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Home > Kino > Film-Archiv > Historie > John Rabe
Kinostart:
2. April 2009
Regie: Florian Gallenberger
Mit Ulrich Tukur, Daniel Brühl, Steve Buscemi,
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Originaltitel: City of War: The Story of John Rabe
FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
Frankreich
,
China
,
Deutschland
.
Genre:
Historie
,
Drama
,
Biografie
Laufzeit: 134 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Verleiher: Majestic-Filmverleih
Inhalt: China stand in Flammen, als ein deutscher Kaufmann fern der Heimat zum Helden wider Willen wurde. Als die kaiserliche japanische Armee 1937 China überfällt und mit ungeahnter Brutalität gegen die Zivilbevölkerung er damaligen Hauptstadt Nanking vorgeht, handelt John Rabe (Ulrich Tukur). Zusammen mit einer kleinen Gruppe in der Stadt verbliebener internationaler Geschäftsleute, Ärzte und Missionare, setzt er unter größter persönlicher Gefahr eine Schutzzone für Zivilisten durch, in der 250.000 Menschen das überleben, was später als „Massaker von Nanking“ in die Geschichtsbücher eingehen wird...
FILMSTARTS.de
(3)
Pressespiegel
(3)
User-Wertung(222 Bewertungen)
(3,8)
Die Gnade der späten Geburt schützt nicht vor der Verantwortung, sich die Gräueltaten des Nazi-Regimes immer wieder mahnend und demütig ins Gedächtnis zu rufen. Generationen von Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, sind so aufgezogen worden – bis heute. Die Demut ging soweit, dass es einem Tabu gleich kam, Deutsche in heimischen Produktionen als Kriegshelden zu feiern. In Filmen von internationalem Rang (Der Untergang, Das Boot, Sophie Scholl) dominierte stets die kollektive Schuldigenrolle des Landes. Galt es, einen deutschen Helden zu ehren, übernehmen dies meist Amerikaner wie Steven Spielberg in Schindlers Liste oder jüngst Bryan Singer in Operation Walküre. Doch die Zeiten ändern sich. Der deutsche Oscar-Preisträger Florian Gallenberger erinnert in seinem solide inszenierten, pathosreichen Kriegsdrama „John Rabe“ an den titelgebenden vergessenen Nazi-Helden, der 1937 in China 250.000 Menschen vor den Bombenangriffen der Japaner beschützte.
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Mitglied seit 1.058 Tagen | 146 Userkritiken
Kritik: Der Film erinnert an den weitgehend unbekannten John Rabe, der als Siemens-Manager 1937 in Nanking (China) 200.000 Menschen vor den Japanern rettete. Dabei orientiert man sich an den erst 60 Jahre später aufgetauchten Tagebüchern. Für mich war die Person John Rabe unbekannt. Erst bei Ankündigung des Films sowie einer TV-Doku habe ich mich mit dem Thema befasst. Ich kann nur jedem empfehlen diesen Film anzuschauen, allein aufgrund des historischen Hintergrundes. So eine Geschichte muss erzählt werden! Der Film kann mit guten Effekten und einer historisch passenden Kulisse (zum Teil an Originalschauplätzen gedreht) beeindrucken. Die Bombenexplosionen, Kriegs- und Massenszenen sind kameratechnisch gut eingefangen und inszeniert. Sie erreichen internationales Niveau (das in int. Maßstäben dürftige 15 Mio Budget merkt man dem Film nur selten an). Besonders gelungen ist für mich die Darstellung des japanischen Militärs. Es wird etwas Einblick in die Kommandostruktur gegeben und die zahlreichen Kriegsverbrechen werden nicht außen vorgelassen, sondern wiederholt im Film thematisiert und auch in der Ausführung, zum Teil überraschend brutal, aber authentisch, dargestellt. Die schauspielerische Leistung ist durch die Bank solide bis gut. Die Darstellung des John Rabe hätte meiner Minung nach noch mehr Profil benötigt. Der Charakter blieb etwas blass. Mehr Emotion und Leidenschaft sowie eine eindrücklichere musikalische Untermalung (Vergleich "Schindlers Liste")hätte dem Film an manchen Stellen "aufgepeppt". Die angedeutete Liebesgeschichte zwischen dem chinesischen Mädchen und Rosen hätte man ganz weglassen können. Zudem hätte ich die ersten 30 Minuten des Films anders gestaltet (etwas kürzer und fokussierter). Besonders gefallen hat mir die Einbettung von original Filmmaterial mit dem fließenden Übergang zum Film. Insgesamt ein guter deutscher Film, der noch mehr Potenzial gehabt hätte, wie ich finde. Aus der Geschichte hätte man sogar ein wirklich epochalen und eindrücklichen Film a la Schindler's Liste machen können.
Mitglied seit 1.074 Tagen | 34 Userkritiken
Kritik: Der Film ist ein gutes Heldenepos und historische Dokumentation. Wer kennt schon Deutschlands wirtschaftliches Engagement in China vor dem 2ten Weltkrieg? Für mich ein Anstoß zur historischen Recherche. Spannend ist der Film auf zwei Ebenen. Vordergründig werden Zivilisten gerettet, die vom japanischen Militär drangsaliert werden. Die Japaner sind brutal und es kostet einige Phantasie und Diplomatie, das Ziel zu erreichen. Die zweite Eben schafft Spannung hinsichtlich persönlicher Beziehungen. Durch die Versenkung des Fluchtschiffs ist Rabes Frau angeblich tot, zählt in Wirklichkeit zu den Überlebenden, um ihrem Gatten beim Happyend schließlich in die Arme zu fallen. Der Film setzt John Rabe einen Heiligenschein auf. Der Siemens-Ingenieur wiedersteht der Versuchung zur Flucht, bleibt in der besetzten Stadt, um den Bedrängten zu helfen. Neben einer deutlichen Trennung von Gut und Böse, gelingt hintergründig eine schattierte Darstellung. John Rabe wird vom englischen Arzt als bekennender Nazi beschimpft, Simens als ein an Ausbeutung beteiligtes Unternehmen. Was gilt es zu retten, die unterm Hakenkreuz geschützen Arbeiter, die Fabrik, oder beides? Der Film gibt hier eine klare Antwort: Es geht um die Menschen, womit John Rabe ein Denkmal gesetzt ist, zumindest in China. Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Film, der nachdenklich stimmt und mit guten schauspielrischen Leistungen aufwartet. Passend sind auch Einblendungen von historischem Filmmaterial. Anlässlich des Imageverlustes von Simens durch Korruptionsvorwürfe in den letzten Jahren könnte man bösartig mutmaßen: Dieser Film will den Namen Simens reinwaschen.
Presseschnitt:
(3) von 1 Pressetitel(n)
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Rolle: John Rabe
Rolle: Le docteur Georg Rosen
Rolle: Doktor Rober Wilson
Rolle: Valérie Duprès
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