DerPjoern
1 follower |
Seine 39 Kritiken ansehen
|
2 - Nicht gut
Manchmal hat mian das Gefühl. Hat man einen Woody-Allen-Film gesehen, hat man alle gesehen. Diese Tatsache macht "Vicky Christina Barcelona" für mich ziemlich langweilig. Ein Latin-Lover wird von einer Vielzahl von Frauen umgarnt. Wie Woody-Allen so eine Situation enden lässt, lässt sich denken.
Schauspielerisch kann man nichts bemängeln. Ganz im Gegenteil. Alle Hauptfiguren machen ihre Sache großartig, herauszuheben ist vielleicht sogar noch Penelope Cruz als rassige, extrovertierte Malerin. Die Figuren sind gut gezeichnet, fügen sich aber nicht so recht in die Story ein. Das Drehbuch ist nichts für jeden. Neben der bereits erwähnten, fehlen Spannung fällt vor allem das eindimensionale Männerbild des Films auf. Es gibt nur untreue, langweilige Verlierer und Javier Bardem. Mit diesem Bild muss man (oder besser nicht) sich erst anfreunden. Frauen hingegen sind schön individuell, abenteuerlustig und durchweg attraktiv. Kein Wunder also, dass Bardem als begehrenswerter, kultivierter Traummann gezeichnet wird.
Die spanische (oder besser katalanische) Kultur wird fast plakativ überall eingeworfen wo es gerade so möglich ist. Für chronisch-unter-Fernweh-Leidende, die oberflächlich an spanischer Kultur interessiert sind ganz nett, aber ein realistisches Spanienbild sieht anders aus. Die Erzählweise zuletzt spaltet ebenfalls die Gemüter. Eine Erzuählerstimme aus dem Off gibt dem ganzen Geschehen eine kindhafte Leichtigkeit, lässt den Zuschauer an der Relevanz von Story und Film zweifeln. Der Film scheint dem Zuschauer einfach nichts sagen zu wollen, was er nicht sowieso schon weiß. Was bleibt sind die guten Darsteller und die Spanienbilder im Postkartenmotiv.
Hinzugefügt am 02.03.2011 um 00:04 Uhr
Verstoß melden