Spannung. Stinklangweilig

RocketSwitch
RocketSwitch

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3,5gut
Veröffentlicht am 28.04.14

Life of Pi ist ein wirklich guter Film, aber kein Meisterwerk. So oder so ähnlich fing auch meine Kritik zu Gravity an und diese Filme ähneln sich sehr. In beiden wird der Überlebenskampf des Protagonisten dargestellt. Technisch ziehen beide Werke alle Register, wobei Life of Pi leider ein paar Effekte bietet, die nur durchschnittlich gut sind. So fielen mir insbesondere der nasse, sich ans Boot klammernde Tiger und etwas später der Wal besonders negativ auf. Nichtsdestotrotz überzeugt der Film auf Grund der puren, optischen Gewalt. Die ersten 30 Minuten ziehen sich leider etwas und auch das Spirituelle wirkt teilweise arg aufgesetzt. Den Schluss hingegen fand ich durchaus gelungen, wenn auch hier der Damphammer benutzt wurde um die Botschaft anzubringen. Natürlich ist dies Meckern auf hohem Niveau, denn die Geschichte ist durchaus berührend und als Zuschauer fiebert man mit dem Protagonisten mit. Sogar mehr, als mit Sandra Bullock. Fazit: Ein sehenswerter Film. Insbesondere für Fans von Gravity empfehlenswert.

Frank B.
Frank B.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 04.02.14

Was für ein großartiger Film! Was für ein Meisterwerk und zu Recht hochgelobt. Wohltuend hebt sich dieser Film von den üblichen Machwerken der Hollywood Produktionen ab und besticht durch seine wahre Größe. Ein Film, der zwingt hinzuschauen, ein Film, der ganz tief im Innersten etwas anrührt und dadurch dafür sorgt, dass der Zuschauer in einen seltenen Bann gezogen wird, innehält und fasziniert genießt und am Ende des Films das Atmen wieder einstellt. Danke für diesen großartigen Film!

Christian Hoja (Cellurizon.de)
Christian Hoja (Cellurizon.de)

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 18.04.13

[...]Ein junger, kameraunerfahrener Inder, ein Rettungsboot und ein 1,7 Millionen Gallonen Wasser fassender Tank in einer stillgelegten Flughafenhalle, das sind die spröden Eckpunkte von „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Und heraus kommt ein Film, der etwas selten gewordenes verströmt: pure Leinwandmagie. Der einen Bilderfantasmus beschwört, der einmal wieder vergessen lässt, was die vielen MakingOfs, Audiokommentare und Effect Reels einen über VFX-Shots gelehrt haben. Ang Lees „Life of Pi“ ist einer dieser Filme, die ganz weit die Arme öffnen und denen man es nicht verweigern kann, in sie hinein zu gleiten und sich mitziehen zu lassen. Die ächzende Stahlkonstruktion in einer kahlen Halle wird zu einem Ozean voller Wunder, das Rettungsboot zum Revier eines krallenpeitschenden Tigers und dieser junge, kameraunerfahrene Inder, Suraj Sharma sein Name – er wird der Reiseführer einer farbenprächtgen, aussichtslosen, glaubensschenkenden und kräfteverzehrenden Erkenntnisfahrt.[...] [...]Die Rahmenhandlung mit dem Autoren auf der Suche nach einer Geschichte und dem erwachsenen Pi ist ein recht abgenudelter Erzählkniff, wird aber vom zurückgenommenen Rafe Spall und besonders dem umwerfenden Irrfan Khan ähnlich mühelos getragen, wie Suraj Sharma und Tiger Richard Parker den Hauptteil des Films stemmen. Gerade an Khan hängt in der Rückbetrachtung der Ereignisse das volle gefühlsbeladene Gewicht der Story und wie er hier den traurigsten und bewegendsten Moment seiner unfassbaren Reise in der Gegenwart spiegelt – schlicht herzzerreißend. Also dann, um es mit den abgewandelten Worten von Douglas Adams zu beschließen: »So long, Ang Lee, and thanks for all the fish. And the tiger. Und alles andere.«[...]

Schnipper
Schnipper

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4,0stark
Veröffentlicht am 27.03.13

Im Kino gesehen (und ich denke nur hier oder im Heimkino auf Leinwand enfaltet er seine ganze Bildgewalt so, dass man ihn so schätzen kann, wie er es verdient) Lässt man sich auf dieses Märchen ein, wird man recht schnell in dessen Bann gezogen. Grandiose Bilder und eine unglaubliche Animation des Tigers, zu keiner Sekunde zweifelt man an der Echtheit dieses Protagonisten. Nachdem Caesar aus "Rise of the Planet of the Apes" Maßstäbe gesetzt hat, ist er ab jetzt absolute Referenz der Charakteranimation, woran sich jedes Studio messen lassen muss. Suraj Sharma ist grossartig, gerade wenn man bedenkt, dass er "von der Strasse" für diesen Film gecastet wurde. Der "Twist" am Ende des Films war für mich recht überraschend, wahrscheinlich weil ich noch in Gedanken auf dem Boot war. Der wird gekauft und nochmal gesehen! Seh-/Kaufempfehlung.

Fußpuder
Fußpuder

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 12.03.13

Ein kleines Boot wird zur großen Bühne, eine Filmkritik von King Kong. Wir erleben eine Flut an Filmen -vollgestopft- mit digitalisierter Filmtechnik, CGI, Real 3D, Motion Capture Performing; usw. Können die so oft kritisierten Filme, mit computergenerierten Bilder, keine Seele zu haben loswerden?!... Ja! Ang Lee haucht jener vielgescholltenen Technik die so erhoftte Seele ein. In "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ liefert Ang Lee meisterhaft ab. Vier verdiente Oscars, für die Kamera, Musik, Tricktechnik und beste Regie. Schon früh wurden Stimmen laut, die unkten -ein Film über einen Schiffbrüchigen, der sieben Monate mit einem Tiger in einem Rettungsboot auf dem Meer überlebt? - Was soll denn das werden? Ich hatte den Roman gelesen, und war von diesem „Page - Turner“ beeindruckt. Ein starkes Buch mit einer klasse Fragestellung: „Gibt es Gott?“. Also, kann eine Verfilmung mit diesem Inhalt funktionieren? Ja, und ob! „Avatar“ war ein Aufbruch in ein neues Kinozeitalter, aber Ang Lee wirft diese so ersehnte Intelligenz, das Spektakuläre und Wunderbare dieser neuen Filmkunst(CGI) nicht auf ferne Planeten und erdachte Welten. Nein, er suchte die erdenkbarste und kleinste Bühne für sein Meisterwerk. Ein Boot, ein größtenteils computergenerierter Tiger und ein Schiffbrüchiger. In einer auswegslosen Situation. Das Überleben auf einem endlosen Ozean,. Über 200 Tage teilen sie sich ein winziges Rettungsboot, ohne Aussicht auf Rettung. Der Junge Pi, von Filmneuling und Schauspiel-Talent(wunderbar und erfrischend) „Suraj Sharma“ dargestellt, pulverisierte sämtliche Vorurteile und trägt dazu bei, dass dieser Film eine wahre Kinoperle ist. Zum Schluss: Eines sei ausdrücklich erwähnt: Der Tiger! Was für eine Show, welch ein Erlebnis, was für eine filmische Urgewalt ist Ang Lee gelungen? ...Eine Perfekte! Größtenteils, entsprang dieses Wesen dem Computer. Nicht eine Sekunde, habe ich diese Machart glauben wollen. Der Tiger war so Real! Es wäre ein unglaublicher Fehler, diesen Film nicht im Kino zu erleben. Ang Lee hat einen als unverfilmbaren geltenden Roman(Autor: Yann Martell) auf spektakuläre und meisterliche Weise für die Leinwand adaptiert.

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